Die Serie ist zu Ende

Mit 2:3 (25:18, 25:19, 19:25, 22:25, 10:15) unterlagen die BERLIN RECYCLING Volleys am Samstagabend überraschend dem TV Ingersoll Bühl und verloren damit erstmals in dieser Saison ein Bundesligaspiel. Zwei Spieltage vor Ende der Normalrunde haben die Hauptstädter trotzdem eine gute Chance, von der Spitzenposition in die Play-offs zu starten.

2013-02-02 niederlage

Nach der Niederlage in Bühl muss Coach Mark Lebedew seine BR Volleys für die Zielgerade der Saison aufrichten.
Foto: Eckhard Herfet, Berlin


„Wir haben gut und konzentriert begonnen, doch als Bühl den Druck erhöhte, hatten wir heute nicht genug Kraft, um erfolgreich dagegen zu halten“, fasste BR Volleys Coach Mark Lebedew den Spielverlauf zusammen. Tatsächlich konnten seine Schützlinge zunächst an die starken Vorstellungen der letzten Wochen anknüpfen und die ersten beiden Durchgänge souverän mit 25:18 und 25:19 für sich entscheiden.

Ab dem dritten Satz jedoch fanden die Gastgeber immer besser ins Spiel, stabilisierten die Annahme und entwickelten mit ihren Aufschlägen enormen Druck. Während sich die Bühler nun von Punkt zu Punkt steigerten, waren den Hauptstädtern die Strapazen der vergangenen Monate – für die BR Volleys war die Partie am Samstag bereits das 27. Pflichtspiel, für den TV Bühl erst das 19. – deutlich anzumerken. Mit 25:19 ging der dritte Satz klar an die Mannschaft von Trainer Ruben Wolochin und auch den vierten Abschnitt sicherte sich der Außenseiter – diesmal etwas glücklicher – mit 25:22.

Im Tie-break schienen die Kraftreserven des Deutschen Meisters endgültig aufgebraucht zu sein. Die Bühler witterten ihre Chance, steigerten sich – von 1.300 Zuschauern in der neuen Großsporthalle lautstark angetrieben – in einen wahren Spielrausch und verwandelten ihren dritten Matchball zum umjubelten 15:10 Endstand.

„Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir heute verloren haben und unsere tolle Serie damit zu Ende gegangen ist“, kommentierte BR Volleys Trainer Mark Lebedew die erste Niederlage seiner Mannschaft. Gleichzeitig forderte der Austrailer seine Spieler auf, den Blick auf die entscheidende Saisonphase zu richten: „Im Hinblick auf die Tabelle bleiben uns alle Möglichkeiten. In der nächsten Woche werden wir einige Tage frei haben. Das wird unseren Körpern und Köpfen gut tun, so dass wir hoffentlich mit neuer Energie auf die Zielgerade gehen können.“