Pokalfinale: Die Rekorde

Es ist ein Endspiel mit großer Tradition, das die BR Volleys und ihre Fans am Sonntag in Mannheim erwartet. Seit 1973 wird jährlich der DVV-Pokal ausgetragen, in der DDR fand die erste Pokal-Auflage 1953 statt. Seitdem hat sich viel getan, vor allem mit dem erstmaligen Umzug in eine große Event-Arena 2006. In diesem Jahr ist nun erstmals die SAP Arena Austragungsort für ein Finale, das zahlreiche historische Zahlen und Fakten bereithält.


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Foto: Conny Kurth


Zuschauer: 11.100 Zuschauer strömten am 19. März 2006 in das GERRY WEBER STADION in Halle/Westfalen. Es ist bis heute der Zuschauerrekord für ein Volleyballspiel auf deutschem Boden. Die Premiere in dem Tennisstadion sowie die Tatsache, dass der benachbarte USC Münster von über 3.000 Fans begleitet wurde, sorgten für diese phantastische Kulisse. Der Rekord „wackelt“ bei der Premiere in der SAP Arena bedenklich: 10.806 Tickets wurden bis zum gestrigen 22. Februar verkauft.

Pokalsieger: Bis zum Jahr 1997 hatte der VfB Friedrichshafen keinen Titel gewinnen können. Dann übernahm Stelian Moculescu das Ruder am Bodensee und die titellose Zeit hatte ein Ende. Allein im Pokal triumphierte Friedrichshafen in der Folge 13-mal und ist damit der Rekord-Pokalsieger. Das Frauen-Pendant dazu ist der USC Münster, auch wenn der letzte Pokalsieg aus dem Jahr 2005 nunmehr über zehn Jahre zurück liegt. Der Verein aus Nordrhein-Westfalen holte den Pokal 11-mal.

Dauerfinalist: Auf Spielerseite gibt es wohl keinen größeren Pokal-Helden als Max Günthör. Der ehemalige Nationalspieler und jetzige Athletensprecher im DVV-Vorstand konnte in dem Zeitraum 2005 bis 2015 mit dem VfB Friedrichshafen (5x) und Generali Haching (3x) sagenhafte acht Mal den DVV-Pokal gewinnen und stand zudem noch zweimal im Finale. 2013 passierte jedoch Unglaubliches: das DVV-Pokalfinale ging ohne die Beteiligung Günthörs über die Bühne.

Historisches: Alle Finalisten haben die Möglichkeit, am 28. Februar Volleyball-Geschichte zu schreiben. Das ergibt sich schon allein aus der Tatsache, dass die beiden Endspiele der Frauen und Männer zum ersten Mal in Mannheim stattfinden. Aber auch jedes Team hat so seine eigene Pokal-Geschichte. Der TV Ingersoll Bühl ist zum ersten Mal überhaupt im Finale dabei. Ein Endspielsieg käme dem ersten großen Titelgewinn gleich. In Berlin durfte man sich zuletzt im Jahr 2000 über den Pokalsieg freuen. Damals zog man noch als Sport-Club Charlottenburg (SCC Berlin) durch die Lande. Inzwischen heißt das Team BR Volleys. Der Allianz MTV Stuttgart hat als einziger Finalteilnehmer die Möglichkeit, zweimal nacheinander den Pott zu holen – letztes Jahr im Gerry Weber Stadion von Halle/Westfalen, in diesem Jahr in der Mannheimer SAP Arena. Das will der Dresdner SC verhindern. Für die erfolgshungrigen Dresdnerinnen wäre es – wie natürlich auch für die anderen Finalisten - der erste Titelgewinn im Jahr 2016.

Fernsehen: Bereits im vergangenen Jahr wurden die beiden Finalspiele live im TV übertragen, der NDR zeigte zusammen mit dem SWR das Männer-Finale zwischen Lüneburg und Friedrichshafen live, SPORT1 übertrug das Frauen-Finale zwischen Stuttgart und Aachen direkt. 2016 gibt es eine erneute Steigerung, denn SPORT1 zeigt beide Spiele live und überträgt von 14.00 Uhr bis zum Ende der Siegerehrung aus der Mannheimer SAP Arena. Als Moderatorin ist übrigens Anett Sattler am Start. Kommentator ist Hans-Joachim Wolff.

Quelle: DVV/VBL