Die Finalwochen beginnen

Einmal mehr ermitteln die Berlin Recycling Volleys und der VfB Friedrichshafen den Deutschen Meister im direkten Duell. Das richtungsweisende Spiel eins der "best of three"-Serie steigt bereits am Sonntag (23. April um 14.30 Uhr) in der ZF-Arena am Bodensee. Weil die Finalserie wegen der überraschenden Teilnahme der Berliner am CEV Champions League Final Four auf maximal drei Partien verkürzt werden musste, stand der Titelkampf zwischen den beiden Spitzenclubs der Volleyball Bundesliga selten unter derartig spannenden Vorzeichen.

2017-03-05

Foto: Günter Kram


Der schwierige und viel zitierte Spagat zwischen nationalen Zielen und internationalem Höhenflug gipfelt für die BR Volleys in diesen Tagen in einem packenden Saisonendspurt mit der Playoff-Finalserie der Bundesliga sowie dem Finalturnier der Königsklasse. Dass sich sein Team dieser enormen Herausforderung stellen darf, erfüllt Cheftrainer Roberto Serniotti mit Stolz: "Dank des Finaleinzugs am Donnerstag gegen Frankfurt ist uns etwas Außergewöhnliches gelungen. Wir haben in zwei Jahren insgesamt sechs Endspiele erreicht, sogar das CEV Champions League Final Four. Natürlich ist und bleibt der Meistertitel unser wichtigstes Ziel, unanhängig davon hat die Mannschaft aber schon jetzt eine großartige Saison gespielt."

Um diese "großartige Saison" mit der Titelverteidigung in der Meisterschaft krönen zu können, wird jedoch ein wahrer Kraftakt von Serniotti und seinem Team vollbracht werden müssen. Physisch wie mental kostete der Triumphzug in der Champions League die Mannschaft sehr viel Energie. Dies belegt allein schon ein Blick in den Saisonkalender: Während die Berliner seit dem Ende der Bundesliga-Hauptrunde insgesamt 40 Sätze in 9 Spielen absolviert haben, waren es für die Friedrichshafener, die sich in dieser Saison leider schon nach der Gruppenphase aus der europäischen Königsklasse verabschiedeten, lediglich 15 Sätze und 4 Partien. Diesen Belastungen kann der BR Volleys Coach aber auch etwas Positives abgewinnen: "Diese vielen Spiele bedeuten natürlich Wettkampfhärte und Wettkampfrhythmus."

Im bisherigen Saisonverlauf war den BR Volleys noch kein Sieg gegen den VfB Friedrichshafen vergönnt. Alle Duelle – in der Bundesliga, beim Supercup und im Pokalfinale – entschied der Rekordmeister für sich. Von dieser Bilanz lässt sich Berlins Trainer jedoch nicht entmutigen: "Für mich ist der VfB in diesem ersten Spiel aufgrund des Heimvorteils zwar der Favorit, aber wir haben absolut keinen Grund, Angst vor Friedrichshafen zu haben. Natürlich ist das eine starke Mannschaft, aber wir schwimmen auf einer Erfolgswelle und werden auch am Bodensee alles geben, um das wichtige Auftaktmatch zu gewinnen", sagt Roberto Serniotti.

Auf die Frage, ob die wegen der Teilnahme am Champions League Final Four in Rom notwendig gewordene Verkürzung der Finals aus seiner Sicht eher ein Vor- oder ein Nachteil ist, antwortet der Italiener mit einem Augenzwinkern: "Ein Vorteil ist es für uns wahrscheinlich nur, wenn wir am Sonntag gewinnen." BR Volleys Manager Kaweh Niroomand bedauert den neuen Modus, sieht aber keine andere Möglichkeit: "Sowohl die beiden Clubs als auch die Liga verlieren dadurch einige ihrer attraktivsten und zuschauerträchtigsten Spiele, aber aufgrund der Rahmendbedingungen gibt es gar keine andere Lösung."

Egal in welchem Modus und unter welchen Vorzeichen, die BR Volleys wollen im Finale um die Meisterschaft noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um eine lange und erfolgreiche Saison möglichst mit einem Titelgewinn zu vollenden.

Sportdeutschland.TV überträgt das Match als Vollproduktion live: www.sportdeutschland.tv/volleyball

Außerdem organisieren die BR Volleys ein Public-Viewing: Das Partnerhotel "Park Inn Alexanderplatz" öffnet am Sonntag ab 14.00 Uhr seine Türen für ein stimmungsvolles Beisammensein der BR Volleys Fans.