Die richtige Antwort

Es war keine einfache Ausgangssituation: Nach zwei Niederlagen in Folge – international gegen Trentino und national gegen Düren – mussten die BR Volleys direkt zum wichtigen Champions-League-Match gegen Arkas Izmir reisen. Doch die Berliner lösten die schwierige Auswärtsaufgabe mit Bravour und besiegten den Türkischen Meister am Dienstagabend mit 3:1 (23:25, 25:15, 25:20, 25:21).


2013-10-29

Gegen Arkas Izmir gelang Paul Carroll und den BR Volleys heute der erste Champions-League-Sieg der Saison.
Foto: CEV


„Es war wichtig, diese lange und strapaziöse Reise mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen“, brachte Coach Mark Lebedew seine Freude über den klaren Auswärtssieg zum Ausdruck. Immerhin durften der Trainer und seine Spieler in den letzten acht Tagen nicht weniger als sieben verschiedene Flughäfen besuchen: Berlin-Tegel, Mailand, Verona, Köln, Düsseldorf, Izmir und Istanbul.

Und natürlich waren weder die anstrengenden Reisen, noch die zwei bitteren Niederlagen spurlos am Coach und seinem Team vorüber gegangen. Das wurde am Dienstag vor 3.000 Zuschauern im „Atatürk Voleybol Salonu“ vor allem im ersten Satz deutlich. Zwar spielten sich die BR Volleys zunächst eine klare 17:12-Führung heraus, doch dann schlichen sich – wie schon gegen Trentino und Düren – zahlreiche einfache Fehler in das Spiel der Berliner, die mit jedem Punktgewinn der Türken verunsicherter wirkten. Als Izmir den Durchgang schließlich mit 25:23 für sich entschied, dürften die Fans an den heimischen Bildschirmen schon eine Fortsetzung der Negativserie befürchtet haben.

Doch ihr Team bewies Charakter, demonstrierte Zusammenhalt und zeigte einen enormen Einsatzwillen. Und auch spielerisch konnten die BR Volleys in den folgenden Sätzen durchweg überzeugen. Die Aufschläge kamen nun druckvoller, die Annahme stand stabiler und der Spielaufbau wurde variabler. Der zweite Satz ging mit 25:15 deutlich an die Berliner und spätestens als Kapitän Scott Touzinsky den dritten Durchgang per Einer-Block zum 25:20 vollendete, war das Selbstvertrauen beim Deutschen Meister zurückgekehrt. So dominierten Robert Kromm & Co. auch den vierten Abschnitt, dessen Matchball Paul Carroll mit einem wuchtigen Angriff zum 25:21 verwandelte.

„Natürlich tut es nach den letzten Tagen gut, einen Sieg einzufahren – insbesondere gegen eine internationale Spitzenmannschaft wie Izmir. Gut ist auch, dass wir alle drei Punkte mit nach Hause nehmen können und somit in der Champions League weiterhin die Chance auf das Erreichen der Play-off-Runde haben“, freute sich Mark Lebedew über das Ergebnis, genauso wie über die bevorstehende Heimreise: „Wir alle sehnen uns jetzt nach unseren Familien und Berlin, wo wir neue Kraft für die nächsten Spiele sammeln wollen.“

Am kommenden Samstag müssen die BR Volleys erneut auswärts antreten, dann in der Bundesliga beim Aufsteiger VSG Coburg/Grub (02. Nov um 19.30 Uhr).

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.