Satter Fehlstart im Rheinland

Die Berlin Recycling Volleys beginnen das Spieljahr 2017/2018 am Ende der Bundesliga-Tabelle. Am Samstagabend setzte es in der Arena Kreis Düren eine – auch in dieser Deutlichkeit – verdiente 0:3-Niederlage (21:25, 22:25, 21:25) gegen die SWD powervolleys Düren. Damit ging der Saisonauftakt für den neuen Cheftrainer Luke Reynolds und sein Team mächtig nach hinten los. Bis zum ersten Heimspiel gegen den TSV Herrsching bleiben nun vier Tage, um schleunigst in die Spur zu finden.

2017-10-14

Foto: Guido Jansen


Unverändert gegenüber dem Volleyball Supercup begannen die BR Volleys mit Paul Carroll, Robert Kromm, Adam White, Sebastian Kühner, Graham Vigrass, Aleksandar Okolic und Luke Perry in der Anfangsformation. Eklatante Annahmeschwächen ließen die Berliner von Beginn an nicht ins Spiel kommen. Statt druckvollem Spiel der Gäste diktierte die Heimmannschaft das Geschehen im ersten Satz (6:11). Dürens Libero Blair Bann überragte in der Annahme und Routinier Stijn D’Hulst verteilte die Bälle geschickt, während bei den BR Volleys die Rädchen zu selten ineinander griffen (10:18). Coach Reynolds korrigierte früh den Annahmeriegel, brachte Steven Marshall für White und später auch Daan van Haarlem auf der Zuspielposition. Helfen sollte es nicht. Düren schnappte sich hochverdient den Auftaktdurchgang (21:25).

Auch im zweiten Satz das gleiche Bild. Die Berliner – weiter mit Marshall und van Haarlem auf dem Court – liefen früh einem Rückstand hinterher (3:6). Kromm (26 % Angriff) und Carroll (37 %) konnten ihre Angriffe zu selten durchbringen (10:14). Erst nach einer Reynolds-Auszeit (15:19) schienen die Männer in den schwarzen Auswärtstrikots kurzzeitig im Rheinland angekommen zu sein: Kromm konnte nach guten Aufschlägen von Okolic ausgleichen (19:19). Aber auch Düren entwickelte weiterhin Druck von der Serviceline. Ein Ass von Romans Sauss wurde zum Genickbruch im zweiten Satz, der ebenfalls verloren ging (22:25).

Die mitgereisten Gästefans versuchten alles, um dem Team positive Energie zu geben, aber es blieb dabei: Die langen, intensiven Ballwechsel entschieden meist die Gastgeber für sich, sodass das Berliner Spiel einfach keine Fahrt aufnahm (10:12). Eine kurze Schwächephase der Dürener ließen Kromm & Co auf ein Comeback hoffen (18:16), doch die deutlich besseren Aufschläge der Powervolleys gaben letztlich den Ausschlag. Die Hauptstädter mussten sich den starken Dürenern auch in der Höhe verdient geschlagen geben (21:25).

Zuspieler Sebastian Kühner haderte mit der eigenen Teamleistung: „Wir haben es nicht geschafft, unser Spiel aufzuziehen. Wenn man schlecht in die einzelnen Sätze startet, läuft man ständig einem Rückstand hinterher. Deshalb hatten wir mehr mit uns selbst zu tun als mit dem Gegner. Düren hat das gut gemacht, war aggressiv und mutig.“ Bis zum Heimspiel gegen Herrsching am Mittwoch (18. Okt um 19.30 Uhr) muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen: „Wir müssen die Eigenfehler abstellen, um das Match in unsere Hände zu bekommen. Es fehlt an Konstanz und Rhythmus, daran gilt es im Training zu arbeiten.“