Gute Aussichten auf die Play-offs

Die BERLIN RECYCLING Volleys bleiben in der CEV Champions League auf Kurs: Durch einen 3:0 (25:20, 25:23, 25:14) Heimerfolg über den türkischen Meister Arkas Izmir sind die Berliner ihrem erklärten Ziel, dem Einzug in die Play-offs der besten europäischen Vereine einen großen Schritt näher gekommen. 3.784 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle sahen im fünften Champions-League-Spiel den vierten Erfolg ihres Teams. 


2013-12-10 neu

Die BR Volleys zeigten am Dienstag in der Champions League gegen Arkas Izmir eine starke Teamleistung.

Foto: Eckhard Herfet, Berlin


Mit nunmehr zwölf Punkten hat der Deutsche Meister beste Aussichten als einer der fünf besten CL-Gruppenzweiten die Runde der Top 12 in Europa zu erreichen. Ungeschlagener Erster der Gruppe D ist Italiens Topteam Diatec Trentino, das am 18. Dezember zum Abschluss der Vorrunde nach Berlin kommt.

Nach einem 8:6-Zwischenstand im ersten Satz schaltete der Deutsche Meister, der das Hinspiel mit 3:1 für sich entschieden hatte, einen Gang höher. Mit präzisen Aufschlägen wurden die Gäste permanent unter Druck gesetzt. Das verringerte die Angriffsoptionen des Gegners, der ohne den einstigen Berliner Finnen Urpo Sivula (Sprunggelenksverletzung) antrat. Als taktisches Mittel gegen die bekannt blockstarken Gastgeber versuchte Izmir mit gefühlvollen Angriffen zum Erfolg zu kommen, was allerdings gegen die aufmerksame Abwehr der Hausherren nur selten zu Punkten führte. Auf der anderen Seite überzeugten die BR Volleys mit einem sehr variablen Angriffsspiel. Ob Paul Carroll (Diagonal), Kapitän Scott Touzinsky und Robert Kromm (beide Außen) oder Screcko Lisinac (Mitte) – alle punkteten regelmäßig von ihrer jeweiligen Position.

Im zweiten Durchgang konnte sich Arkas besser auf die variable Spielweise der Berliner einstellen und den bis dahin deutlichen Respekt ablegen. Offensichtlich im Gefühl, das Geschehen unter Kontrolle zu haben, gingen die BR Volleys nun nicht mehr ganz so konzentriert zu Werke und brauchten schließlich beim Stand von 24:21 drei Möglichkeiten, um den Satzgewinn zu vollenden. Danach war der Widerstand der Türken gebrochen. Der dritte Abschnitt endete mit 25:14 deutlich zugunsten der Gastgeber und besiegelte den angestrebten Dreisatzerfolg.

BR Volleys Manager Kaweh Niroomand sprach dennoch nicht von einem entspannten Volleyballabend: „So
ganz leicht war es heute nicht. Wir brauchten die volle Konzentration. Als diese im zweiten Satz nicht mehr ganz vorhanden war und wir zeitweilig den Faden verloren, wurde es sofort eng. Und im dritten Durchgang hat Robert Kromm mit einer überragenden Aufschlag-Serie die Sache früh zum Erfolg geführt. Man muss auch  berücksichtigen, dass Izmir auf einige Leistungsträger verzichten musste.“

Was Tine Urnaut von Arkas Izmir bestätigte: „Wir haben vor zwei Tagen ein schweres Spiel 3:2 gegen Ziraat Ankara gewonnen und dabei unseren ersten Diagonalangreifer durch Verletzung eingebüßt. Und weil auch unser zweiter Angreifer auf dieser Position, Urpo Sivula, verletzt ist, hatten wir hier wenig Mittel. Trotzdem sind wir enttäuscht, denn wir haben heute einfach schlecht gespielt.“

Robert Kromm, mit 14 Zählern punktbester Spieler der Partie, warf einen schon einen Blick voraus auf das DVV-Pokal-Halbfinale gegen Generali Haching am Samstag (19.30 Uhr in der Max-Schmeling-Halle): „Das wird uns auf jeden Fall mehr abverlangen, weil es gegen einen stärkeren Gegner in einer Alles-oder-nichts-Konstellation um Weiterkommen oder Scheitern geht.“

Tickets für das DVV-Pokal-Halbfinale gibt es im BR Volleys Ticketshop, unter der Telefon-Hotline 01806 - 99 11 12 oder direkt an der Max-Schmeling-Halle.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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