Auste für ein Jahr nach Österreich

Maximilian Auste ist eines der größten Volleyballtalente der Hauptstadt und soll mittelfristig auch die Berlin Recycling Volleys verstärken. In der Saison 2017/2018 wird der 20-Jährige jedoch zunächst bei UVC Holding Graz in Österreich erste Erfahrung als Profi sammeln. Im Lager der BR Volleys hofft man, dass sich der Youngster im Ausland weiterhin positiv entwickelt und schon bald den Weg nach Berlin zurückfindet.

2017-07-12

Foto: CEV


Mit einem Doppelspielrecht ausgestattet, stand Maximilian Auste in der abgelaufenen Saison sowohl im Kader des VC Olympia Berlin als auch in dem des Deutschen Meisters. In der Talentschmiede, die das Groß der U21 Nationalmannschaft versammelt, war der Diagonal- und Außenangreifer Kapitän und kam 2016/2017 auf zwölf Erstligaspiele. Eine Knieverletzung in der Hinrunde verhinderte weitere. Bei den BR Volleys blieb er zwar noch ohne Einsatz auf dem Parkett, schnupperte aber immer wieder die Luft im Volleyballtempel. Zuletzt begeisterte Auste mit der deutschen U21 Auswahl das Berliner Volleyballpublikum bei der WM-Qualifikation im Sportforum Hohenschönhausen, wo die Mannschaft von Bundestrainer Johan Verstappen jedoch den Sprung zur Endrunde gegen den späteren Weltmeister Polen knapp verpasste.

Nun sammelt der 2,06-Meter-Mann, dessen Heimatverein der Berliner TSC ist, auf anderem Wege weitere internationale Erfahrung in Graz. Während Weggefährte Egor Bogachev direkt einen langfristigen Vertrag in Berlin unterschreibt, will Auste sich beim Dritten der österreichischen Liga behaupten, mit dem er auch am europäischen Challenge Cup teilnimmt. Sein Weg soll ihn aber bestenfalls schon alsbald zu den BR Volleys zurückführen, wie Geschäftsführer Kaweh Niroomand klarstellt: „Wir haben gemeinsam mit Maximilian nach einer optimalen Lösung gesucht, weil wir bestrebt sind, ihn als Berliner Talent bei uns zu integrieren. Der direkte Sprung wäre ein jedoch momentan zu groß gewesen. Durch die neue Vereinabrung kann er in Graz ein Jahr lang Erfahrung sammeln und dann setzen wir uns wieder zusammen. Max ist in jedem Fall fester Bestandteil unserer Zukunftsplanung.“

Auste selbst will dem ihm aufgezeigten Weg folgen: „Mein Ziel ist klar, irgendwann möchte ich für Berlin spielen. Wie schnell das funktioniert, wird man sehen. Mein Vertrag mit den BR Volleys wurde ausgesetzt, damit ich an anderer Stelle Spielpraxis sammeln kann. Diese Chance möchte ich nutzen, um mich für ein Rückkehr zu empfehlen.“ Gemeinsam mit dem Management des Hauptstadtclubs hat man – auch in der Volleyball Bundesliga – nach einem geeigneten Verein gesucht. Die Wahl ist aus vielerlei Gründen auf die Steiermark gefallen: „Graz ist der zweitgrößte Klub in Österreich. Mit Robert Koch haben sie einen neuen Trainer, der Erfahrung als Spieler aus europäischen Top-Ligen wie Italien mitbringt. Seine Person und das Gesamtpaket haben mich überzeugt. Die Strukturen dort sollen sehr gut sein.“ In der Spreemetropole wird man die Entwicklung von Max Auste jedenfalls genauestens verfolgen und ihn hoffentlich schon bald in der Max-Schmeling-Halle schmettern sehen.