Drei Punkte aus Lüneburg entführt

Die Berlin Recycling Volleys holten am Samstag bei der SVG Lüneburg ihren siebten Bundesligasieg in Folge. Auch die schwere Prüfung in der Gellersenhalle bestand die Mannschaft von Trainer Cedric Enard mit Bravour und siegte auswärts beim Pokalfinalisten mit 3:1 (25:19, 25:17, 22:25, 28:26). Damit hat das BR Volleys Team zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde den dritten Tabellenplatz gefestigt.

2019-03-09

Foto: Maximilian Franz


Coach Cedric Enard hatte die Qual der Wahl und setzte auf die Künste von Jeffrey Jendryk und Georg Klein im Mittelblock, die Außenangreifer Moritz Reichert und Samuel Tuia, Benjamin Patch auf der Diagonalposition, Sergey Grankin im Zuspiel und Libero Nicolas Rossard.

Erwartungsgemäß hochmotiviert begann die gastgebende SVG und brachte die "Gellesernhölle" direkt mit Spielbeginn zum Brodeln (0:3), aber die BR Volleys bewahrten einen kühlen Kopf. Zwei Asse von Tuia und der erste erfolgreiche Block von Jendryk ließen die zahlreich mitgereisten Gästefans jubeln (8:8). Reicherts gute Aufschlagserie brachte Berlins Volleyballteam Nr. 1 auf Kurs (16:13) und mit variablem Angriffsspiel sowie couragierter Blockarbeit kontrollierten die Männer in Orange fortan das Geschehen. Dazu stimmte weiterhin der Aufschlagdruck, so wie beim eingewechselten Kyle Russell, dessen Service sechs Satzbälle bedeutete. Klein verwertete die zweite Chance zum Satzgewinn (25:19).

Der Folgedurchgang verlief ganz ähnlich. Auch diesmal begannen die "LüneHünen" schwungvoll (3:5) und erneut fingen die BR Volleys den Gegner mit starkem Service – dieses Mal von Jendryk – ab (7:5). Ein weiterer Berliner Zwischenspurt brachte die Vorentscheidung im zweiten Satz. Patch setzte den Block (18:13) und als sich die Hauptstädter nach der taktischen Auszeit leidenschaftlich auch den nächsten Punkt schnappten, stieß der US-Amerikaner Grankin vor Freude beinahe in die Bande. Jendryk ließ zwei direkte Servicewinner folgen (21:13). So durften die Fanclubs "7. Mann" und "VolleyTigers" nach 50 Minuten und einem Reichert-Angriff den erneuten Satzgewinn feiern (25:17).

Zehn Asse hatten die BR Volleys zu diesem Zeitpunkt bereits serviert und waren mit ihrer Risikobereitschaft auch im dritten Satz lange erfolgreich. Zwar führte Lüneburg abermals zur ersten technischen Auszeit (6:8), doch dann übernahmen die Hauptstädter dank Kleins Aufschlagserie wieder die Kontrolle (10:8). Trotz eines weiteren Reichert-Asses (14:11) kam die SVG kampfstark zurück (18:18). In einer hektischen Schlussphase hatten die Berliner an der einen oder anderen Entscheidung des Schiedsgerichts zu knabbern (19:21) und machten plötzlich zu viele leichte Fehler (20:24). Reicherts Service war letztlich zu lang (22:25).

Spätestens jetzt war es das erwartet spannende Duell auf Augenhöhe. Beide Mannschaften schenkten sich nichts (6:6, 11:11, 16:16). Längst gab der eingewechselte SVG-Routinier Matthias Pompe dem Heimteam wichtige Impulse (19:22), aber auch die BR Volleys hatten mit Adam White noch einen Joker in der Hinterhand (22:22). Drei Chancen auf den Ausgleich vergaben die Lüneburger, bis MVP Samuel Tuia den ersten Matchball zum umjubelten Auswärtssieg verwandelte (28:26). Der Franzose (19 Pkt) war nach Benjamin Patch (26 Pkt) der zweitbeste Scorer seines Teams. Genauso wusste Jeffrey Jendryk (13 Pkt davon 5 Asse und 3 Blocks) zu überzeugen.

Moritz Reichert zeigte sich anschließend zufireden „Es war wie immer in Lüneburg. Wenn man die SVG einmal ins Spiel lässt, wird es richtig schwer. Aber wir haben gekämpft und unsere Chancen, wenn nicht im ersten, eben im zweiten oder gar dritten Versuch genutzt. Am Ende haben wir die Nerven behalten.“ Mit Blick auf die Bundesliga-Tabelle sagt der Nationalspieler: „In erster Linie war der Sieg wichtig, um Platz drei zu festigen. Mit diesen drei Punkten setzen wir auch die beiden Vereine an der Spitze noch einmal unter Druck, auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass Friedrichshafen und Haching auf der Zielgeraden noch Federn lassen.“ Die Stimmung in der Gellersenhalle war für Reichert einmal mehr erstklassig: „Es war extrem laut, wozu natürlich auch unsere Fans beigetragen haben. In einem solchen Hexenkessel ist es wichtig, den Rückhalt der eigenen Fans zu spüren.“ Der ist den BR Volleys auch bei ihrem nächsten Bundesliga-Spiel gegen den TV Rottenburg (16. Mrz um 18.30 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle gewiss.


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