Pflichtsieg mit Schönheitsfehler

Mit einem 3:1 (25:17, 20:25, 25:14, 25:17) Auswärtssieg gegen die VSG Coburg/Grub sind die BR Volleys am Samstagabend auch in der Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Allerdings bereitete der Neuling dem Deutschen Meister während der 93 Spielminuten mehr Probleme als erwartet. 


2013-11-02c

Dank eines Arbeitssiegs nimmt das BR Volleys Team drei Punkte aus Coburg mit nach Berlin.
Foto: Frank Heumann, Coburg


Gegenüber dem Champions-League-Sieg bei Arkas Izmir hatte BR Volleys Trainer Mark Lebedew seine Startformation auf drei Positionen verändert: Felix Fischer, Aleksandar Spirovski und Ruben Schott begannen für Srecko Lisinac, Paul Carroll und Kapitän Scott Touzinsky. Außerdem standen Tomas Kmet, Robert Kromm, Kawika Shoji und Martin Krystof von Beginn an auf dem Parkett und wurden ihrer Favoritenrolle zunächst souverän gerecht. Schnell setzten sich die Gäste aus der Hauptstadt ab und entschieden den Auftaktsatz klar für sich (25:17).

„Wir haben konzentriert begonnen und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Leider kamen wir zu Beginn des zweiten Satzes – vielleicht auch aufgrund der Wechsel – etwas aus dem Rhythmus und konnten uns davon nicht mehr erholen“, erklärte Coach Lebedew den überraschenden Verlust des zweiten Durchgangs. Inzwischen waren Sebastian Kühner für Shoji sowie Roko Sikiric für Kromm in die Mannschaft gerückt, konnten aber nicht verhindern, dass sich die Gastgeber – lautstark angefeuert von mehr als 1.400 Fans – schon früh einen 5-Punkte-Vorsprung erspielten und diesen bis zu ihrem ersten Satzgewinn der Saison verteidigten (25:20).

Das setzte die BR Volleys unter Druck, denn nun mussten zwei Sätze in Folge gewonnen werden, wenn man alle drei Punkte mit nach Berlin nehmen wollte. „In diesem Moment kam uns die 10-Minuten-Satzpause entgegen, in der wir uns sammeln und neu ausrichten konnten“, erinnert sich Coach Lebedew. Und tatsächlich kam sein Team wie ausgewechselt aus der Kabine. Angeführt von Kapitän Scott Touzinsky, der zuvor schon für Schott eingewechselt worden war, besann sich der Deutsche Meister auf seine Stärken und erhöhte den Druck auf den Außenseiter. Diesem konnten die Coburger auf Dauer nicht standhalten, so dass die beiden Folgesätze deutlich an die Berliner gingen (25:14 und 25:17).

Insgesamt zeigte sich Mark Lebedew zufrieden mit der Vorstellung seines Teams: „Wir haben drei Sätze lang die Konsequenz und Qualität gezeigt, die notwendig war, um die angestrebten drei Punkte zu holen.“

Dank des 3:1-Erfolgs kehren die BR Volleys zumindest für eine Nacht an die Tabellenspitze der Bundesliga zurück und können sich nun auf das wichtige Champions-League-Match in Lugano (06. Nov um 18 Uhr) fokussieren.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok