Traumkulisse hilft nicht

Auch 7.276 Zuschauer konnten nichts daran ändern, dass die BR Volleys am Mittwochabend nur wenig gegen den VfB Friedrichshafen zu bestellen hatten. In 87 Spielminuten unterlagen die Hauptstädter dem Rivalen vom Bodensee verdientermaßen mit 0:3 (23:25, 17:25, 21:25).

2019-01-23 2

Foto: Eckhard Herfet


Nach einer spektakulären Teampräsentation, inklusive 3D-Court-Animation auf dem Spielfeld, hielten beide Trainer einige Überraschungen bereit. Für Berlin war der gerade erst verpflichtete Zuspieler Sergey Grankin sofort spielberechtigt, außerdem war Moritz Reichert nach Verletzung wieder zurück. Vital Heynen konnte die Dienste von Markus Steuerwald in Anspruch nehmen, dadurch konnte David Sossenheimer im Außenangriff starten. Für die BR Volleys begannen Jeffrey Jendryk, Georg Klein, Adam White, Samuel Tuia, Kyle Russell, Sebastian Kühner und Nicolas Rossard.

Das Kräftemessen begann zunächst ausgeglichen. Friedrichshafen zeigte sich in der Annahme gewohnt stabil, Berlin glänzte mit erfolgreichen Blockaktionen und sogar einer Hackentrick-Rettung von Russell (6:8, 12:13). Takvam bescherte den Gästen dann aber die erste deutlichere Führung dank einer starken Aufschlagserie (14:17). Kurz darauf (17:20) brachte Enard per Doppelwechsel ein erstes Mal Neuzugang Grankin zusammen mit Benjamin Patch. Sein erster Pass für Jendryk saß und die Hauptstädter blieben dran. Kühner und Russell kehrten zurück und besorgten in Co-Produktion den Ausgleich (22:22), doch dann schlug Russell ledier zum Häfler-Break ins Aus und White beim zweiten Satzball der Gäste seinen Aufschlag ins Netz (23:25).

Im zweiten Satz unterliefen dem Heimteam zu viele leichte Fehler, sodass Enard schnell mit den dauerhaften Einwechslungen von Grankin und Reichert reagierte. Letzterer fand als Einziger regelmäßig die Lücken im VfB-Block (4:8), aber die Gäste zeigten sich deutlich stabiler (5:11, 9:16). Die BR Volleys spielten phasenweise ohne Aufschlag und so ging der Durchgang klar an die Männer vom Bodensee (16:23). Bezeichnenderweise sorgte ein Netzaufschlag von Russell für klare Verhältnisse (17:25).

Unverändert versuchten die Hauptstädter im Folgedurchgang dagegenzuhalten. Inzwischen hatten sie auch jeden der mehr als 7.000 Zuschauer hinter sich, nachdem zu Beginn des Spiels der Fanblock schwieg. Aber Friedrichshafen nutzte die Verunsicherung beim Heimteam (10:11). Protopsaltis mogelte den Ball durch den Block, Takvam erwischte Reichert in der Annahme auf dem falschen Fuß und Russell pritschte den freien Ball auf die Häfler-Netzseite zum einfachen Punktgewinn (13:17). Immer wieder punkteten die Gäste im zweiten oder dritten Versuch, so wie Malescha zur Vorentscheidung (18:22). Nach nur 87 Minuten war das ungleiche "Duell der Giganten" vorbei (21:25).

Kaweh Niroomand reagierte mit Ernüchterung auf die vierte Bundesliga-Niederlage: „Im ersten Satz waren wir nah dran. Der ist uns dann leider durch einfache Fehler entglitten. Danach trat das immer gleiche Phänomen auf. Wir waren gedanklich und auf dem Scoreboard ständig einen Schritt hinterher. Und in unserer aktuellen Verfassung gelingt dann gegen eine solch stabile Mannschaft wie den VfB keine Aufholjagd mehr.“


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