Hoffnung auf den "Goldenen Satz"

Der Gewinn des DVV-Pokals war für die Berlin Recycling Volleys ein historischer Triumph, doch nach einer ausgelassenen Siegesfeier in Mannheim wird es für die Hauptstädter jetzt wieder ernst: Schon am morgigen Donnerstag (03. März um 19.30 Uhr) empfängt der frischgebackene Pokalsieger das Team von VaLePa Sastamala (FIN) zum schwierigen CEV-Cup-Rückspiel in der Max-Schmeling-Halle. Durch die Niederlage im Hinspiel stehen Kapitän Robert Kromm & Co dabei mit dem Rücken zur Wand.


2016-03-02

Foto: CEV


„Der Pokalsieg gibt uns natürlich Selbstvertrauen, trotzdem sind wir vor diesem wichtigen Europacupmatch unheimlich angespannt. Schließlich geht es um alles oder nichts“, ist sich BR Volleys Kapitän Robert Kromm der immensen Bedeutung der morgigen Partie bewusst. Im Hinspiel vor zwei Wochen unterlag man dem finnischen Spitzenclub mit 1:3, daher benötigen die Berliner am Donnerstag zunächst einen klaren 3:0- oder 3:1-Heimsieg, um einen „Golden Set“ (ein weiterer Satz bis 15 Punkte) zu erzwingen. Dieser würde über den Einzug ins Halbfinale des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs entscheiden.

Dafür muss gegen die Finnen allerdings ein Kraftakt her. „Wir wissen, dass es ein schweres Match wird und wir dabei mit dem Rücken zur Wand stehen. Sastamala hat im Hinspiel sehr stark agiert und uns zu Recht besiegt“, zollt Kromm dem Kontrahenten nach dem ersten Duell großen Respekt. „Es war nicht unbedingt so, dass uns dort der Kampfgeist fehlte, eher hat uns das Spiel der Finnen zeitweise in einen Schockzustand versetzt. Sie haben eine sehr gute Abwehrleistung gezeigt, an der wir letztendlich verzweifelt sind“, erinnert sich der Berliner Kapitän.

Unterkriegen lassen sich die BR Volleys von diesem Erlebnis aber nicht, trotz der Niederlage in Skandinavien ist das Vertrauen in die eigene Leistung vor dem Rückspiel gegen das Team um den Ex-Berliner Urpo Sivula groß. „Wir schätzen den Gegner jetzt definitiv anders ein als zuvor, aber nachdem VaLePa vor zwei Wochen einen riesigen und wichtigen Heimvorteil hatte, liegt dieser jetzt bei uns. Ich glaube, dass wir es genau wie die Finnen im Hinspiel schaffen können, mit Hilfe der Fans enormen Druck aufzubauen“, zeigt sich Kromm ebenso selbstbewusst wie kampfbereit und glaubt an sein Team: „Ich denke, dass wir zuhause besser sein werden als im Hinspiel. Die Situation ist nicht einfach, aber wir können es auf jeden Fall schaffen.“

lmt