Nachfolger gefunden

Die BR Volleys sind auf der Suche nach einem adäquaten Nachfolger für den nun als Sportdirektor agierenden Ex-Außenangreifer Roko Sikiric fündig geworden. Der Italiener Francesco De Marchi wechselt vom französischen Club Rennes Volley nach Berlin und unterschrieb einen Einjahresvertrag beim Deutschen Meister.


 

2014-07-23

Der Italiener Franceso De Marchi komplettiert das BR Volleys Team 2014/2015.
Foto: BR Volleys


Der heute 28-jährige wurde in der Volleyball-Schule des italienischen Renommee-Clubs Sisley Treviso ausgebildet und sammelte dort auch seine ersten Profierfahrungen. Anschließend spielte De Marchi bei weiteren italienischen Vereinen wie Padua, Verona und Molfetta, ehe er im Verlauf der letzten Saison nach Frankreich zu Rennes Volley wechselte. In den Jahren 2011 und 2012 stand der 1,93 m große Außenangreifer im erweiterten Weltliga-Kader der Nationalmannschaft seines Heimatlandes. 

„Francesco ist genau der Spieler, den wir für diese vakante Position gesucht haben“, spricht BR Volleys Coach Mark Lebedew über die Neuverpflichtung. „Er ist ein nahezu kompletter Spieler, stark in der Annahme, aber auch im Angriff“, so der Australier. BR Volleys Manager Kaweh Niroomand sieht dies genauso und ist „froh, dass sich Francesco für uns entschieden hat, denn er ist in meinen Augen eine optimale Ergänzung für unser Team.“ 

Francesco De Marchi komplettiert den Kader des Hauptstadtclubs für die Saison 2014/2015 und ist neben Rob Bontje, Christian Dünnes und Erik Shoji der vierte Neuzugang beim Deutschen Meister. 

Das BR Volleys Team 2014/2015 
Zuspiel: Kawika Shoji, Sebastian Kühner 
Diagonal: Paul Carroll, Christian Dünnes, Aleksandar Spirovski 
Mittelblock: Tomas Kmet, Felix Fischer, Rob Bontje 
Außen-Annahme: Scott Touzinsky, Robert Kromm, Francesco De Marchi 
Libero: Martin Krystof, Erik Shoji

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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