Erstes Heimspiel, erster Sieg

Die BR Volleys freuen sich über ihren dritten Sieg in der CEV Champions League: Im ersten Heimspiel der Königsklasse gewannen die Hauptstädter vor 4.111 Zuschauern gegen den Schweizer Meister Energy Investments Lugano mit 3:0 (25:21, 25:18, 25:18). Weil Arkas Izmir zur gleichen Zeit gegen Diatec Trentino unterlag, ist den Berlinern der zweite Tabellenplatz in der Gruppenphase nicht mehr zu nehmen. Die Qualifikation für die Play-offs bedeutet dies jedoch noch nicht.


2013-12-04

4.111Zuschauer erlebten am Mittwochabend einen starken Auftritt des BR Volleys Teams.
Foto: Eckhatd Herfet, Berlin


BR Volleys Trainer Mark Lebedew vertraute über die gesamte Spielzeit von 73 Minuten seiner Stammformation um Zuspieler Kawika Shoji, Scott Touzinsky und Robert Kromm auf Außen-Annahme, Tomas Kmet und Srecko Lisinac im Mittelblock, Paul Carroll auf Diagonal sowie Libero Martin Krystof. 

Zu Beginn des ersten Satzes lieferten sich beide Teams ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle begeisterte. Erstmals absetzen konnten sich die Gastgeber dank einer kleinen Aufschlagserie von Robert Kromm zum 14:11, was Luganos Trainer Mario Motta zur ersten Auszeit zwang. Und diese zeigte Wirkung: Angeführt von Diagonalangreifer Felipe Airton Banderò erzielten die Schweizer vier Punkte in Folge, sodass nun Lebedew den gegnerischen Spielfluss mit einer Auszeit unterbrechen musste. Auch diese Maßnahme erzielte den gewünschten Effekt – die Hausherren holten sich bei 16:15 die Führung zurück und weil in der Endphase Luganos Annahme dank starker Aufschläge Berlins wackelte, stand am Satzende ein 25:21 für die BR Volleys auf der Anzeigetafel.

Den besseren Start in Durchgang Nummer zwei erwischten zwar mit 3:1 die Gäste, doch ab der 5:4-Führung der Berliner war der zweite Satz eine einseitige Angelegenheit. Die BR Volleys bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus und sicherten sich über 10:6, 16:12 und 20:14 den 25:18-Satzgewinn. Souverän spielten Touzinsky & Co. auch im dritten Abschnitt weiter: Schnell setzten sich die Gastgeber auf 8:3 ab und ließen den Eidgenossen durch hervorragende Arbeit in Block und Feldabwehr kaum eine Chance, den Rückstand zu verkürzen. Insgesamt gelangen den Berlinern elf Blockpunkte, während Lugano nur drei für sich verbuchen konnte. Außerdem zwangen die Aufschläge der Hauptstädter den Schweizer Meister immer wieder zu Fehlern im Spielaufbau. Schließlich war es ein Fehlaufschlag der Gäste, der zum 25:18 und damit 3:0-Sieg der
BR Volleys führte.

Coach Mark Lebedew war mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Es war ein gutes Spiel. Wir hatten uns vorgenommen, stark aufzuschlagen, im Block sicher zu stehen und unsere Konzentration hochzuhalten, was uns in dieser Saison nicht immer gelungen ist. Heute hat aber alles sehr gut geklappt, sodass eigentlich nie Zweifel an unserem Heimsieg aufkommen konnten.“

In der Vorrundengruppe D belegen die BR Volleys (nun mit 9 Punkten) weiterhin Tabellenplatz zwei hinter Diatec Trentino (12 Pkt.), können aber von Lugano (2 Pkt.) und Izmir (1 Pkt.) nicht mehr eingeholt werden.
Ihr Ziel haben die Berliner damit jedoch noch nicht erreicht, denn neben den Gruppensiegern qualifizieren
sich nur die fünf besten Gruppenzweiten für die Play-off-Runde.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.