BR Volleys wollen Minimalchance wahren

In ihrem Reisemonat Februar lassen sich die BR Volleys auch von Sturmtief “Sabine“ nicht aufhalten und begaben sich am Dienstagmorgen per Flugzeug über München auf den Weg nach Slowenien, wo man am Mittwoch (12. Feb um 18.00 Uhr) bei ACH Volley Ljubljana antritt. Notwendigen Rückenwind für die Champions-League-Aufgabe gibt eine perfekte Woche in der Volleyball Bundesliga, in der die Berliner gleich dreimal 3:0 gewannen und neun weitere Punkte einsammelten.

2020-02-11

Foto: Eckhard Herfet


„Die Chancen in der Champions League sind jetzt minimal. Das war jedem nach der knappen Heimniederlage gegen Fakel klar. Dennoch wollen wir weiterhin unser Bestes geben und solange es noch rechnerisch möglich ist, um das Weiterkommen kämpfen“, schätzt Moritz Reichert die Situation des Deutschen Meisters vor dem fünften Spieltag in der Königsklasse realistisch ein, ohne jedoch die sprichwörtliche Flinte ins Korn zu werfen. Der Einzug ins Viertelfinale ist nachdem dramatischen Match (2:3 nach 2:0-Führung) gegen die favorisierten Russen in weite Ferne gerückt. Die Berliner (4 Punkte) könnten im Idealfall – also mit klaren Erfolgen in den letzten beiden Matches in Ljubljana und Kemerovo – noch auf drei Siege und maximal zehn Punkte kommen. Selbst damit wäre allerdings nicht sichergestellt, dass man Fakel (8 Punkte) oder Kemerovo (10 Punkte) noch von einem der beiden Spitzenplätze verdrängt. Zudem dürften in den anderen vier Vorrundengruppen keine drei Gruppenzweiten eine bessere Bilanz aufweisen.

Um vor dem letzten Spieltag in der Königsklasse am 19. Februar noch etwaige Rechenspielchen anstellen zu können, ist ein Sieg mit drei Punkten am Mittwoch bei ACH Volley Ljubljana (2 Punkte) Grundvoraussetzung. Das allein wird im intensiven Reisemonat Februar schon schwierig genug sein. Zwar behielten die BR Volleys im Hinspiel gegen den Slowenischen Meister und souveränen Spitzenreiter der Middle European Volleyball Zonal Association (MEVZA) deutlich mit 3:0 die Oberhand, „doch auswärts wird das ein ganz anderes Match“, warnt Kapitän Reichert. Immerhin gewann die Mannschaft aus Ljubljana ihr bisher einziges Heimspiel gegen Kuzbass Kemerovo sensationell mit 3:2. Zusätzlich dürfte der 12. Pokalsieg der Klubgeschichte für eine breite Brust beim Team von Headcoach Matija Plesko sorgen. Schon am 19. Januar holte man sich den Cup gegen einen der national schärfsten Konkurrenten, OK Maribor, verdient mit 3:1.

Damit haben die Slowenen den BR Volleys etwas voraus, was diese am Ende der Woche ebenfalls erreichen wollen. Im Anschluss an das Champions-League-Match in der "Sportna Dvorana Tivoli" von Ljubljana gilt die volle Aufmerksamkeit nämlich dem am Sonntag in Mannheim steigenden Pokalfinale. „Der Spagat zwischen den Wettbewerben ist nicht einfach, aber wir haben in den letzten Wochen gut daran getan, immer nur von Spiel zu Spiel zu denken“, so Reichert. In der zurückliegenden, perfekten Bundesliga-Woche mit drei Siegen und neun zu null Sätzen zeigten sich die Hauptstädter stets sehr fokussiert und wollen daran nun auch in der Königsklasse anknüpfen.

Das Match bei ACH Volley Ljubljana ist auf www.eurovolley.tv  (4,99 EUR im Monat / monatlich kündbar) zu sehen.

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