Niederlage beim Dauerrivalen

Nur 72 Stunden nach der Champions-League-Niederlage gegen Diatec Trentino mussten sich die BR Volleys am Sonntagabend in der Bundesliga erneut geschlagen geben. Vor 2.150 Zuschauern in der Arena Kreis Düren unterlagen die Berliner ihrem Dauerrivalen Evivo mit 1:3 (21:25, 25:17, 29:31, 22:25) und mussten somit die Tabellenführung an den TV Bühl abgeben.


2013-10-27n

BR Volleys Coach Mark Lebedew muss die Niederlage in Düren genau analysieren und
gleichzeitig sein Team auf das wichtige Champions-League-Match in der Türkei einstellen.
Foto: Eckhard Herfet


„Wir haben heute lange Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden und in den entscheidenden Situationen einfache Fehler gemacht. Der Gegner hingegen war hochmotiviert, extrem aggressiv und hatte ein fantastisches Publikum hinter sich. Konsequenz ist diese verdiente Niederlage. Leider können wir nicht mal einen Punkterfolg mit nach Hause nehmen“, gab ein enttäuschter Mark Lebedew nach der Partie zu Protokoll.

Auch dem BR Volleys Coach dürften die frappierenden Parallelen zum Champions-League-Match in Italien nicht verborgen geblieben sein. Wieder musste man den Gegner am Ende des ersten Satzes davon ziehen lassen (21:25). Erneut entschied man den zweiten Durchgang relativ deutlich für sich (25:17). Abermals ließ man im dritten Abschnitt mehrere Satzbälle ungenutzt (24:23 bis 29:28), während die Gastgeber ihre Möglichkeiten im zweiten Versuch konsequent vollendeten (31:29). Lediglich der letzte Durchgang hatte einen unterschiedlichen Verlauf, wenn auch fast das gleiche Ergebnis. Hier stemmten sich die Hauptstädter noch einmal mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage, konnten den wie entfesselt aufspielenden Dürenern am Ende aber nicht mehr genug entgegensetzen (22:25).

Aufgrund der Niederlage mussten die BR Volleys in der Bundesliga-Tabelle nicht nur den TV Bühl, sondern auch Evivo Düren vorbei ziehen lassen. „Das ist natürlich nicht erfreulich, aber es bleibt noch Zeit, uns in der Tabelle wieder an die Spitze zu arbeiten. Wichtig ist jetzt, dass wir trotz des heutigen Ergebnisses die Bundesliga für einige Tage vergessen und uns voll und ganz auf die Champions League fokussieren“, sagt Trainer Mark Lebedew und blickt damit schon auf die nächste schwierige Aufgabe für sein Team voraus. Bereits morgen reist die Mannschaft in die Türkei, wo am Dienstagabend (29. Okt um 19.00 Uhr) das wichtige Champions-League-Match gegen Arkas Izmir wartet.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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