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Zu Gast beim Tschechischen Meister

Mi 07.01.2026
Foto: Andreas Gora
Foto: Andreas Gora

Es ist eine echte Topspiel-Woche für die BR Volleys. Nachdem der Deutsche Meister auswärts beim VfB Friedrichshafen erfolgreich war, empfängt man am Sonntag (11. Jan um 15.00 Uhr) die SWD powervolleys Düren zum direkten Duell um den zweiten Tabellenplatz. Doch zuvor haben die Berliner eine verhältnismäßig kurze Champions-League-Reise vor sich. Per Bus ging es am Mittwochmorgen Richtung Tschechien, wo das Team von Headcoach Joel Banks am Donnerstag (08. Jan um 18.00 Uhr) auf VK Lvi Prag trifft. Wie stark der tschechische Meister sein wird, ist für Moritz Reichert & Co schwer zu prognostizieren.

„Es war wichtig für uns, dass wir gegen einen guten Gegner so einen engen Satz zum Schluss gewonnen haben und dabei als Team zusammengeblieben sind. Dieses umkämpfte Spiel gezogen zu haben, ist für das, was im Januar vor uns liegt, richtig gut“, sprühte Moritz Reichert vor der Abfahrt nach Prag vor Optimismus. Der deutsche Nationalspieler und seine Teamkollegen nehmen ein positives Gefühl aus dem 37:35-Satz- und 3:1-Matchgewinn in Friedrichshafen mit. Der Schwung soll nun in die Königsklasse transportiert werden, wo die Berliner gern ihre Tabellenführung in der Gruppe C verteidigen würden. Nach dem 3:0-Auftakterfolg gegen Guaguas Las Palmas (ESP) haben die BR Volleys gute Karten, müssen jedoch am Ball bleiben. Reichert weiß: „Das Spiel ist extrem wichtig für uns, weil wir gut angefangen haben, das aber wenig wert ist, wenn wir jetzt nicht nachlegen. Es ist eigentlich wieder ein Schlüsselspiel zum Weiterkommen.“

VK Lvi Prag gewann zum Auftakt bei Sir Sicoma Monini Perugia immerhin einen Satz und drehte dabei einen 11:16-Rückstand. Doch anschließend machte der Favorit Ernst und siegte souverän mit 3:1 (24:26, 25:18, 25:19, 25:18). Dies ist die zweite Champions-League-Saison für den Club aus der Goldenen Stadt, nachdem man im Debütjahr 2023/24 durchaus überraschend die Playoff-Runde erreichte. Damals behaupteten sich die Männer von der Moldau hinter dem italienischen Topteam Cucine Lube Civitanova und verwiesen in einem engen Rennen Greenyard Maaseik (BEL) und C.S. Arcada Galati (ROU) auf Platz drei und vier. Auch in der K.o.-Runde mischte Prag voll mit und traf auf einen Gegner, den man nun zwei Saisons später wiedersieht. Gegen Guaguas Las Palmas war damals im „Golden Set“ Endstation (8:15). Headcoach Juan Manuel Barrial gewann mit der Mannschaft in der vergangenen Spielzeit sowohl die tschechische Meisterschaft als auch den Pokal. Im Frühjahr 2025 schrieben Kapitän Jakub Janouch & Co dabei eine besondere Geschichte. 0:2 lag man gegen VK CEZ Karlovarsko im Playoff-Finale bereits zurück und schaffte tatsächlich den „Turnaround“. Dreimal in Folge setzte sich Prag mit 3:0 durch und schnappte dem Konkurrenten noch den Titel weg. Der Verlauf dieser Saison weist Parallelen zu den BR Volleys auf. Nach zwei Niederlagen fand man sich in der Verfolgerrolle wieder, entschied aber in der Liga zuletzt zehn Spiele in Folge für sich.

Vor der ersten Videoanalyse tut sich Reichert schwer mit einer Einschätzung: „Ich glaube, der Gegner ist unberechenbar, weil das Niveau in der tschechischen Liga schwer zu bewerten ist. Mit Sicherheit ist das keine schlechte Mannschaft. Das zeigt allein der Satzgewinn gegen Perugia.“ Neun Tschechen und sieben Legionäre bilden den Kader-Mix bei den „Löwen“. Neben vier weiteren Spielern aus Osteuropa stehen drei Argentinier im Aufgebot. Daran hat sicher Cheftrainer Barrial seine Aktien und zumindest einer kann seiner Mannschaft vorab berichten, was das Team gegen die BR Volleys ungefähr erwartet. Spielführer Janouch spielte zwei Jahre für den VfB Friedrichshafen (2018-2020).

„Wenn man die Spieler nicht kennt, legt man noch mehr Fokus auf die Videosessions und schaut genauer hin. Unsere Trainer haben natürlich mehr zu analysieren als gegen ein uns bekanntes Bundesligateam. Wir bleiben aber auch unserem Mindset treu: Egal, was von der anderen Seite kommt, wir müssen unsere Sachen gut machen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, betont Reichert zum Abschluss und freut sich über die kurze, fünfstündige internationale Auswärtstour: „Das ist mal ganz angenehm im Vergleich zu vielen Bundesligafahrten. Bei dem vollgepackten Kalender ist jede Reise, die nicht ganz so weit ist, willkommen.“ Sicher auch bei den Berliner Fans, die sich auf den Weg über die Grenze machen.

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Streaming
Alle Spiele der CEV Champions League werden in Deutschland auf Sporteurope.tv übertragen – die Matches mit deutscher Beteiligung auch mit Kommentar. Der „All Access“-Pass für die Wettbewerbe der Frauen und Männer kostet 45,00 € für die komplette Saison. Mit „Pay-per-view“ hat man für 6,00 € Zugriff auf ein einzelnes Spiel: https://sporteurope.tv/cev-champions-league-volley-maenner

Public Viewing
Der Fanclub "VolleyTigers" lädt zum "Public Viewing" in die Alte Feuerwache (Marchlewskistr. 6, 10243 Berlin-Friedrichshain / U-Bahnhof Weberwiese) ein.

Champions-League-Spielplan
08. Jan | 18.00 Uhr | Arena Sparta | vs. VK Lvi Prag
21. Jan | 20.30 Uhr | Pala Barton | vs. Sir Sicoma Monini Perugia
27. Jan | 19.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle | vs. VK Lvi Prag
12. Feb | 20.00 Uhr | Gran Canaria Arena | vs. Guaguas Las Palmas
18. Feb | 19.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle | vs. Sir Sicoma Monini Perugia
Tickets auf www.br-volleys.de/tickets

 

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