Erster Auswärtssieg ist das Ziel

Im bisherigen Saisonverlauf war den BR Volleys noch kein Sieg in der Fremde vergönnt. Dieser Umstand soll sich nach dem morgigen Berlin-Brandenburg-Derby bei den Netzhoppers SolWo Königspark KW (09. Dez um 19.00 Uhr) unbedingt ändern. Kapitän Robert Kromm hofft auf viele Berliner Fans, die den Weg in die Landkost Arena Bestensee auf sich nehmen, um dem Deutschen Meister lautstark zur Seite zu stehen.

2017-12-08

Foto: Eckhard Herfet


Nach zwei Bundesliga-Auswärtsniederlagen in Düren und Frankfurt wollten die Hauptstädter am Mittwoch einen Erfolg in der CEV Champions League bei Jastrzebski Wegiel erringen. Doch auch dieses Auswärtsmatch ging deutlich mit 0:3 verloren. Nun soll also im stimmungsvollen Derby in Bestensee der erste Auswärtssieg dieser Spielzeit gelingen. Kapitän Robert Kromm zeigt sich optimistisch: „Zuletzt konnten wir die Netzhoppers immer in Schach halten“, sagt der 33-Jährige, der 2012 bei der einzigen Niederlage in 23 Begegnungen nicht im Kader der Berliner stand.

Nach dem klaren Resultat in der Königsklasse sind im Lager der Hauptstädter die Grundelemente einmal mehr Thema: „Wir müssen weiter daran arbeiten, mehr Druck im Aufschlag zu entwickeln und die Organisation der Annahme zu verbessern. Gelingt uns das in Bestensee, sollten wir mit unserer Athletik Vorteile haben“, weiß Kromm um die Defizite seines Teams. Diesbezüglich gut für die BR Volleys, aber schlecht für die Netzhoppers: Sie müssen auf einen ihrer stärksten Aufschlagspieler, Kapitän und Eckpfeiler Björn Andrae verzichten, der zuletzt an einer Gürtelrosen-Erkrankung litt. Ex-SCC-Meistertrainer Mirko Culic sagt dazu: „Björn kann leider nicht eingesetzt werden. Ich hoffe sehr, dass er sieben Tage später gegen Lüneburg wieder dabei ist“, erklärt der Coach der Königs Wusterhausener. Somit müssen für die Gastgeber am Samstag andere Leistungsträger in die Bresche springen. Dazu zählen Diagonalangreifer Filip Gavenda – aktuell zweitbester Scorer der Volleyball Bundesliga (107 Punkte) – und Mittelblocker Paul Sprung – ligaweit der effektivste Angreifer (65,4 % Effizienz).

Bei den BR Volleys weiß man bestens, was der Gegner kann: „KW hat sich im Testspiel vor der Saison sehr gut präsentiert. Mirko hat eine starke Mannschaft beisammen, die in der Lage ist, die großen Teams zu ärgern“, warnt Robert Kromm vor den Randberlinern. So tat sich auch der bisher unangefochtene Tabellenführer aus Friedrichshafen beim 3:1-Sieg in der „Brandenburger Hölle“ schwer. Geht es nach Kromm, sollen auch die Anhänger des Deutschen Meisters maßgeblich dazu beitragen, dass dieser seinem Titel am Samstag alle Ehre macht: „Wir haben leider kein Heimspiel mehr im Dezember, deshalb ist es für viele Fans vielleicht die letzte Gelegenheit, uns in 2017 noch einmal live zu sehen. Ich hoffe, dass unsere Fans sich zahlreich auf den Weg machen und wir vor einem vollen Haus spielen.“