Großartige Kulisse bejubelt Heimsieg

Das war eine rundum gelungene TV-Premiere im Volleyballtempel für die Berlin Recycling Volleys gegen die Hypo Tirol AlpenVolleys Haching! Der Deutsche Meister und der Liganeuling boten den 5.569 Fans in der Arena und den Zuschauern daheim auf SPORT1 ein spektakuläres Spiel, aus dem das Heimteam mit einem 3:1-Sieg (25:20, 21:25, 25:16, 25:23) und drei Punkten hervorging. Damit ist der Abschluss des Heimspiel-Jahres 2017 geglückt.

2017-11-29

Foto: Eckhard Herfet


Coach Luke Reynolds setzte im richtungsweisenden Spiel gegen die AlpenVolleys wieder auf die bewährten Berliner Stammkräfte. Neben Kapitän Robert Kromm sahen die gut 5.500 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle zunächst Paul Carroll, Steven Marshall, Graham Vigrass, Georg Klein, Pierre Pujol und Luke Perry in der Startformation.

Zuspieler Pujol gab in der Anfangsphase des Matches viele Bälle an Carroll, der sich auch von einem starken Hachinger Block nicht beeindrucken ließ und gut in die Partie fand (6:5, 9:9). Nachdem der Australier auch die nächsten drei Angriffe in Punkte verwandelte, konnten die BR Volleys sich in der Folge erstmals absetzen (16:13, 22:18). Die Hauptstädter blieben am Drücker und Carroll besiegelte mit seinem neunten Punkterfolg den ersten Satz (25:20).

Die Hausherren behielten ihren Rhythmus und legten im zweiten Spielabschnitt dank Kromms Breakpunkten gleich wieder vor (7:5). Die Gäste um Trainer Stefan Chrtiansky leisteten jedoch weiterhin starke Gegenwehr und entschieden auch den bis dato spektakulärsten Ballwechsel für sich (9:10). Kromm und Carroll punkteten im zwar verlässlich, aber die AlpenVolleys hielten mit ihren zwei erfahrenen Brasilianern im Mittelblock das Tempo hoch (17:18). Während Chrtiansky mit der Einwechslung von Peter Mlynarcik ein Glücksgriff gelang, trafen die BR Volleys in der Crunchtime zu oft die falschen Entscheidungen und gaben den zweiten Satz verdientermaßen ab (21:25).

Eine Reaktion war gefordert und die zeigte der Deutsche Meister vor allem mit einer verbesserten Annahme. Nur in der Anfangsphase von Durchgang drei war der Spielverlauf ausgeglichen (7:7), dann zogen Kromm & Co unwiederstehlich davon. Mit viel Druck im Aufschlag und stabilem Block ließ man die Gäste nicht mehr zur Entfaltung kommen (12:7, 20:11). Letztendlich blockte Klein nach spektakulärer Fußabwehr von Pujol zur erneuten Satzführung (25:16).

Nun war wieder der Liganeuling am Zug und legte vor (3:8). Reynolds reagierte und brachte mit Aleksandar Okolic neue Energie auf den Court. Beflügelt davon besserte sich die Blockarbeit und die Berliner begannen die Aufholjagd (9:10). Auch Sebastian Kühner kam ins Spiel und servierte dem starken Carroll die schwierigen Bälle punktgenau. Mit dem späteren MVP Steven Marshall am Aufschlag wurde der Satz gedreht (19:17). Der Mittelblock um Okolic packte noch einmal entscheidend zu (22:20) und nach einem Fehlaufschlag der Gäste konnte der letzte Heimsieg 2017 bejubelt werden (25:23).

Luke Reynolds zeigte sich erleichtert über drei wichtige Bundesligapunkte: „Nach den letzten Spielen war das heute ein großer Schritt nach vorn, der uns Selbstvertrauen geben sollte. Die Jungs sind alt genug und haben nach den Niederlagen viel unter sich gesprochen. Das hat gewirkt und daran sollten wir anknüpfen. Man muss es genießen zu spielen, dann hält man auch dem Druck stand.“ Auch in das Gesicht von Robert Kromm war das Lächeln nach Spielende zurückgekehrt: „Man hat heute gesehen, dass wir Spaß hatten, gekämpft haben und dafür belohnt wurden. Das hat sich auf die Zuschauer übertragen und eine tolle Atmosphäre geschaffen.“

Das sah sein Trainer genauso und fügte an: „Was fast noch wichtiger ist, war die Werbung für den Sport. Die Zuschauerzahl, die Live-Übertragung und ein erfolgreiches erstes Match gegen ein deutsch-österreichisches Team sind klasse Schlagzeilen.“ Daran können die BR Volleys in der kommenden Woche anknüpfen, wenn es zum ersten Champions-League-Spiel nach Polen zu Jastrzebski Wegiel geht (06. Dez um 20.30 Uhr).