Rang zwei gesichert

Die BR Volleys gehen als Zweitplatzierter in die diesjährigen Playoffs der Volleyball Bundesliga. Nach einem 3:0-Heimerfolg (25:23, 25:11, 32:30) am Samstagabend im Berlin-Brandenburg-Derby gegen die Netzhoppers SolWo Königspark KW ist den Hauptstädtern dieser Rang nicht mehr zu nehmen. Vor mehr als 4.000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle war Adam White Berlins Topscorer (15 Punkte) und zugleich "Sports&Travel"-MVP.

2018-03-10

Foto: Eckhard Herfet


Stelian Moculescu schickte im Derby eben jenen Adam White gemeinsam mit Steven Marshall, Paul Carroll, Pierre Pujol, Aleksandar Okolic, Graham Vigrass und Libero Luke Perry auf die Platte. Seine Männer heizten dem Volleyballtempel mit zwei Blockpunkten (Vigrass und White) sofort mächtig ein (3:0), sahen sich aber mutigen Netzhoppers gegenüber, die unbekümmert aufspielten (7:5). Auch oder gerade weil es Pujol an der ein oder anderen Stelle mit der Spielfreude übertrieb, entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Bester Beleg war Carrolls Punkt nach aufregendem Ballwechsel (10:8). Nach einem Block von Okolic zur zweiten technischen Auszeit durfte kurzzeitig auch Sebastian Kühner ran (16:13). Das junge Gästeteam konnte sich hingegen auf seinen Star Björn Andrae verlassen, der mit einem Ass das Spiel wieder ausglich (20:20). Mit einer Aufschlagserie von Carroll schien der Durchgang entscheiden, aber ein Block von Paul Sprung sorgte noch einmal für Spannung (23:22) – sein abschließender Aufschlag ins Netz jedoch weniger (25:23).

Beflügelt vom Satzgewinn agierten die BR Volleys nun dominanter. Pujol zeigte sein bekanntes Schmunzeln, als er das Drückduell gegen Robin Hafemann gewann (5:2). Mit Marshall als sichere Bank in der Annahme und White als verlässliche Option im Angriff diktierte der Deutsche Meister den zweiten Satz (14:7, 17:9). Der MVP des Spiels, Adam White, ließ die Gäste aus dem Dahmeland mit seinen Aufschlägen nicht mehr zur Entfaltung kommen und streute zu diesem Zeitpunkt bereits sein viertes Ass ein (24:10). Vigrass beendete den zweiten Durchgang schließlich per Schnellangriff (25:11).

Mit Kapitän Robert Kromm für Marshall ging es in den dritten Spielabschnitt, den die Hauptstädter zunächst wieder diktierten (4:2). Zwar ließ sich Andrae nach einem spektakulären Punkt völlig zurecht feiern (7:6), aber die Hausherren hatten weiterhin den druckvollen Aufschlag von White auf ihrer Seite (10:6). Der Netzhoppers Jungspund Theo Timmermann zeigte den aber auch und der als Diagonalangreifer aufgebotene Andrae sowie Hafemann wussten die wuchtigen Aufschläge des Lockenschopfs für wichtige Punkte zu nutzen (12:13). Die Gäste kämpften tapfer um ihren Satzgewinn (18:18), profitierten dabei von 15 (!) Eigenfehlern der BR Volleys und hatten sogar die erste Chance auf ihren verdienten Lohn (23:24). Die wehrte White im dritten Anlauf ab und nachdem die Gastgeber fünf Matchbälle vergaben – unter anderem Kromm ohne gegnerischen Block – machte Carroll den Sack endgültig zu (32:30).

KW-Außenangreifer Theo Timmermann haderte mit den vergebenen Satzbällen: „Wir hätten gern den dritten Satz gewonnen, die Chancen dazu waren da. Berlin bestraft sowas natürlich sofort. Im zweiten Durchgang hatten wir einen Hänger und vielleicht zu viel Respekt. Man muss aber auch anerkennen, dass Berlin heute einfach stärker war.“

Beim MVP Adam White litt die bis dato starke Angriffsquote im dritten Satz: „Ich bin glücklich, aber nicht zu einhundert Prozent mit meiner eigenen Leistung zufrieden. Mein Schwächeln trug dazu bei, dass das Team etwas aus dem Rhythmus kam. Das ist keine Frage von Druck, sondern Konzentration. Im zweiten Satz waren wir sehr aggressiv im Aufschlag. Das müssen wir auch am Mittwoch gegen Friedrichshafen zeigen. Die Kulisse war heute einmal mehr hervorragend, aber hoffentlich sind es am Mittwoch sogar noch mehr Zuschauer. Das Match hätte es allemal verdient“, freut sich der Australier auf das erste Champions-League-Duell gegen den VfB Friedrichshafen (14. März um 19.30 Uhr in der Max-Schmeling-Halle).

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