BR Volleys zeigen Nervenstärke

Das Champions League Spiel beim Montenegrinischen Meister Budvanska Rivijera Budva entwickelte sich für die BR Volleys zum erwartet harten Match. Nicht nur der Gegner, auch die Rahmenbedingungen verlangten den Berlinern alles ab. Am Ende jedoch verwandelte Robert Kromm den ersten Matchball zum umjubelten 3:2 (23:25, 25:23, 18:25, 25:20, 15:13) Auswärtssieg.

2012-11-21

Die BR Volleys feierten in Budva ihren ersten Auswärtssieg in der 2013 CEV Champions League.
Foto: Budvanska Rivijera Budva


„Das war heute ein ganz hartes Stück Arbeit, doch wir haben das Spiel gewonnen, das ist das Wichtigste an diesem Abend“, lautete nach Spielende die erste Reaktion von BR Volleys Coach Mark Lebedew, dem die Erleichterung deutlich anzusehen war. Tatsächlich war eine enorme Energieleistung seiner Schützlinge erforderlich, um den zweimaligen Satzrückstand jeweils auszugleichen und am Ende sogar in einen Sieg zu verwandeln.

Budva präsentierte sich im Vergleich zum Hinspiel in allen Bereichen verbessert, insbesondere die Aufschläge der Montenegriner setzten die Berliner permanent unter Druck. Auf diese Weise entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften, der in einem spannenden Tie-break gipfelte. Im Entscheidungssatz lagen die BR Volleys beim Seitenwechsel bereits mit 8:4 in Front, mussten aber wenig später den 13:13 Ausgleich hinnehmen. In dieser spielentscheidenden Phase bewies der Deutsche Meister jedoch Nervenstärke und verwandelte nach einer Auszeit die nächsten beiden Ballwechsel für sich.

„Unter diesen Bedingungen zu gewinnen, war nicht einfach. Aber wir haben in den entscheidenden Momenten die Energie aufbringen können, um uns gegen alle Widerstände durchzusetzen“, bestätigte Scott Touzinsky das Fazit seines Trainers. Damit spielte der BR Volleys Kapitän auch auf die Leistung des Schiedsgerichts an, denn nicht nur das Team des Gastgebers, sondern auch die einheimischen Linienrichter schienen mit aller Macht einen Sieg der Gäste aus Deutschland verhindern zu wollen.

Mit drei Siegen bei einer Niederlage liegen die BERLIN RECYCLING Volleys aktuell hinter dem ungeschlagenen Tabellenführer Lokomotiv Novosibirsk auf dem zweiten Platz der Vorrundengruppe B. Neben den Gewinnern der insgesamt sieben Gruppen erreichen die fünf besten Zweitplatzierten die Play-off-Runde. Diese bleibt das erklärte Ziel der Hauptstädter, die hierfür voraussichtlich noch einen weiteren Sieg benötigen. Hierzu bieten sich zwei Chancen: am 04.12. vor heimischer Kulisse gegen Novosibirsk und am 12.12. auswärts beim tschechischen Meister Ceske Budejovice.