Ein souveräner Auftritt

Vor den zahlreichen Heimspielen im Dezember gastierten die BR Volleys am Samstagabend ein letztes Mal in diesem Jahr auswärts. In der Tübinger Paul-Horn-Arena kam es zum Duell gegen den TV Rottenburg. Nach nur 68 Spielminuten gewann der Deutsche Meister klar mit 3:0 (25:13, 25:16, 25:14) und entführte somit drei wichtige Bundesligapunkte aus dem „Hexenkessel“.


2013-11-30

Das letzte Auswärtsspiel des Jahres gewannen die BR Volleys am Samstagabend in Tübingen klar mit 3:0.
Foto: Klaus Hirsch, TV Rottenburg


BR Volleys Trainer Mark Lebedew vertraute gegen die heimstarken Rottenburger einmal mehr seiner eingespielten Stammformation um Zuspieler Kawika Shoji, den Außenangreifern Scott Touzinsky und Robert Kromm, den Mittelblockern Tomas Kmet und Srecko Lisinac, Paul Carroll auf der Diagonalposition sowie Libero Martin Krystof. Vor 1.850 Zuschauern begannen die Hauptstädter hochkonzentriert und zwangen so TVR-Coach Hans Peter Müller-Angstenberger beim Stand von 8:11 frühzeitig zur Auszeit. Davon unbeirrt blieben die Berliner ihrer Linie treu und ließen mit druckvollen Aufschlagsserien, beispielsweise von Kromm und Shoji, die Gastgeber zu keinem Zeitpunkt in die Partie kommen. Neuzugang Srecko Lisinac war es vorbehalten, den ersten Satzball mit einem Schnellangriff zum 25:13 zu verwandeln.

Im zweiten Durchgang gönnte Lebedew seinem Kapitän Touzinsky eine Pause und brachte den Kroaten Roko Sikiric, der am Ende mit zehn Zählen zum zweitbesten Punktesammler hinter Kromm (12) avancierte. Diesmal erwischte der TV Rottenburg den besseren Start und ging schnell 2:5 in Führung. Doch Robert Kromm erstickte mit einer famosen Aufschlagsserie zum 9:5 alle Hoffnungen der Gastgeber auf einen möglichen Satzgewinn im Keim. Die hawaiianischen Aufschlaggeschosse von Kawika Shoji, der nach dem Spiel zum MVP gewählt wurde, zogen den Hausherren endgültig den Zahn und die BR Volleys sicherten sich den Satz erneut deutlich mit 25:16.

Auch die folgende 10-minütige Satzpause konnte Berlins Volleyballteam Nr. 1 nicht aus dem Konzept bringen. Sikiric stellte mit zwei Assen zur 3:0-Führung die Weichen sofort auf Sieg. Die eingewechselten Felix Fischer, Aleksandar Spirovski sowie Ruben Schott fügten sich nahtlos in die engagierte und konzentrierte Vorstellung ihres Teams ein und brachten den Vorsprung ungefährdet zum 25:14 Satz- und Matchgewinn ins Ziel. 

„Wir wollten das Spiel von Beginn an kontrollieren, um nicht nur den Gegner, sondern auch die hier in Tübingen erfahrungsgemäß sehr emotionale Zuschauerkulisse erst gar nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Das ist uns ganz gut gelungen. Auch nach der 10-Minuten-Pause waren wir sofort präsent. Danach war es relativ einfach für uns“, zeigte sich BR Volleys Coach mit der Spielweise seines Teams zufrieden und blickte bereits auf die nächste Aufgabe voraus: „Jetzt freuen wir uns auf zu Hause und werden uns dort bestmöglich auf das wichtige und schwierige Champions-League-Match gegen Lugano vorbereiten.“

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundes:liga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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