Bontje verstärkt den Mittelblock

Der Niederländer Rob Bontje wird die BERLIN RECYCLING Volleys in der kommenden Saison auf der Mittelblock-Position verstärken und Srecko Lisinac, der zu seinem polnischen Stammverein PGE Skra Belchatow zurückkehrt, ersetzen. Bontje erhält beim Deutschen Meister einen 1-Jahres-Vertrag und bildet gemeinsam mit Tomas Kmet und Felix Fischer das Berliner Mittelblock-Trio 2014/15.


2014-07-02

Der holländische Nationalspieler Rob Bontje wechselt zum Deutschen Meister nach Berlin.
Foto: FIVB


Mit dem 33 Jahre alten niederländischen Mittelblocker holen sich die BR Volleys jede Menge Erfahrung und Qualität ins Team. Der Nationalspieler, der mit den Niederlanden bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen den 9. Platz errang, kann auf einen beeindruckenden Lebenslauf zurückblicken. Nach dem Weggang aus seiner Heimat spielte Bontje sieben Jahre lang in der starken italienischen Liga für Top-Clubs wie Padua, Verona und Treviso. Mit Sisley Treviso gelang ihm 2011 sein bisher größter Erfolg, der Gewinn des europäischen CEV-Cups. Anschließend wechselte der 2,06m große Blockspieler zum polnischen Spitzenteam Jastrzębski Węgiel, mit dem er 2013 und 2014 den dritten Rang in der Meisterschaft belegte. Sein letzter internationaler Erfolg liegt noch nicht weit zurück. Beim Champions-League-Finalturnier im März in Ankara verlor Jastrzębski zwar das Halbfinale gegen den Gastgeber, gewann aber das Spiel um die Bronzemedaille gegen Zenit Kazan mit 3:1.

„Rob Bontje wird uns mit seiner großen internationalen Erfahrung in der kommenden Saison, vor allem in der Champions League, enorm weiterbringen“, freut sich Trainer Mark Lebedew über seinen neuen Mittelblocker. „Es war natürlich nicht einfach, einen adäquaten Ersatz für Srecko Lisinac zu finden. Aber ich überzeugt, mit Rob Bontje ist uns das gelungen. Vor allem im Angriff und mit seinen starken Aufschlägen wird er eine echte Verstärkung für uns sein“, nennt BR Volleys Manager Kaweh Niroomand die wichtigsten Gründe für die Verpflichtung des Niederländers.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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