Maximale Punktausbeute

Die BERLIN RECYCLING Volleys haben am Sonntagabend mit 3:1 (23:25, 25:17, 25:23, 25:22) beim TV Ingersoll Bühl gewonnen und damit ihre Chance gewahrt, als Tabellenerster in die Play-off-Runde einzuziehen. Dafür benötigen die Berliner am kommenden Mittwoch beim letzten Hauptrundenspiel gegen den VC Dresden jedoch weitere drei Punkte.


2014-03-09

Kapitän Scott Touzinsky führte sein Team am Sonntag in Bühl zu einem wichtigen Auswärtssieg.
Foto: Andreas Arndt, Karlsruhe


Im wichtigen Match gegen die heimstarken Bühler vertraute BR Volleys Coach Mark Lebedew einmal mehr seiner eingespielten Stammformation um Zuspieler Kawika Shoji, Diagonalangreifer Paul Carroll, den Mittelblockern Srecko Lisinac und Tomas Kmet, den Außenangreifern Scott Touzinsky und Robert Kromm sowie Libero Martin Krystof. Von Beginn an entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, das bis zum Stand von 11:11 ausgeglichen blieb. Erst eine Aufschlagsserie des Bühler Diagonalangreifers Marvin Prolingheuer ermöglichte den Gastgebern eine erste Führung, die sie bis auf 11:16 ausbauen konnten. Zwar kämpften sich die Berliner Punkt für Punkt heran, doch letztlich sicherte sich der TV Ingersoll den ersten Durchgang knapp mit 23:25.

Dies bedeutete gleichzeitig, dass der Deutsche Meister nun unbedingt die drei darauffolgenden Sätze gewinnen musste, um die volle Punktzahl mit nach Hause nehmen zu können. Sich dessen bewusst, übten die BR Volleys – allen voran Carroll und der später als „wertvollster Spieler“ ausgezeichnete Lisinac – im zweiten Durchgang mehr Aufschlagdruck aus, was die Annahme des Gastgebers zum Wackeln und den Hauptstädtern eine komfortable Führung brachte. Über die Stationen 5:1, 12:6 und 19:10 zogen die Berliner davon und schafften mit einem klaren 25:17 den 1:1-Satzausgleich.

Der dritte Abschnitt begann wie eine Kopie des ersten Durchgangs: keine der beiden Mannschaften konnte sich einen größeren Vorsprung herausspielen, sodass es über die gesamte Satzdauer eng und spannend blieb. In der entscheidenden Phase zeigte das Team um Geburtstagskind Robert Kromm die besseren Nerven, setzte sich auf 24:21 ab und nutzte seine dritte Chance zum 25:23-Satzgewinn.

Die Mannschaft von Trainer Ruben Wolochin ließ sich davon aber keineswegs beeindrucken, sondern versuchte, auch in der Folgezeit den Berlinern vor 1.620 begeisterten Zuschauern Paroli zu bieten. Dies gelang den Gastgebern über weite Strecken, doch die Hauptstädter bewahrten trotz der aufgeheizten Atmosphäre die nötige Ruhe, spielten weiterhin konsequent auf und hatten mit 25:22 erneut das bessere Ende für sich.

„Es war das erwartet schwierige Spiel. Bühl hat die zweiwöchige Vorbereitungsphase super genutzt und im ersten Satz nahezu perfekt gespielt. Wir haben in dieser Phase zwar gut gekämpft, aber zum Ende hin fehlten uns leider einige Punkte“, analysierte Mark Lebedew den Verlust des Auftaktsatzes, stellte aber auch fest: „Umso länger das Spiel dauerte, desto besser kamen wir in unseren Rhythmus und waren in den wichtigen Momenten die bessere Mannschaft.“ 

Am Mittwoch (12. März um 19.30 Uhr) kommt es nun in der Dresdner Margon-Arena für die BR Volleys zum letzten Spiel der Hauptrunde. Mit einem 3:0 oder 3:1 Erfolg gegen den VC Dresden können sich Kapitän Scott Touzinsky und sein Team den ersten Tabellenplatz sichern und somit von der bestmöglichen Position in die Play-offs starten. „Wir haben heute einen wichtigen Schritt gemacht, um dieses Ziel zu erreichen. Nun wollen wir am Mittwoch unsere Aufgabe zu Ende bringen“, blickt Lebedew voraus.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok