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Teamspirit - verschieden glauben, gemeinsam handeln: Partnerschaft mit dem House of One

Mo 02.02.2026
Fotos: Pressefoto Gora, Benjamin Pritzkuleit
Fotos: Pressefoto Gora, Benjamin Pritzkuleit

Seit Saisonbeginn haben die BR Volleys ihr gesellschaftliches Engagement um eine neue Kooperation mit dem House of One erweitert. Diese wurde am Samstag erstmals im Rahmen eines Heimspiels des Deutschen Meisters sichtbar, als das interreligiöse Projekt als "Partner des Spieltags" im Volleyballtempel auftrat. Teamspirit - verschieden glauben, gemeinsam handeln - unter diesem Motto steht die Zusammenarbeit, um den friedensstiftenden Gedanken des House of One in die Berliner Bevölkerung und darüber hinaus zu tragen. Zum ersten Aufschlag in der Max-Schmeling-Halle gab es umfangreiche Informationen zur interreligiösen Initiative:

Spendenverdopplung für „einzigartigen Ort des interreligiösen Dialogs“

„Mit dem House of One entsteht in Deutschland ein einzigartiger Ort des interreligiösen Dialogs ­– ein Ort, an dem Juden, Christen und Muslime nicht mehr nur nebeneinander existieren, sondern bewusst miteinander in Beziehung treten“, sagte Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus bei der Informationsveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle vor Spielbeginn. „Dass dieses Projekt voranschreiten kann, ist ohne das Engagement vieler Unterstützerinnen und Unterstützer nicht möglich!“ Klein verkündete zudem den Beginn der dreimonatigen Spendenverdopplungskampagne „Verschieden glauben, gemeinsam handeln“. 

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Ein starker Unterstützer ist bereits der Berliner Volleyball-Bundesligist BR Volleys. Der Deutsche Meister machte mit 3.000 Euro den finanziellen Aufschlag für die Spendenkampagne. Zur Partnerschaft des Vereins mit der Stiftung House One sagt dessen Geschäftsführer Kaweh Niroomand: „Wir müssen die verbindenden Elemente in unserer Gesellschaft stärken und Brücken für den interkulturellen sowie interreligiösen Austausch bauen. Gräben zu schließen und Gemeinsamkeiten zu finden, wird in den kommenden Jahren wichtiger denn je sein. Diesen Geist verkörpert das House of One und setzt damit ebenso ein starkes Zeichen für Frieden. Daher ist dieses Projekt ist für uns als BR Volleys absolut unterstützenswert.“

Am Samstag konnte zudem die interreligiöse Stiftung ihre Arbeit den rund 4.000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle in Berlin vorstellen, die zum Heimspiel der BR Volleys gegen die FT 1844 Freiburg kamen. Im Rahmen der Partnerschaft haben bereits drei der Profi-Spieler mit Schülerinnen und Schülern eine Friedensbotschaft auf dem Bauzaun rund um die House of One-Baustelle hinterlassen.

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Zur Spendenaktion: Klein ist ebenfalls Mitglied des Kuratoriums der Bethe Stiftung aus Essen, die gemeinsam mit der HeLe Avus Stiftung aus Berlin die Spendenverdopplung für das House of One finanziert. Jeder gespendete Euro wird bis zu einer Summe von 100.000 verdoppelt. Insgesamt können so 200.000 Euro für das House of One zusammenkommen. Die Aktion endet am 30. April 2026. Das Geld wird in die interreligiöse Bildungsarbeit fließen, um sie in Zeiten wachsenden Antisemitismus sowie zunehmender Muslimfeindlichkeit zu stärken und in die Fortführung des Bauprojekts. im Herzen Berlins.

Bilanz Bildungsarbeit der Stiftung House of One

Die interreligiöse Arbeit des House of One bringt Menschen in Berlin sowie im In- und Ausland zusammen und das schon lange, bevor das Sakralgebäude errichtet ist. 2025 hat das Bildungsteam allein bis November knapp 6000 Menschen mit Workshops und Veranstaltungen zum Thema religiöse Vielfalt erreicht. Das ist eine Verdopplung der Zahl im Vergleich zum gesamten Jahr 2024. Fast die Hälfte davon waren Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Schulen, Bildungseinrichtungen oder religiösen Gemeinden.

„Schon während der Corona-Pandemie begannen radikale Weltbilder unsere Gesellschaft verstärkt zu spalten“, kommentierte Osman Örs, Imam und theologischer Referent den Anstieg. Parallel stiegen die Anfragen an die Stiftung House of One nach interreligiösen Angeboten, etwa aus dem Pflegebereich, dem öffentlichen Dienst oder aus Unternehmen.

Die Bildungsarbeit des dreiköpfigen, jüdisch-christlich-muslimischen Teams des House of One richtet sich deshalb nicht nur an junge Menschen. „Wir wenden uns gezielt an Multiplikatoren, wie Lehrer, Sozialarbeiter oder Pflegekräfte, um diese zu qualifizieren und so mit unserem überschaubaren Team mehr Menschen erreichen zu können“, erklärte Patricia Böckmann, Theologin und christliche Referentin. Im Rahmen des Projekts “House of One macht Schule“ konnten so z. B. mit 370 Fachkräften aus dem Schulbereich für den Schulalltag drängende religiöse Fragen gezielt erörtert werden – in der interreligiösen Perspektive des House of One, die so neue Sichtweisen und Haltungen eines wertschätzenden gesellschaftlichen Miteinanders eröffnet.

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Ein weiteres Element der Bildungsarbeit ist der Pod- und inzwischen auch Videocast „331- 3 Frauen, 3 Religionen, 1 Thema, der im gesamten deutschsprachigen Raum gehört und gesehen wird. Über 4.000 mal werden jeden Monat die Gespräche über Religion und Alltag zwischen Rebecca Rogowski, Bildungsreferentin bei Hillel e.V., Maike Schöfer, Pfarrerin und christliche Influencerin, sowie Kübra Dalkilic, islamische Theologin, gestreamt oder heruntergeladen. Das Audioformat findet im Religionsunterricht im gesamten deutschsprachigen Raum bis hin zu Universitätsseminaren Anwendung, wie Rückmeldungen von Lehrerinnen und Lehrern sowie Dozenten zeigen.  

Alles weitere zum House of One: https://house-of-one.org/

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