Yes! Yes! Yes! – Kyle Russell bleibt beim Hauptstadtclub

Auch in der kommenden Spielzeit trägt Kyle Russell das orange Trikot der BR Volleys. „Der Kalifornier mit den Bizeps-Bergen“ oder „der Mann mit dem Magnum-Schnäuzer“ wie ihn die Berliner Presse liebevoll nannte, ist nach einer Saison in der Hauptstadt voll angekommen und will neben weiteren Titeln auch mehr Spielzeit einheimsen.

2018-07-11

Foto: Eckhard Herfet


Beide Vertragsparteien, sowohl Club als auch Spieler, nahmen sich nach Saisonende die nötige Zeit, um eine Bilanz der Zusammenarbeit zu ziehen – mit positivem Ausgang: Kyle Russell wird also seinen noch bis 2019 laufenden Zweijahreskontrakt bei Berlins Volleyballteam Nr. 1 erfüllen. Hinter dem Platzhirsch Paul Carroll nahm Russell in seiner Debütsaison zwar meist die Rolle des Reservisten ein, doch schwächelte die Berliner Punktemaschine aus Australien, sprang der US-Boy hochmotiviert ein und hatte zahlreiche Glanzmomente. So zum Beispiel im DVV-Pokal-Achtelfinale beim Tiebreak-Erfolg gegen Düren, als nach seiner Einwechslung ein 0:2-Satzrückstand gedreht wurde und doch noch der Einzug in die nächste Runde gelang.

Begeistert hat Russell die BR Volleys Fangemeinde aber vor allem in den ersten beiden Playoff-Finalduellen mit dem VfB Friedrichshafen, in denen er sich mit seiner überragenden Athletik als wahres „Block-Monster“ entpuppte und im zweiten Endspiel im Volleyballtempel sogar zum Topscorer avancierte. Spätestens nach diesen Auftritten brannte sich sein spezieller Jubel als Markenzeichen bei Fans und Gegnern ein. Beide Arme mit gehobenen Zeigefingern dreimal in die Höhe gestreckt kombiniert mit einem lauten „YES! YES! YES!“  – dieses Jubelritual hat das Publikum in der Max-Schmeling-Halle inzwischen verinnerlicht und wird es sicher auch in der Saison 18/19 häufig zelebrieren können. Russell klärt auf: „Die Geste stammt vom US-Wrestler Daniel Bryan, der den Namen „Yes-Yes-Yes-Man“ hat. Auch mein Lieblingsbaseballteam, die San Francisco Giants, haben die Symbolik übernommen. In Amerika kennt das nahezu jedes Kind.“

Vor einem Jahr als „Perspektivspieler“ von MKS Bedzin aus Polen geholt, bekommt der Amerikaner nun also weiterhin die Chance, sich in Berlin zu beweisen. BR Volleys Manager Kaweh Niroomand lobt den studierten Anthropologen als „vorbildlichen Sportsmann, der mit seiner positiven Energie immer alles für unser Team gibt“ und sieht dennoch Steigerungspotenzial: „Jeder konnte sich im letzten Jahr von seiner überragenden Athletik überzeugen. Für Kyle wird es jetzt darum gehen, sich technisch weiterzuentwickeln. Mit Stelian als Trainer hat er bereits wichtige Fortschritte gemacht. Jetzt muss er mit Cedric intensiv weiterarbeiten.“

Seinen ersten Titel mit den BR Volleys hat Russell in der Tasche, möchte aber weitere feiern: „Die Stadt, der Verein, die Fans – hier passt das alles zusammen. In Berlin strebt man immer nach dem Maximum und das ist auch mein persönlicher Anspruch.“ Bevor sich der 24-Jährige diesem stellt, verbringt Russell den Sommer noch in seiner kalifornischen Heimat bei seiner Familie und seiner Freundin Allison. Jüngst zelebrierte er in diesem Kreis ausgiebig den amerikanischen Unabhängigkeitstag. „Ich tanke hier wertvolle Kraft für die neue Spielzeit“, sagt der Diagonalangreifer und freut sich dennoch schon „riesig auf den Saisonstart im Oktober!“

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