BR Volleys setzen Ausrufezeichen!

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewannen die Berlin Recycling Volleys das Prestigeduell beim VfB Friedrichshafen klar mit 3:0 (25:18, 25:20, 25:22). Das Team um Kapitän Robert Kromm zeigte sich gegenüber der knappen Niederlage in der Champions League gegen Arkas Izmir verbessert und bestach durch sichere Annahmen und starke Blockarbeit. Dank des Siegs vor 2.111 Zuschauern in der ZF Arena kletterten die Berliner auf Tabellenplatz zwei der Volleyball Bundesliga und bleiben weiterhin ohne Satzverlust.


2015-11-08

Foto: Günter Kram


Trainer Roberto Serniotti veränderte seine Starting-Six erstmalig im Saisonverlauf auf einer Position. Mittelblocker Felix Fischer, der schon gegen Izmir das Spiel des Vizemeisters von der Bank belebte, durfte für Tomas Kmet von Beginn an ran. Fischer und Co. starteten dann auch gleich hellwach in das Duell mit dem langjährigen Rivalen. Bis zur ersten technischen Auszeit konnten die Berliner eine 8:4 Führung herausspielen, die durch eine starke Aufschlagserie von Paul Lotman auf 16:6 ausgebaut wurde. Die BR Volleys blieben dran und erhöhten den Druck auf den Titelverteidiger. Zwar stemmte sich Friedrichshafen noch einmal gegen den drohenden Satzverlust (19:13), doch dank starken Side-Out-Spiels entschieden die Hauptstädter den ersten Durchgang mit 25:18 für sich.

Im zweiten Satz erwischte der VfB den besseren Start. Nach schnellem 1:4 Rückstand gerieten die Berliner zur Auszeit mit 5:8 ins Hintertreffen. Doch das Team um den umsichtig agierenden Zuspieler Tsimafei Zhukouski kam zurück und als Paul Lotman mit zwei Service-Winnern auf 14:14 stellte, war der Spielverlauf wieder offen. Das Match stand auf der Kippe, aber erfolgreiche Abschlüsse von Robert Kromm und Paul Carroll brachten eine 21:17 Führung. Beim Stand von 24:20 nahm Serniotti eine beruhigende Auszeit, ehe Zuspieler Tomas Kocian mit einem Aufschlag ins Netz den 0:2 Rückstand für den Meister besiegelte.

Die bärenstarke Annahme um Libero Erik Shoji gab den Hauptstädtern auch in der Folgezeit immer wieder die Möglichkeit, ein sicheres Offensivspiel aufzuziehen und so ging man im dritten Satz erneut schnell mit 8:3 in Führung. Friedrichshafen gab sich zwar nicht auf, doch obwohl die Hausherren zwischenzeitlich auf 16:13 verkürzen konnten, wirkten die Berliner eingespielter und zielstrebiger. Carroll, mit 19 Punkten einmal mehr bester Scorer seines Teams, veredelte die gute Abwehrarbeit und mit einem Ass schlug Zhukouski zum 20:16 auf. Felix Fischer war es am Ende vorbehalten, mit einem von insgesamt neun BR Volleys Blocks das Match per 25:22 zu entscheiden.

Berlins Trainer Roberto Serniotti war nach dem Spiel überaus stolz auf seine Mannschaft: "Gratulation an mein Team zu diesem großen Sieg. Nach der knappen Niederlage am Mittwoch haben wir eine tolle Reaktion gezeigt. Die Spieler waren in den entscheidenden Moment hochkonzentriert und haben als Mannschaft sehr gut gearbeitet." Diese Schlüsselmomente sah er vor allem im zweiten Satz: "In diesem Durchgang hatten wir einige kritische Phasen zu überstehen, doch wir haben auf unsere Gelegenheit gewartet und durch klasse Aufschläge von Lotman den  Satz gedreht. Hätten wir diesen Satz abgegeben, wäre es noch ein ganz schweres Match geworden." Für den Italiener war sein erster deutscher Volleyball-Klassiker ein ganz besonderes Erlebnis: "Ich bin dankbar, ein solches Spiel als Trainer erleben zu dürfen und es mir nicht zuhause vor dem Fernseher anschauen zu müssen. Es war ein wirklich schöner Sieg."

Nach diesem Ausrufezeichen im Meisterschaftskampf rangieren die BR Volleys nun hinter den United Volleys RheinMain auf dem zweiten Tabellenplatz und haben bei einem Spiel weniger eine makellose Bilanz von 9:0 Sätzen vorzuweisen. Schon am kommenden Samstag (14. Nov um 18.30 Uhr) kommt es in der heimischen Max-Schmeling-Halle gegen die drittplatzierten und punktgleichen SWD powervolleys Düren zum nächsten wichtigen Spitzenspiel.

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