Neues “Teamküken“ mit Champions-League-Erfahrung

Auch mit einem Gardemaß von zwei Metern kann man noch ein Küken sein: So wird es Neuzugang Marek Sotola ergehen, denn der 21-jährige Tscheche ist im BR Volleys Team 2021/22 der jüngste Spieler. Dass im neuen Diagonalangreifer des Deutschen Meisters aber längst ein etablierter Profi steckt, belegen zwei tschechische Meistertitel und Pokalsiege sowie mehrere Champions-League-Einsätze.

2021-06-18

Foto: CEV


Marek Sotola ist das, was man einen „Volleyball-Frühstarter“ nennen kann. Bereits im Alter von 17 Jahren wurde er 2017 Tschechischer Meister mit České Budějovice und 2019 baute der Linkshänder seine nationale Trophäensammlung als Meister und Pokalsieger aus. In einer tragenden Rolle hatte der Youngster daraufhin große Aktien an den Champions-League-Teilnahmen in der jeweiligen Folgesaison. „Wir durften uns damals mit Trentino, Civitanova und Fenerbahçe messen, wurden hinter den Italienern Dritter in der Gruppe. Unser 3:0-Heimsieg gegen die Türken mit MVP-Auszeichnung war das schönste Spiel meiner bisherigen Karriere“, erzählt Sotola von der Saison 19/20, in der vor Abbruch ein weiterer Pokalsieg für ihn und seine Mannschaft heraussprang.

Seine Erfolge und internationale Erfahrung sammelte der Neuzugang in den letzten Jahren auch an der Seite eines in Berlin bestens bekannten und geschätzten Tschechen: Martin Krystof. „Martin hat in den höchsten Tönen von den BR Volleys gesprochen und mir geraten, dass es der beste Schritt ist, den ich machen kann“, so Sotola über die Empfehlung des dreifachen Deutschen Meisters. Dieser Ratschlag erfolgte aus der Ferne, weil der leidenschaftliche Mountainbiker schon in der vergangenen Spielzeit den Sprung ins Ausland in die französische Liga wagte. Dort stand er 20/21 für Stade Poitevin Poitiers am Netz: „Mit meinem ersten Jahr fern der Heimat war ich zufrieden. Ich kam als erster Diagonalangreifer nach Poitiers, jedoch brachte mich eine Verletzung etwas aus dem Tritt. Mein Vertreter, der Brasilianer Chizoba Neves, spielte sehr stark und dennoch konnte ich meinen Beitrag zu einer guten Saison leisten.“

In Berlin wird die Konkurrenz für Marek Sotola nicht geringer sein, schließlich wird er sich auf seiner Position des Hauptangreifers mit dem Punktegaranten Ben Patch messen. „Mir ist bewusst, dass ich in eine sehr gut besetzte Mannschaft komme, aber ich möchte um meinen Platz im Team und meine Einsatzzeit kämpfen. Die Volleyball Bundesliga ist stark und auf uns wartet eine lange, harte Saison mit vielen Wettbewerben“, ist Sotola bewusst, dass jeder im BR Volleys Kader seine Chancen bekommen wird. Sein zukünftiger Cheftrainer Cedric Enard sieht in ihm definitiv eine Bereicherung: „Marek hat in seinen jungen Jahren bereits viel Verantwortung übernommen und kann mit Druck umgehen. Gleichzeitig hat er mit 21 Jahren noch großes Potenzial und wir wollen weiter an seiner Entwicklung arbeiten. Seine Stärken liegen in Angriff und Aufschlag, außerdem stellt er als Linkshänder den gegnerischen Block vor neue Aufgaben, was unserem Spiel ein zusätzliches Element gibt.“

Einen Zweijahresvertrag hat der neue Mann an der Spree unterschrieben und verspürt große Vorfreude auf diese Herausforderung: „Die BR Volleys sind der beste Verein in der Bundesliga und ein europäischer Topclub, der Dauergast in der Champions League ist. Man misst sich hier im Training und Wettkampf mit Weltklasse-Spielern. In diesem Umfeld kann und will ich mich beweisen und weiterentwickeln.“ Aktuell weilt Sotola bei der U23-Nationalmannschaft und hofft, noch auf den Zug zur Europameisterschaft im September aufspringen zu können: „Die Chance besteht und ich möchte diese in den nächsten Wochen nutzen.“ In dem A-Kader der Tschechen könnte er dann ebenfalls der Jüngste sein und weitere internationale Erfahrungen sammeln – die ideale Vorbereitung also auf seine Aufgaben bei den BR Volleys.

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