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Neu im Außenangriff: Golden League-Finalist Tom Koops
Ein aufstrebender Niederländer wird zur neuen Saison den Außenangriff der Berlin Recycling Volleys beleben. Als bester Annahmespieler der Volleyball Nations League 2025 und Finalist der European Golden League 2026 wechselt Tom Koops an die Spree. Zuletzt stand der 25-Jährige für Paris Volley (FRA) am Netz. So geht es für ihn von einer Metropole in die nächste – dabei darf eine Sache nie fehlen.
Ohne Niederlage und mit Tom Koops als Stammspieler sind die Niederlande ins diesjährige Finale der European Golden League marschiert. Dort war das junge, talentierte Team von Cheftrainer Joel Banks jedoch Finnland in zwei hart umkämpften Partien jeweils 1:3 unterlegen. Der Titel und der damit verbundene Aufstieg in die Volleyball Nations League gingen damit an die Nordeuropäer mit den Ex-Berlinern Fedor Ivanov und Antti Ronkainen. „Es war schon ein großer Schritt für unsere junge Mannschaft, in den Spielen gegen kleinere Volleyballnationen Dominanz zu zeigen und ein gutes Niveau zu erreichen. Wir haben den Pokal zwar knapp verpasst, aber dennoch können wir stolz sein – und wir haben noch viel Arbeit vor uns“, resümiert Tom Koops den ersten Teil seines Sommers mit der Nationalmannschaft, der im September mit der Europameisterschaft (9. bis 26. Sep) fortgesetzt wird.
Obwohl der 25-Jährige an diesem Erfolg vorbeigeschrammt ist, kennt er bereits das Gefühl, Trophäen zu gewinnen. Zweimal in Folge feierte Koops mit den Orion Stars Doetinchem das Double aus Meisterschaft und Pokal in der heimischen Liga (2023/24 und 24/25). Bei seiner ersten Auslandsstation in Paris konnte er direkt mit dem französischen Pokal nachlegen (25/26). Im Team von Paris Volley nahm der Lockenschopf eine wichtige Rolle ein: „Der Schritt ins Ausland fiel mir nicht schwer, es war keine große Umstellung. Wir hatten ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Nach einem schwierigen Start haben wir den Coupe de France gewonnen, also war letztendlich alles gut. Für mich persönlich war der Schluss bitter, da eine Rückenverletzung meiner Saison vorzeitig ein Ende setzte.“

Für die Aufgaben mit den „Lange Mannen“ meldete sich Koops aber wieder fit, schließlich wurde er dort zur festen Größe. Denn international sorgte der 1,92-Meter-Mann in der VNL-Saison 2025 für Aufsehen, als er im Ranking aller Annahmespieler ganz vorn lag und elf Punkte im Schnitt erzielte. Das entging natürlich auch Andrea Anastasi nicht: „Tom ist ein sehr interessanter Spieler, den ich schon seit Jahren auf dem Radar habe. Er bringt Balance in jede Mannschaft. Seine Stärken liegen vor allem im Hinterfeld, mit großartigen Fähigkeiten im Aufschlag, im Pipe-Angriff, in der Annahme und in der Abwehr“, beschreibt der Headcoach Berlins neue Nummer 14 und sieht zugleich Stellschrauben für die Trainingsarbeit: „Tom kann sich in der ersten Linie noch entwickeln. Ich möchte ihm helfen, sich in schwierigen Angriffssituationen und im Block zu verbessern.“ Das Potenzial hat Koops auch bei sich selbst ausgemacht: „Meine Schwächen sind wahrscheinlich meine Körpergröße und meine Blockfähigkeit“, während er bei der Beschreibung seiner Stärken mit seinem neuen Trainer übereinstimmt.
Geschäftsführer Kaweh Niroomand schätzt solche technisch versierten Spielertypen und traut Koops eine wichtige Rolle zu: „Tom bringt Stabilität ins Team. Wir werden uns im Außenangriff wieder so aufstellen, dass wir viele Optionen haben. Mit Ruben und Tom können wir bei Bedarf eine sehr starke Annahme aufbieten. Gleichzeitig erhoffen wir uns, dass Nolan Flexen den nächsten Schritt als wichtiger Angreifer macht.“

Koops wechselt somit von einer Weltstadt in die nächste, doch der Volleyballverein ist für ihn noch einmal attraktiver: „Was mich am meisten reizt, sind ganz klar die Fans und die Geschichte der BR Volleys. Diese Chance, für einen so erfolgreichen Verein zu spielen, möchte man sich nicht entgehen lassen.“ Die „Geheimzutat“ für weitere Erfolge im neuen Trikot verrät Koops bei der Frage nach einem Funfact über ihn: „Ich achte immer darauf, dass ich meinen liebsten niederländischen Snack im Gefrierschrank habe: Kroketten.“
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