Das Team ist komplett

Aus der Sonne Kaliforniens, über die polnische Plusliga, in die deutsche Hauptstadt: Kyle Russell ist der zwölfte und letzte Spieler im BR Volleys Kader für die Saison 2017/18. Mit seinen 23 Jahren gehört der Diagonalangreifer aktuell zum B-Kader der amerikanischen Nationalmannschaft und spielte zuletzt für MKS Bedzin (POL). Nun will er sich beim Champions-League-Teilnehmer in Berlin beweisen.

2017-06-15

Foto: MKS Będzin - photo Wojciech Borkowski


Kyle Russell bringt alles mit, um sich im europäischen Volleyball schon bald einen Namen zu machen. Neben seinem Gardemaß von 2,05 Meter verfügt er über besonderes Talent, gute technische Ausbildung und hohen Ehrgeiz. Nicht ohne Grund schaffte Kyle Russell direkt den Sprung von der University of California in eine der stärksten Ligen der Welt zu MKS Bedzin. Ein weiteres Plus des US-Boys: seine Vielseitigkeit. Bei seinem Profi-Debüt in Polen schmetterte Russell sowohl im Diagonalangriff als ich auf der Außen-Annahme-Position. Bei den BR Volleys soll er vor allem die Konkurrenz auf der Diagonalen beleben.

Russell drückt den Altersdurchschnitt im Kader des achtmaligen Deutschen Meisters auf 26,25 Jahre und ist ein „Perspektivspieler“, wie Manager Kaweh Niroomand erklärt: „Kyle passt hervorragend in unser Konzept. Wir sind bestrebt, einen guten Mix aus gestandenen und entwicklungsfähigen Spielern zu haben. Kyle gehört zu Letzteren. Er kann sich bei uns als langfristige Alternative beweisen. Mit seiner Kultur, Persönlichkeit und seinem spielerischen Potenzial wird er sich gut einfügen.“

Potenzial ist das Stichwort, wenn es um den 23-Jährigen geht. Dieses hat er zuletzt beim Tabellenelften der polnischen Plus-Liga unter Beweis gestellt und tut es aktuell im B-Kader der US-Auswahl. Zuvor genoss der Amerikaner die Ausbildung an der Universität in Irvine, wo beispielsweise auch der französische Starspieler Kevin Tillie sein Handwerk lernte. Für Russell ein besonderer Lebensabschnitt: „Die Zeit an der Universität war die Beste meines Lebens. Ich durfte fünf Jahre lang studieren und mich als Volleyballer auf sehr gutem Niveau entwickeln. 2016 habe ich meinen Abschluss in Anthropologie gemacht und war bereit für etwas Neues.“

„Kyle hatte mehrere Angebote, die sicher höher dotiert waren, aber wir konnten mit unserem Standort und der Perspektive bei ihm punkten. Ich glaube, dass wir in der internationalen Wahrnehmung mittlerweile eine hervorragende Adresse sind. Das wissen auch die Spieler und Kyle hat erkannt, dass er bei den BR Volleys optimale Entwicklungschancen hat“, begründet Niroomand die Entscheidung Russells für den Hauptstadtclub. Zugleich ist die Konkurrenz in Berlin natürlich groß, der Rechtshänder stellt sich dieser Herausforderung aber gern: „Ich freue mich sehr darauf, in der nächsten Saison zum BR Volleys Team zu gehören und hoffe, dass wir gemeinsam großen Erfolg haben werden. Ich erwarte mir viel von dem Training mit Coach Luke Reynolds, außerdem kann ich von so erfahrenen Spielern wie Paul Carroll einiges lernen“, sagt der Mann, der in seiner Freizeit gern auch im Sand schmettert.

Mit der Verpflichtung von Kyle Russell ist der BR Volleys Kader für die neue Saison vollständig. Zu den acht Deutschen Meistern von 2017 (inklusive Youngster Egor Bogachev) werden sich mit Kyle Russell, Adam White, Daan van Haarlem und Georg Klein insgesamt vier Neuzugänge.