BR Volleys siegen im Traditionsduell

Einen wichtigen Auswärtserfolg konnten die BR Volleys am Mittwochabend beim Traditionsduell mit dem Moerser SC feiern. Ohne seinen etatmäßigen Libero Martin Krystof gewann der Deutsche Meister gegen den Dauerrivalen 3:0 (25:20, 25:14, 25:22) und konnte somit den Anschluss an das Spitzenquartett der Volleyball-Bundesliga halten.


2013-11-20

Eine starke Blockleistung war einer der Erfolgsfaktoren für den Auswärtssieg beim Moerser SC.
Foto: Jürgen Sabarz, Moers


Zu Beginn der Partie beim Moerser SC sah sich BR Volleys Trainer Mark Lebedew gezwungen, sein Team kurzfristig umzubauen. Weil Defensivspezialist Martin Krystof aus persönlichen Gründen vorzeitig abreisen musste, vertraute der Australier dem jungen Ruben Schott die Aufgabe des Libero an, der dieses Vertrauen mit seiner Leistung rechtfertigte: „Ruben hat seine Sache auf der ungewohnten Position wirklich sehr gut gemacht“, lobte Lebedew seinen jüngsten Schützling. Ansonsten schickte der Coach die gleiche Formation wie beim Pokalspiel gegen CV Mitteldeutschland auf das Parkett: Die Außen-Annahme mit Scott Touzinsky und Robert Kromm, Diagonalangreifer Paul Carroll, die Mittelblocker Tomas Kmet und Srecko Lisinac, sowie Zuspieler Sebastian Kühner, der am Ende der Partie als wertvollster Spieler ausgezeichnet wurde.

Vom ersten Ballwechsel an war der Gast aus Berlin hellwach und erspielte sich durch Aufschlagsserien von Srecko Lisinac und Paul Carroll bis zur ersten technischen Auszeit eine komfortable 8:2-Führung, die man über die Stationen 16:8 und 19:11 bis hin zum 25:20-Satzgewinn nicht mehr hergab. „Wir haben stark begonnen und dank druckvoller Aufschläge die Moerser kaum ins Spiel kommen lassen“, kommentierte Lebedew den erfolgreichen Start seiner Mannschaft. Auch im zweiten Durchgang drückte der Deutsche Meister dem Gastgeber sein Spiel auf und gewann deutlich mit 25:14.

Danach gönnte Lebedew seinen Stammspielern Lisinac und Carroll eine Verschnaufpause und brachte mit
Felix Fischer und Aleksandar Spirovski frische Kräfte ins Match. Moers fand nun über den Kampf in die Partie und konnte den dritten Abschnitt lange offen gestalten. Beim Stand von 22:22 waren es zwei Asse von Felix Fischer, die dem Hauptstadtclub zwei Matchbälle bescherten,  von denen gleich der erste zum umjubelten Auswärtssieg genutzt werden konnte.

„Man konnte erkennen, dass uns das spielfreie Wochenende enorm geholfen hat und wir frischer als noch vor einer Woche wirkten“, nannte der BR Volleys Trainer einen der Gründe für die Leistungssteigerung seiner Mannschaft. „Jetzt werden wir versuchen, in den nächsten Tagen weiter Kraft zu tanken, um am Mittwoch beim Pokalspiel gegen Coburg und im schwierigen Monat Dezember mit vielen Spielen in kurzer Zeit ähnlich erfolgreich zu sein“, so Lebedew.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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