Energisch vorgelegt

Das war ein Playoff-Start nach Maß für die Berlin Recycling Volleys. In einem lange Zeit hochklassigen Match eins der Viertelfinalserie gegen die SWD powervolleys Düren gewannen die Hauptstädter am Freitagabend mit 3:0 (29:27, 25:19, 25:14). Die mehr als 4.500 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle sahen einen dramatischen Auftaktsatz, welchen die Gastgeber drehen konnten und im Anschluss das Heft in die Hand nahmen.

2019-03-29

Foto: Eckhard Herfet



Mit dem "Volleyball-Krieger" Samuel Tuia, wie ihn der RBB jüngst beschrieb, setzte Trainer Cedric Enard auf geballte Emotionen gegen die Powervolleys. Der Franzose sollte zu einem der spielentscheidenden Männer werden. Gemeinsam mit dem Insulaner starteten Moritz Reichert, Benjamin Patch, Sergey Grankin, Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk und Nicolas Rossard für den Titelverteidiger.

Vom ersten Punkt an entwickelte sich ein hochklassiges Match (4:4). Düren trumpfte durch die Bank weg mit richtig gefährlichen Aufschlägen auf, die Berliner stemmten sich mit guten Blockaktionen entgegen. Wenn die BR Volleys gut servierten, war Dürens Annahme meist zur Stelle (8:11, 17:17). In der Endphase legten die Gäste dank Routinier Andrae vor (20:23), aber die Einwechslung von Kyle Russell zum Aufschlag erwies sich als gelungener Schachzug von Enard. Aufschlag – Netzroller – Kocian auf den Kopf – so gelang der Ausgleich (23:23). Vier Satzbälle hatten die BR Volleys in der Folgezeit abzuwehren, bis Patch mit seinem Service die Weichen auf Satzgewinn stellte und Gevert die Antenne anschlug (29:27).

Auch im zweiten Durchgang überzeugten die Hauptstädter an der Aufschlaglinie. Allen voran Tuia verzückte die heimischen Fans mit seinen Varianten (7:4). Mitte des Spielabschnitts meldeten sich die kampfstarken Rheinländer aber wieder zurück. An der Andrei-Andrae-Wand kam Patch nicht vorbei (14:14). Gleich viermal innerhalb kürzester Zeit war danach Jendryk im Block zur Stelle, doch auch davon ließen sich die Gäste nicht abschütteln (20:18). Erst als der US-Boy eine Serie gefährlicher Flatter-Aufschläge folgen ließ, konnten die 4.562 Besucher im Volleyballtempel durchatmen (25:19).

Jetzt spielten die Hausherren wie befreit auf, während die Gegenwehr der Powervolleys etwas nachließ. Früh gingen die BR Volleys in Führung und spätestens als nach der ersten technischen Auszeit (8:4) Tuia noch zweimal spektakulär blockte, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Sitzen. Der Franzose lief nun heiß, servierte wenig später sogar noch zwei Asse (15:6) und fortan war der BR Volleys Zug nicht mehr stoppen. SWD-Hauptangreifer Gevert hatten die Berliner nun endgültig entnervt und mit Patch als Topscrorer (14 Pkt) und MVP gewann man den dritten Durchgang souverän (25:14).

BR Volleys Trainer Cedric Enard zollte dem Kontrahenten anschließend seinen Respekt: „Es war am Anfang genauso schwierig, wie wir es erwartet hatten. Wir haben zwei Sätze gebraucht, um diesen richtig starken Gegner zu knacken. Die Dürener haben lange Zeit unfassbar gut angenommen, aber im dritten Durchgang haben wir dann die Früchte für unser energisches Spiel geerntet und viele Breakpunkte erzielt. Das gesamte Team war heute klasse, aber speziell Samu ist vorangegangen und hat gezeigt, wie es geht - nämlich mit viel Emotionen. Jetzt heißt es regenerieren, vor allem unser Spiel über die Mitte verbessern und am Mittwoch in Düren den nächsten harten Kampf annehmen.“ Denn der Franzose weiß, dass in dieser „best-of-three“-Serie noch längst nichts entschieden ist. Dennoch haben die BR Volleys am 03. April (19.00 Uhr in der Arena Kreis Düren) das erste Matchball-Spiel und dank des Erfolgs garantiert mindestens einen weiteren Heimauftritt in dieser Saison. Spätestens zu dem lohnt es sich dann, im neuen Playoff-Shirt in die Max-Schmeling-Halle zu kommen: http://bit.ly/playoffshirt_ourMISS10N


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