Spiel verloren, Respekt gewonnen

Mit der ersten Saisonniederlage kehren die BR Volleys von ihrem sibirischen Abenteuer zurück. Die Berliner konnten das Champions League Spiel gegen Lokomotiv Novosibirsk jedoch überraschend offen gestalten und mussten sich den favorisierten Russen erst nach großem Kampf und starker Leistung mit 1:3 (24:26, 19:25, 29:27, 22:25) geschlagen geben.

2012-09-28

Trotz starker Vorstellung kehren die BR Volleys aus Sibirien ohne Punktgewinn zurück.
Foto: CEV


Schon im ersten Satz deuteten die Gäste aus Deutschland an, dass sie nicht gewillt waren, die Punkte ohne Gegenwehr in Sibirien zu lassen. Selbst ein 10:16-Rückstand brachte die Lebedew-Schützlinge nicht aus dem Konzept. Dank einer Aufschlagserie von Robert Kromm gelang eine beeindruckende Aufholjagd zur 18:17-Führung. Am Ende jedoch jubelten die Gastgeber gemeinsam mit 2.200 lautstarken Anhängern über den 26:24-Satzgewinn.

Während der zweite Durchgang mit 25:19 eine klare Angelegenheit für Novosibrisk war, agierten die beiden Kontrahenten in den Folgesätzen erneut auf Augenhöhe. Die athletische Überlegenheit des Gegners konterten die Berliner mit gewitzter Spielweise und aufopferungsvollem Einsatz. Lohn dafür war das verdiente 29:27 im dritten Abschnitt. Ein weiterer Satzgewinn, der aufgrund des Champions League Modus einen Punktgewinn bedeutet hätte, blieb den BR Volleys jedoch verwehrt. Im vierten Durchgang musste sich das Team um Kapitän Scott Touzinsky der sibirischen Urgewalt letztendlich mit 22:25 beugen.

„Es ist sehr schade, dass unser couragierter Auftritt heute nicht mit einem Punktgewinn belohnt wurde. Aber wir haben gezeigt, dass wir phasenweise auf europäischem Spitzenniveau mitspielen können. Das sollte uns Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben“, fiel das Fazit von Trainer Mark Lebedew zwiespältig aus. „Wir haben einen Satz gewonnen und uns weitere zwei Sätze lang wacker geschlagen. Das ist mehr, als man erwarten durfte“, zeigte sich BR Volleys Manager Kaweh Niroomand zufrieden mit der Leistung im fernen Sibirien: „Man darf schließlich nicht vergessen, welch ein hochkarätiger Gegner uns heute gegenüber stand.“

Für die Berliner Volleyballer findet das harte Saisonauftaktprogramm in den nächsten Tagen seine Fortsetzung. Nach der langen Rückreise nach Deutschland wartet schon am Samstag (20.00 Uhr) das Bundesligaspiel beim VC Dresden, bevor die Hauptstädter am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) im DVV-Pokal-Achtelfinale bei Generali Haching antreten müssen.

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