Familienzusammenführung auf hawaiianisch

Zur Saison 2014/2015 verstärken sich die BR Volleys mit dem US-Nationalspieler Erik Shoji. Durch die Verpflichtung des Liberos aus Hawaii wird – nach den Brüdern Norbert und Eckhard Walter – bereits zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte ein Brüderpaar im Kader von Berlins Volleyballteam Nr. 1 stehen. Zuspieler Kawika Shoji trägt bereits seit drei Jahren das Trikot des Deutschen Meisters.


2014-06-12

Neu im Annahme-Riegel der BR Volleys: US-Nationalspieler Erik Shoji.
Foto: FIVB


Der 24-jährige Erik Shoji wechselt von Hypo Tirol Innsbruck aus Österreich, wo er in der abgelaufenen Saison sowohl die Meisterschaft als auch den Pokal gewann, in die deutsche Hauptstadt. In der Saison 2012/2013 war der jüngere der beiden Shoji-Brüder schon einmal in der Bundesliga aktiv, damals für Chemie Volley Mitteldeutschland. Am Ende dieses Spieljahres belegte Erik Platz drei in der Rangliste der besten Annahme-Spieler und stellte damit sein herausragendes Talent unter Beweis.

„Mit seinen Stärken in Annahme und Abwehr wird Erik uns in der kommenden Saison noch flexibler machen“, nennt Kaweh Niroomand einen der Gründe für die Verpflichtung des Nationalspielers, der seit 2013 zum Stammpersonal seines Heimatlandes gehört und zurzeit mit Team USA in der FIVB World League unterwegs ist (aktuell auf Platz 1 der Annahme-Statistik). „Wir werden mit zwei Weltklasse-Liberos in die neue Saison gehen und haben demzufolge mehr Möglichkeiten, unsere Defensive erfolgreich zu organisieren“, so der BR Volleys Manager.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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