Der zehnte Titel für Berlin!

#ourMISS10N ist erfüllt! In einem unfassbar dramatischen Finalmatch haben die Berlin Recycling Volleys ihre vierte Deutsche Meisterschaft in Serie und den nunmehr zehnten Meistertitel der Vereinsgeschichte gewonnen. Mit einem 3:2-Tiebreaksieg (25:17, 25:21, 19:25, 23:25, 16:14) in der Friedrichshafener ZF Arena bekam die turbulente Jubiläumssaison ein perfektes Ende. 10 Jahre | 10 Highlights | 10 Titel.


2019-05-12

Foto: Günter Kram


In absolut würdiger Finalatmosphäre in einer ausverkauften Arena begannen Sergey Grankin, Benjamin Patch, Jeffrey Jendryk, Georg Klein, Moritz Reichert, Samuel Tuia und Nicolas Rossard für den Titelverteidiger – und der erwischte einen Traumstart (4:0). Zu diesem Zeitpunkt kam VfB-Mittelblocker Andreas Takvam, der sich beim Aufwärmen verletzt hatte, erst aus der Kabine. Als Klein zum Monsterblock gegen Ersatzmann Günthör ansetzte und Reichert ein Ass nachlegte, brachte Friedrichshafens Trainer Vital Heynen den angeschlagenen Norweger ins Spiel (11:5). Aber auch der konnte nichts daran ändern, dass die Berliner am Drücker blieben (16:10). In der Abwehr waren die BR Volleys extrem agil und machten den Häflern das Punkten richtig schwer. Dazu vollendete Patch aus schier unmöglichen Lagen (20:13) und auch der Block stand stabil (23:16). Jendryk beendete einen nahezu perfekten Auftaktsatz (25:17).

Nun waren die Hausherren natürlich gefordert und meldeten sich, angeführt von Sossenheimer, im Match an (5:8). Erneut waren es ein Reichert-Ass und ein Jendryk-Block, welche den BR Volleys wichtige Breakpunkte bescherten (9:9). Grankin patzte anschließend zwar im Zuspiel, blockte danach jedoch eindrucksvoll gegen Sossenheimer (14:13). Wieder einmal wurde Kleins Aufschlagserie zum Schlüssel, weil dadurch Jendryk & Co dem Kontrahenten vorn am Netz den Weg versperren konnten (20:16). Grankins nächster Block brachte die Vorentscheidung (23:18) und kurz darauf vollendete Reichert für seine Farben (25:21).

Ob Boladz oder Malescha, die BR Volleys hatten die Hauptangreifer in Blau bis zu diesem Zeitpunkt meist gut im Griff und waren deshalb auch in Satz drei zunächst ebenbürtig. Wieder konnte man vorlegen (8:6), aber Friedrichshafen entschied nun die langen und wichtigen Ballwechsel für sich (10:11). Zwar blockte Grankin zum Ausgleich (13:13), doch die Häfler waren fortan das spielbestimmende Team (15:18). Adam White kam auf das Parkett und zusätzlich griff Coach Cedric Enard zum bewährten Doppelwechsel mit Kyle Russell und Sebastian Kühner. Die Gastgeber machten nun aber jeden wichtigen Punkt (18:22) und konnten demzufolge verdient verkürzen (19:25).

Jetzten machten die 3.810 Zuschauer in der ZF Arena richtig Alarm, aber wie die rund 100 mitgereisten Fans der BR Volleys stemmten sich auch die Spieler in Orange gegen diese lautstarke Kulisse (4:6). Jetzt entwickelte sich das Nervenspiel, das zuvor erwartet wurde, und Nicolas Le Goff sowie abermals White sollten für frischen Wind sorgen (8:12, 13:16). Der VfB war jedoch auch diesmal gegen Satzende fokussierter und erspielte sich drei Satzbälle (21:24). Ein Aufschlagfehler von Grankin trieb diese Finalserie auf die absolute Spitze (23:25).

Tiebreak also und in diesem servierte Patch früh ein Ass mit der Netzkante und verbuchte direkt im Anschluss einen weiteren wertvollen Breakpunkt für sich (4:2). Beim Seitenwechsel (8:5) skandierte der orangefarbene Fanblock selbstbewusst sein B-R-V. Das Team ließ allerdings nach starkem Aufschlag des eingewechselten Egor Bogachev eine Großchance zu einer möglichen Entscheidung liegen und stattdessen platzierte Takvam sein Service genau ins Eck (11:10). Das "Duell der Giganten" war also wieder offen und die Spannung kaum zu überbieten (13:13). In diesen Momenten machte Patch die ganz wichtigen Punkte (15:14), Reichert ging zum Aufschlag und die komplette BR Volleys Mannschaftsbank erhob sich, als wüsste man, was jetzt kommt: Der Nationalspieler verwandelte den Matchball per Ass für die BR Volleys, den alten und neuen Deutschen Meister (16:14).

Benjamin Patch, mit 29 Punkten überragender Angreifer seiner Mannschaft, brachte es auf den Punkt: „Hier und heute ging ein Traum in Erfüllung. Wie unser Team nach dieser Saison dieses Match gezogen hat, war einfach großartig.“ Kapitän Sebastian Kühner, der sich den sechsten Meistertitel mit den BR Volleys sicherte, sprach von einem „Riesenspiel von beiden Mannschaften, bei dem am Ende nur zwei Punkte den Unterschied ausmachten.“ Kühner war sichtlich ergriffen: „Es war mental extrem anspruchsvoll und einfach der perfekte Abschluss einer für den Volleyball großartigen Serie. Friedrichshafen hat nach dem 0:2 unglaublich gekämpft, aber es war stark, wie wir als Team im Tiebreak aufgetreten sind. Wir dürfen stolz sein, denn wir sind wieder der Deutscher Meister!“


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