Klare Niederlage am Bodensee

Dieses Premierenspiel in der neuen Friedrichshafener Messehalle hatten sich die BR Volleys ganz anders erhofft. Am Samstag mussten sich die Hauptstädter dem VfB verdient mit 0:3 (24:26, 20:25, 22:25) geschlagen geben und rutschten in der Volleyball Bundesliga Tabelle damit auf Rang drei ab. Ohne die verletzungsbedingt ausgefallenen Stammkräfte Sergey Grankin und Timothèe Carle waren die Häfler nach starkem Endspurt im ersten Satz über die gesamte Partie gesehen tonangebend.

2020-11-21 kram

Foto: Günter Kram


Trainer Cedric Enard durfte sich zum Duell der ewigen Rivalen zwar über die Rückkehr von Außenangreifer Robin Baghdady freuen, musste aber neben Sergey Grankin auch den Ausfall von Leistungsträger Timothèe Carle verkraften. Der Franzose zog sich im Training einen Faserriss in der Bauchmuskulatur zu. Trotz des Fehlens dieser zwei wichtigen Personalien starteten die BR Volleys sehr ordentlich in die Partie und konnten sich im Laufe des Auftaktsatzes eine Vier-Punkte-Führung erarbeiten (8:6, 13:11, 21:17). Dann jedoch kam der eingewechselte Joe Worsley und brachte die Berliner mit seinen Aufschlägen plötzlich aus dem Tritt. Das VfB-Team von Coach Michael Warm drehte diesen ersten Satz noch und der Este Martti Juhkami verwandelte den Satzball für die Gastgeber (24:26).

Dem BR Volleys Team, bei dem der reaktivierte Sebastian Kühner im Aufgebot stand, fehlte es an Energie, um diesen Nackenschlag wegzustecken. So gab Friedrichshafen fortan den Ton an (4:9, 13:16, 19:24) und wieder war es dem späteren MVP Juhkami vorbehalten, den nächsten Satz zu beenden (20:25). Im dritten Durchgang reagierte Enard auf die anhaltenden Probleme im Berliner Spiel. Erst kam Davy Moraes für Patch und später auch Anton Brehme für Éder ins Match. Die Gastgeber blieben beim ersten Auftritt in ihrer neuen Spielstätte aber weiterhin am Drücker (2:6, 5:10). Zuspieler Dejan Vincic setzte seine Nebenmänner fortwährend gekonnt in Szene, auch wenn zwei Asse von Brehme und ein Block von Renan Michelucci noch einmal einen Hauch von Hoffnung bei den Hauptstädtern aufkeimen ließen (20:21). Allerdings zeigten sich die Gastgeber schlichtweg wacher und abgeklärter. So verwandelte der eingewechselte Lukas Maase den zweiten Matchball des VfB zum verdienten Heimsieg (22:25).

Stimme zum Spiel
Cedric Enard: „Ich will eigentlich nicht zu negativ sein, aber es hat heute schlichtweg im Angriff gefehlt. In allen anderen Statistiken waren wir mindestens gleichwertig. Ich hadere mit dem ersten Satz, den wir hätten gewinnen können, was uns Sicherheit gegeben hätte. Beim Stand von 23:23 hatten wir auch kein Glück mit der Schiedsrichterentscheidung, als Samu den Ball noch klar vom Boden gekratzt hat. Wir hatten aber auch ohne diesen Ballwechsel genug Möglichkeiten. Nach dem ersten Satz wurde es schwierig. Man hat gesehen, dass wir in Drucksituationen noch nicht stark genug sind. Jetzt müssen wir uns schütteln und das Spiel aus den Köpfen bekommen, denn schon am Mittwoch steht ein wichtiges Match im Pokal auf dem Programm.“

BR Volleys Formation
Cody Kessel und Samuel Tuia (AA), Éder und Renan Michelucci (MB), Pierre Pujol (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Davy Moraes, Anton Brehme, Robin Baghdady

Topwerte
Tuia 13 Punkte, 2 Asse, 2 Blocks | Patch 9 Punkte | Brehme 2 Asse, 2 Blocks

Match-Statistik
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Nächste Spiele
25. November | 19.30 Uhr | vs. Netzhoppers KW-Bestensee (Pokal-Viertelfinale)
28. November | 18.30 Uhr | vs. United Volleys Frankfurt

Das Pokalfinale wird ab 14.00 Uhr im Free-TV auf SPORT1 übertragen. Ab Spielbeginn um 13.45 Uhr läuft das Match hier im Stream: http://bit.ly/SPORT1StreamPokalfinale

 

Alles Weitere zum Pokalfinale findet man auf den Social-Media-Kanälen der BR Volleys.

 

Zur brandaktuellen Podcast-Finalfolge „Feinherb & Spritzig“: http://bit.ly/LiebeGrüßevomSterbebett

 

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