Die Punkte-Trauben hängen hoch

Für die BR Volleys geht es an diesem Wochenende sowohl sportlich als auch geografisch hoch hinaus. Zum zweiten Mal in der Geschichte der Volleyball Bundesliga trägt der Hauptstadtclub ein Punkspiel in Österreich aus. Am Sonntag (02. Dez um 18.00 Uhr) wollen die Berliner beim bislang ungeschlagenen Tabellenführer Hypo Tirol AlpenVolleys Haching in der Olympiahalle Innsbruck bestehen.

2018-12-01

Foto: Eckhard Herfet


Der kommende Gegner aus dem Alpenraum hat jüngst die „Wochen der Wahrheit“ ausgerufen. Der Start in jene ist den Österreichern, die mit der Lizenz des Traditionsclubs aus Haching in der VBL antreten, bereits geglückt. Am Donnerstagabend siegte man im CEV-Cup gegen Novi Sad (SRB) mit 3:2. Der serbische Meister scheiterte erst in der letzten Qualifikationsrunde zur CEV Champions League, war also weitaus mehr als nur ein Gradmesser. Nicht nur international konnten die AlpenVolleys im bisherigen Saisonverlauf überzeugen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Chrtiansky gewann bislang alle fünf Bundesligaspiele der Normalrunde ohne Punktverlust. Einzig im DVV-Pokal-Achtelfinale musste man das Ausscheiden auswärts bei den starken Powervolleys in Düren verschmerzen.

Diese Ergebnisse zeigen eindrucksvoll: Manager Hannes Kronthaler hat seinen Ankündigungen Taten folgen lassen und das Team gegenüber der Vorsaison noch einmal verstärkt. Das Konzept der Innsbrucker, auf eine Riege brasilianischer Legionäre zu setzen, findet in dieser Spielzeit eine Fortsetzung. Gleich vier Akteure mit südamerikanischem Feuer stehen im Kader der AlpenVolleys. Zwei, die dabei besonders herausstechen, sind Außenangreifer Hugo de Leon (aktuell zweitbester Scorer der Liga / 92 Punkte) und Zuspieler Danilo Gelinski (drittbester Aufschläger / 13 Asse). Überhaupt kommen die Hachinger mit sehr hohem Druck im Aufschlag daher, das weiß auch BR Volleys Cheftrainer Cedric Enard: „Sie verfügen über viele Spieler mit erstklassigen Sprungaufschlägen. Darauf müssen wir gefasst sein.“

Die jüngsten Leistungen seines Teams (Maaseik 3:1 / Netzhoppers 3:0) waren für den Franzosen „Ok“ und „speziell unter dem Gesichtspunkt, dass wir vier schwierige Spiele in zwei Wochen hatten“, könne man mit den Ergebnissen durchaus zufrieden sein. Mit Blick auf das tabellarisch richtungsweisende Match am Inn wünscht sich 42-Jährige nun hohe Konzentration von seiner Mannschaft: „Gegen diese Qualität am Service müssen wir die Annahme zusammenhalten.“ Wenn dann Benjamin Patch so ins Fliegen kommt wie jüngst beim Pokalspiel in Bestensee (85% Angriffsquote), sollte für das BR Volleys Team auch in Tirol etwas möglich sein. „Man spürt bei Ben, dass er sein Talent hier unbedingt zeigen möchte. Das Spiel bei den Netzhoppers wird ihm hoffentlich wichtiges Selbstvertrauen geben. Aber auch Kyle genießt mein volles Vertrauen und hat das bisher oft zurückgezahlt“, kann sich der Headcoach auf seine zwei Diagonalangreifer verlassen.

Enard sieht ähnliche Qualitäten beim Tabellenführer: „Auch Haching verfügt über zwei gleichwertige Spieler auf der Position und ist auf dem Court in Gänze sehr gut organisiert. Ich glaube, diese Mannschaft und der Standort tun der Bundesliga gut. Völlig zurecht befinden sich die AlpenVolleys in der VBL-Spitzengruppe.“ – und in dieser wollen auch die Berliner nach dem Auswärtsspiel in Österreich weiterhin vertreten sein.


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