Playoff-Auftakt: Heimvorteil als Pfund

Insgesamt zehn Mal trafen Berlin und Lüneburg seit dem Bundesliga-Aufstieg der Niedersachsen im Jahr 2014 aufeinander. Dabei gewann in 90 Prozent der Fälle die gastgebende Mannschaft. Gut also, dass die BR Volleys in der „best-of-three“ Serie des VBL-Playoff-Viertelfinals einmal häufiger auf den Heimvorteil bauen können als das SVG-Team von Coach Stefan Hübner. Das erste Mal wollen Kapitän Robert Kromm und Co dieses Plus am Mittwochabend (28. März um 19.30 Uhr) zum Playoff-Auftakt in die Waagschale werfen.

2018-03-27

Foto: Eckhard Herfet


Ein Saisonziel, nämlich das Wichtigste, bleibt Berlins Volleyballteam Nr. 1 nach einer bisher durchwachsenen Saison noch: Die Titelverteidigung der Deutschen Meisterschaft. Dies hat Manager Kaweh Niroomand nach Beendigung der Bundesliga-Hauptrunde noch einmal bekräftigt: „Wir müssen die verbleibenden hoffentlich sechs Wochen nutzen, um ins Finale zu kommen und vielleicht sogar den Titel zu gewinnen.“

Nach dem überzeugenden Heimerfolg gegen Bühl am Wochenende (3:0) ist der Glaube an die eigene Stärke im BR Volleys Lager spürbar, obwohl man in der Woche zuvor gleich dreimal gegen den VfB Friedrichshafen das Nachsehen hatte. „Wir sind seitdem besser geworden und können mit Selbstvertrauen gegen Lüneburg antreten“, sagt Kapitän Robert Kromm mit Blick auf die herbe 0:3-Schlappe vor anderthalb Monaten in der Hamburger CU Arena. Damals zeigten die Berliner eine desolate Vorstellung und verloren gegen entfesselt aufspielende Gastgeber auch in dieser Deutlichkeit verdient. Weil man mit der Heimstärke der "LüneHünen" bereits mehrfach unliebsame Bekanntschaft gemacht hat, soll zum Start des Playoff-Viertelfinals unbedingt ein Heimsieg her, um nicht beim Rückspiel am Samstag vor dem Saisonaus zu stehen. Kromm versucht sich als Psychologe: „Die Lüneburger haben in den Köpfen, dass sie uns schon mal geschlagen haben und treten daher vielleicht nicht so befreit auf.“

Wer geht mit dem Druck besser um? Das ist von jeher eine Schlüsselfrage in der wichtigsten Saisonphase. SVG-Trainer Stefan Hübner gab sich nach dem Hauptrunden-Abschluss, der gegen Friedrichshafen daheim 0:3 verloren ging, gelassen: „Wir haben nun mal eher junge, interessante, entwicklungsfähige Spieler und keine international gestählten Routiniers wie viele andere Vereine. Deshalb ist Platz sieben für uns eine gute Leistung. Die Mannschaft hatte zwar als internes Ziel Platz sechs ausgegeben, was wir nicht erreicht haben. Das ist aber kein Weltuntergang – denn vielleicht geht ja nun noch etwas“, stellte der Coach seinen Fans in Aussicht. Fünf gute Gründe – von „den besten Fans der Liga“ bis hin zu „einem Team, das wirklich ein Team ist“ – nannten die Lüneburger zuletzt in einer Mitteilung, die dafür sprechen, warum man nach dem denkbar knappen Ausscheiden im Playoff-Halbfinale vor zwei Jahren dieses Mal gegen Berlin klappen soll.

Das wollen Kromm und Co natürlich verhindern und mit einem Heimerfolg in die kurze Serie starten. Dabei können voraussichtlich auch die zuletzt an Knieproblemen laborierenden Aleksandar Okolic und Paul Carroll wieder helfen. Die werden sich, gemeinsam mit ihren Teamkollegen und dem Gegner, in den Nebenhallen des Volleyballtempels für den ersten Schlagabtausch bereit machen, denn zuvor wird der Court in der Arena von bis zu 1.000 Kindern gestürmt, die vom Hauptstadtclub und seinem Titelsponsor Berlin Recycling mit neuen Trikotsätzen ausgestattet wurden. Dabei soll ein imposantes BIG PICTURE entstehen und somit ein weiteres großes Zeichen für den Nachwuchs gesetzt werden. Nach dem offiziellen Aufwärmprogramm geht es dann direkt im Anschluss um den ersten Playoff-Sieg der Saison 2017/2018.

Verfolgen kann man das Spektakel auf der eigens für das Match gestalteten Social Wall mit kommentiertem Livestream auf www.br-volleys.de oder, besser noch, live in der Max-Schmeling-Halle. Tickets dafür gibt es hier: http://bit.ly/playoffauftakt_2018

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