Kampfgeist und Moral werden belohnt

0:2 nach Sätzen und 11:15 nach Punkten lagen die BR Volleys am Samstagabend auswärts bei den SWD powervolleys Düren bereits zurück, ehe die Hauptstädter zur fulminanten Aufholjagd ansetzten. Mit wiederentdecktem Kampfgeist sicherten sich die Männer von Cheftrainer Cedric Enard noch Satz drei und eine Stunde später auch den 3:2-Auswärtssieg (23:25, 21:25, 25:22, 25:22, 15:12).

2019-02-02

Foto: Florian Zons/SWD powervolleys Düren


Für die BR Volleys gingen im Rheinland zunächst Kyle Russell, Sergey Grankin, Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk, Adam White und Moritz Reichert sowie Nicolas Rossard ans Netz. Wie aber zu oft in dieser Saison starteten die Berliner auch in Düren fehlerhaft. Zu viele "Fahrkarten" im Angriff bedeuteten den sofortigen Rückstand (1:4) und auch nach zwischenzeitlich guter Aufschlagserie von Reichert (7:5) lag man schnell wieder hinten. Vor allem Russell fand nicht zu seinem Spiel und durch Benjamin Patch ersetzt (13:17). Mit dem anderen US-Amerikaner auf der Diagonalen kamen die BR Volleys zwar noch einmal zurück (22:22), aber die Powervolleys waren am Ende des Auftaktsatzes den entscheidenden Tick entschlossener (23:25).

Auch im Folgedurchgang war keine nachhaltige Besserung in Sicht. Russell bekam eine neue Chance, doch es war Dürens Außenangreifer Lacassie, der die ersten Akzente mit seinem Service setzte (2:7). Enard versuchte alles, brachte Samuel Tuia für den wenig durchschlagskräftigen Reichert und später auch Jan Zimmermann für Grankin (5:13). Gegen die Angriffswucht von Gevert & Co hatte das BR Volleys Team allerdings zu selten ein probates Mittel (16:21). Nach einer Stunde und dem nächsten hinter den Block gelegten Ball des Letten Sauss lagen die Berliner 0:2 zurück (21:25).

Der Weg zu einem Comeback wurde nach einem abermals schlechten Start in den dritten Satz weit (4:7). Die Gastgeber waren vor allem in der Abwehr besser disponiert und enteilten den Männern in Orange abermals (6:11). Der mitgereiste "7. Mann" gab weiterhin alles, um dem Team von den Rängen die fehlende Energie zu spenden. Nach dem erneuten Wechsel hin zu Grankin und Russell (9:15) kamen die beiden auch endlich in der Arena Kreis Düren an. Der Russe führte seine Farben zum Ausgleich (15:15) und nachdem White einen nahezu endlosen Ballwechsel für die BR Volleys entschied, lag man plötzlich sogar vorn (19:18). Auch am Ende des Durchgangs machten Grankins Aufschläge und ein wichtiger Block von Russell den Unterschied (24:22). White verbuchte den Satzgewinn aus dem Rückraum (25:22).

Schlagartig fanden die Berliner jetzt die nötige Sicherheit. Im vierten Abschnitte punktete Le Goff zum frühen Vorsprung (7:3). Comeback-Versuche des Heimteams, blockten die Franzosen der BR Volleys konsequent ab (Tuia mit 6 und Le Goff mot 5 Blockpunkten). Düren hatte inzwischen mit der Einwechslung von Björn Andrae reagiert, aber auch der Routinier wurde von Grankin am Netz gestoppt (20:18). Nach zwei Stunden Spielzeit verwandelte Russell zum 2:2 Satzausgleich (25:22).

Beide Rivalen schenkten sich im Tiebreak nun nichts mehr (4:4, 7:7). Ein gut postierter Dreierblock sicherte den Schützlingen von Enard einen kleinen Vorteil (9:8). Kurz darauf (13:12) kam Georg Klein für Le Goff im Aufschlag und ihre letzten zwei Angriffe setzten die Powervolleys zum großen Jubel der BR Volleys und ihrer mitgereisten Fans ins Aus (15:13). Tatsächlich war das Comeback und der 3:2-Auswärtssieg perfekt.

Topscorer aufseiten der Berliner waren letztlich Adam White (16 Punkte) und Samuel Tuia (15). Nicolas Le Goff steuerte mit 89 % Angriffsquote ebenfalls wichtige Zähler bei (13). Sein Landsmann und Trainer Cedric Enard durfte seit längerer Zeit einmal wieder stolz auf sein Team sein: „Wir haben heute zwei Punkte für die Tabelle gewonnen, doch das ist nicht das Wichtigste. Viel wichtiger war, dass meine Mannschaft großen Kampfgeist gezeigt hat. Ich ärgere mich natürlich wieder über den schlechten Start, aber die Reaktion hat mir gefallen. Ich habe viel gewechselt und einige Spieler haben letztlich zur Wende beigetragen. Es war ein Sieg der Moral und für unser Selbstvertrauen.“

Mit Blick auf das nächste schwere Auswärtsspiel bei den United Volleys Frankfurt (07. Feb um 18.30 Uhr live auf SPORT1) wünscht sich der Coach, „dass wir von Beginn an genau diese Mentalität zeigen, die uns in den letzten zweieinhalb Sätzen ausgezeichnet hat!“


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