Stimmungsvoller Derbysieg

Es war das erhoffte gute Omen: Nachdem der Fanclub "7. Mann" die Gästefans von den "Netzinos" im „Friendly Derby“ besiegte, zogen die Profis nach. Der Deutsche Meister entschied das Duell gegen die Netzhoppers SolWo Königspark KW vor 4.571 begeisterten Zuschauern mit 3:0 (25:18, 25:15, 33:31) für sich. Für seine erneut starke Leistung als Topscorer (19 Punkte) belohnte Gästecoach Mirko Culic den BR Volleys Diagonalangreifer Benjamin Patch mit MVP-Gold.

2019-03-02

Foto: Maximilian Franz


Nach seiner überstandenen Bauchmuskelverletzung war Nicolas Le Goff erstmals wieder mit dabei und bildete gemeinsam Jeffrey Jendryk, Moritz Reichert, Adam White, Benjamin Patch, Sergey Grankin und Nicolas Rossard die Startformation.

Mit seinem Punkt zum 6:4 für die BR Volleys meldete sich der Mittelblocker auch auf dem Scoreboard zurück. Grankin und Patch zeigten sich bestens eingespielt. Ob gegen einen, zwei oder gar keinen Blockspieler, der Amerikaner verwandelte die Pässe des Russen reihenweise in Punkte (11:7, 18:14). Die Netzhoppers blieben lange in Schlagdistanz, aber dank eines guten Block-Abwehr-Verhaltens ließen die BR Volleys keine Zweifel am Ausgang des Auftaktsatzes aufkommen (24:18). Patch Aufschlag hatte erneut Wirkung und ein Fehler der Gäste war die Folge (25:18).

Wie zuvor der Fanclub "7. Mann" gegen die "Netzinos" wollten auch die Profis das Berlin-Brandeburg-Derby klar für sich entscheiden und blieben dabei fokussiert (7:5). Mit zwei erfolgreichen Blockpunkten gegen White meldeten sich die Netzhoppers zurück im Match (12:12), doch dann trat wieder Patch an die Serviceline und White rehabilitierte sich mit guten Blockaktionen (16:12) sowie anschließend starkem Aufschlag. Sechsmal in Folge löste der Australier einen Flächenbrand in der Annahme der Gäste aus (23:14). Und wieder verhalf ein Eigenfehler des Lokalrivalen dem Heimteam zum Satzgewinn (25:15).

Die BR Volleys zeigten sich gegenüber dem Champions-League-Spiel unter der Woche in der Annahme wieder klar verbessert, was vor allem an einem sehr sicheren Libero Nicolas Rossard lag. Und dennoch, im dritten Durchgang gaben die Netzhoppers zunächst den Ton an (6:8), ehe Reichert mit seiner Rettungstat den Weg zum Ausgleich ebnete (10:10). Le Goff bekam eine Pause und auch sein Stellvertreter Georg Klein hatte wenig Mühe, Grankins schnelle Pässe zu verwerten (15:12). Die Gäste von SCC-Meistertrainer Culic gaben aber nicht klein bei und Timmermann sorgte mit starkem Service für den erneuten Ausgleich (17:17). Verdientermaßen erspielten sich die Männer in Grün sogar sieben Satzbälle und waren ganz dicht am Satzgewinn. Das bessere Ende hatten aber die BR Volleys für sich, nachdem Jendryk gegen Westphal zum Matchgewinn blockte (33:31).

Dirk Westphal, der nur wenige Gehminuten vom Volleyballtempel entfernt wohnt und silberner MVP wurde, bilanzierte: „Für uns ist es das schönste Auswärtsspiel des Jahres. Wir hätten uns für den couragierten dritten Satz durchaus belohnen können, aber es war am Ende eine Qualitätsfrage gegen diesen Gegner. So hat Berlin letztlich verdient mit 3:0 gewonnen.“ Benjamin Patch lobte die mentale Stärke seiner Mannschaft: „Nachdem Belchatow-Match war es wichtig zu zeigen, dass wir mit Blick auf die Playoffs weiterhin im Rhythmus sind. Das ist uns als Team vor allem mental gelungen. Trotzdem war es ein nicht immer flüssiges Spiel mit teils zu einfachen Fehlern unsererseits.“ Nach dem sechsten Bundesligasieg in Folge geht es für die BR Volleys am nächsten Samstag in Lüneburg um Tabellenplatz drei. „Da sind wir noch etwas schuldig“, weiß Patch.


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