Tie-Break-Niederlage zum TV-Debüt

Kapitän Robert Kromm versprach den Zuschauern auf SPORT1 ein Spektakel und ein solches boten die BR Volleys und die United Volleys Rhein-Main den Sportfans vor den heimischen Bildschirmen auch. Fünf Sätze lang sah man am Mittwochabend einen intensiven Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Frankfurter - 2:3 (25:14, 23:25, 27:25, 18:25, 10:15). Der Hauptstadtclub verpasste im zweiten Satz in Führung liegend die Vorentscheidung und nahm deshalb letztendlich nur einen Punkt aus einer mit 2.687 Zuschauern gut gefüllten Fraport Arena mit nach Hause.

2017-11-22

Foto: United Volleys


Cheftrainer Luke Reynolds verzichtete in Frankfurt zunächst auf den angeschlagenen Außenangreifer Steven Marshall und so begann Adam White neben Robert Kromm, Paul Carroll, Aleksandar Okolic, Graham Vigrass, Luke Perry und, erstmals von Beginn an, Zuspieler Pierre Pujol.

White eröffnete dann auch sofort den Punktereigen und leitete eine druckvolle Anfangsphase der Berliner ein (8:3). Viele leichtfertige Fehler der Uniteds machten es Kromm & Co leicht, im ersten Satz früh uneinholbar davonzuziehen (16:6). Den ersten langen Ballwechsel blockte Vigrass krachend weg und sein Mittelblock-Kollege Okolic zog wenig später nach. Auch der Doppelwechsel – Kyle Russell für Pujol und Sebastian Kühner für Carroll – tat der flüssigen Spielweise des Meisters zunächst keinen Abbruch. Der Auftaktsatz war schnell gewonnen (25:14).

Pujol ließ sich auch vom zweiten schmerzhaften Ball auf seine Nase nicht beirren und führte sein Team im Folgedurchgang weiter gekonnt an. Vor allem die Berliner Außenangreifer profitierten bis zu diesem Zeitpunkt von den präzisen Pässen des Franzosen und konnten ihre Angriffe regelmäßig ins Ziel bringen (12:8). Der erneute Doppelwechsel beim Stand von 20:17 brachte jedoch plötzlich Unruhe ins Spiel der Gäste. Die Uniteds nutzten die aufkommende Verunsicherung um das Blatt zu wenden und nach Sätzen gleichzuziehen (23:25).

Es sollte vorerst nur eine kurze Schwächephase der Hauptstädter bleiben, die im dritten Durchgang wieder stabiler agierten (7:4, 13:11). Nach zwei fulminanten Aufschlagserien von Williams, der seine australischen Nationalmannschaftskollegen in Verlegenheit brachte, und Karlitzek bekamen die Frankfurter jedoch erneut Oberwasser (18:20). Einmal mehr entschied sich Reynolds den Block mit Kühner groß zu machen, der auch prompt zupackte (24:23). White verwandelte zur neuerlichen Satzführung (27:25).

Zwei einfache Fehler des bis dato stark auftretenden Kromm hatten im vierten Durchgang einen schnellen Rückstand zur Folge (7:10). Dieser wuchs weiter an, als Aciobanitei seine Aufschläge reihenweise auf der Berliner Feldseite platzierte (8:16). Die Gastgeber erschmetterten sich verdientermaßen den Tiebreak (18:25), in dem die BR Volleys nicht mehr zu ihrem Spiel fanden (5:9). Die Uniteds wackelten zwar noch einmal kurz (9:9), aber letztlich blieb Carroll im Block hängen und die verdiente Niederlage war besiegelt (10:15).

Luke Reynolds machte die Pleite an den sich im Matchverlauf verbessernden Aufschlägen der Gastgeber fest: „Wir haben sehr gut angefangen, hatten das Match im Griff. Als der United-Druck im Service zunahm, kamen wir ins Straucheln und konnten unser Spiel nicht wiederfinden.“ Ähnlich sah das auch Libero Luke Perry: „Wir haben ab der Endphase des zweitens Durchgangs nicht mehr unsere Sicherheit in der Annahme ausgestrahlt. Diese Fehler dürfen uns so nicht passieren. Das kann uns nicht zufrieden stellen.“

Nach der zweiten Auswärtsniederlage der Saison haben die BR Volleys nun wieder zweimal die Gelegenheit, es vor heimischem Publikum besser zu machen. Am Samstag (25. Nov um 18.30 Uhr) ist der TSV Herrsching im DVV-Pokal zu Gast in Berlin und vier Tage später (29. Nov um 19.00 Uhr) kommen die AlpenVolleys Haching zum nächsten TV-Spiel erstmals in den Volleyballtempel.