Tiebreak-Erfolg reicht nicht

Obwohl die BR Volleys am 5. Spieltag der CEV Champions League auswärts bei ACH Volley Ljubljana mit 3:2 (22:25, 19:25, 25:16, 25:22, 15:12) siegreich waren, mussten die Berliner am Mittwochabend ihre Hoffnung auf ein Weiterkommen in der europäischen Königsklasse endgültig begraben. Ein kämpferisch überzeugendes Comeback brachte nur zwei anstatt der nötigen drei Punkte ein und damit ist man nun auch rechnerisch ausgeschieden. Dennoch war der Tiebreak-Erfolg mit Blick auf das am Sonntagmittag (16. Feb um 13.45 Uhr live auf SPORT1) steigende DVV-Pokalfinale wertvoll für die Moral.

2020-02-12

Foto: CEV


Trotz gutem Beginn (7:5) und der Unterstützung der mitgereisten Anhänger des Fanclubs "7. Mann" war früh erkennbar, dass es ein schweres Match für die Berliner werden würde. Bei den heimstarken Gastgebern ging vieles über Hauptangreifer Vucicevic (11:11) und der Slowenische Meister zeigte ein völlig anderes Gesicht als noch im Hinspiel in der Max-Schmeling-Halle. BR Volleys Trainer Cedric Enard war wenig erfreut, mit ansehen zu müssen, wie sein Team den Auftaktdurchgang aus der Hand gab (22:25). Gewillt, eine Reaktion zu zeigen, legten die Hauptstädter in Durchgang zwei zunächst gut vor (7:5), machten es Ljubljana mit zu vielen Fehlern in der Folgezeit aber einfach, das Blatt wieder deutlich zu wenden (11:16, 16:21). Moritz Reichert, Pierre Pujol und Kyle Ensing kamen in die Partie, aber die Heimmannschaft stellte mit einem Block gegen Ensing auf 0:2 nach Sätzen (19:25).

Im dritten Satz zeigten die BR Volleys dann endlich den Kampfgeist, den es auch am Sonntag im Pokalfinale braucht, und legten im Block-Abwehr-Verhalten zu. Beide Trainer hatten zahlreich gewechselt, aber die Gäste aus Deutschland waren nun überlegen (8:3, 12:6, 20:10) und konnten das Ergebnis auf 1:2 verkürzen (25:16). Durchgang vier schaukelte sich hoch (17:17), bis der Block um Jendryk gleich mehrfach perfekt stand (20:17). Kurz darauf verwandelte Tuia zum Satzausgleich (25:22) und es ging in den alles entscheidenden Tiebreak.

In diesem setzte Georg Klein mit seinem gewonnen Drückduell das erste Ausrufezeichen (5:3), aber Ljubljana konterte stark (6:8). In einer emotionalen Schlussphase legte Pujol mächtig Feuer in seine Aufschläge (11:9) und stellte die Weichen damit doch noch auf Auswärtssieg (15:12).

Trotz des hart erkämpften 3:2-Erfolgs in der slowenischen Hauptstadt können die Männer von Cedric Enard ihren dritten Tabellenplatz in der Gruppe B nun nicht mehr verbessern und sind somit schon vor dem letzten Match am 19. Feb bei Kuzbass Kemerovo in Russland aus der diesjährigen Königsklasse ausgeschieden.

Stimmen zum Spiel
Pierre Pujol: „Ein solcher 3:2-Auswärtssieg in der Champions League fühlt sich gut, auch wenn wir damit nun ausgeschieden sind. Ich glaube, das hatte jeder nach den zwei Sätzen hingenommen und wollte zeigen, dass wir es besser können. Ljubljana hat wirklich stark begonnen und sehr gut aufgeschlagen. Wir hatten es richtig schwer, konnten dann aber den Spieß umdrehen.“
Cedric Enard: „Ich bin dennoch leicht frustriert. Wir hatten noch eine kleine Chance und diese wollten wir uns heute eigentlich erhalten. Vielleicht war der eine oder andere doch schon mehr in Gedanken bei dem Spiel am Sonntag. Jedoch war die Reaktion, besonders von den Spielern von der Bank, ebenso gut wie der Kampfgeist.“

BR Volleys Formation
Cody Kessel + Samuel Tuia (AA), Jeffrey Jendryk + Nicolas Le Goff (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Pierre Pujol, Moritz Reichert, Kyle Ensing, Georg Klein

Topwerte
Samuel Tuia 19 Punkte | Jeffrey Jendryk 15 Punkte (5 Blocks, 2 Asse) | Julian Zenger 76 % positive Annahme

Match-Statistik
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Nächstes Heimspiel
15. März | 16.30 Uhr | vs. VfB Friedrichshafen
www.br-volleys.de/ticketshop

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