BR Volleys erobern Platz 1

Am letzten Spieltag der Bundesliga-Hauptrunde haben die BERLIN RECYCLING Volleys mit einem 3:1 (27:29, 27:25, 25:15, 25:10) Auswärtssieg beim VC Dresden erstmals in dieser Saison die Tabellenführung erobert. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn nun startet der Titelverteidiger am 26. März von der Spitzenposition aus in die Play-offs um die Deutsche Meisterschaft 2014.


2014-03-12

Mit einem 3:1-Erfolg über den VC Dresden sichern sich die BR Volleys den Gewinn der Bundesliga-Hauptrunde.
Foto: Angela Weickelt, Dresden


Die Auswärtsaufgabe beim Tabellenschlusslicht gestaltete sich jedoch zunächst wesentlich schwieriger als erwartet. Eigentlich war der Start der Berliner optimal (8:5), doch eine Aufschlagserie von Mittelblocker Robert Schramm brachte den Dresdnern fünf Zähler in Folge und somit die erste knappe Führung (8:10), welche die couragiert auftretenden Gastgeber bis auf 14:18 ausbauen konnten. Zwar schrumpfte dieser Vorsprung in der Folgezeit immer mehr zusammen (18:21, 22:24, 24:24), doch die Außenseiter ließen nicht locker und verwandelten schließlich ihren sechsten Satzball per As von Alan Wasilewski zum 29:27.

Um sich die erhoffte Tabellenführung zu sichern, mussten die BR Volleys nun drei Sätze in Folge gewinnen, denn nur mit der maximalen Punktausbeute von drei Zählern konnten die Berliner auf der Zielgerade noch am VfB Friedrichshafen vorbeiziehen. Der aus dieser Konstellation resultierende Druck machte den Hauptstädtern sichtlich zu schaffen. Beim Rückstand von 6:9 im zweiten Satz nahm Coach Mark Lebedew seinen einzigen Spielerwechsel der Partie vor und brachte den später zum MVP gewählten Kawika Shoji auf der Zuspielposition. Kurz darauf sorgte ein Aufschlag-As von Aleksandar Spirovski für eine erste Führung der Berliner (12:11), doch es blieb spannend bis zum Satzende (23:23, 24:24, 25:25). Diesmal hatte der Meister das bessere Ende für sich und konnte nach einem Dresdner Fehlangriff über den 27:25-Satzgewinn jubeln.

Dieses Erfolgserlebnis und die anschließende 10-Minuten-Satzpause brachten dem BR Volleys Team nicht nur Sicherheit, sondern auch die nötige Lockerheit. In den beiden Folgesätzen zeigte der Meister seine gewohnte Klasse, diktierte mit seinen druckvollen Aufschlägen und Angriffen sowie einer stabilen Block- und Feldabwehr das Spielgeschehen und ließ dem VC Dresden keine Chance mehr. Mit 25:15 und 25:10 gingen beide Durchgänge mehr als deutlich an den Favoriten, der sich damit am letzten Spieltag der Hauptrunde tatsächlich noch die bestmögliche Play-off-Ausgangsposition sicherte.

„Wir waren zu Beginn nicht konzentriert genug, Dresden hat das gut und konsequent ausgenutzt. Zum Glück konnten wir den zweiten Satz am Ende für uns entscheiden. Danach haben wir unseren Rhythmus gefunden und das Match kontrolliert“, zeigte sich Trainer Mark Lebedew glücklich über den wichtigen Auswärtssieg.

Nun bleiben dem Coach und seinem Team 14 Tage Zeit, um sich auf die Play-off-Runde vorzubereiten. Diese startet für die BR Volleys am 26. März (19.30 Uhr) mit einem Heimspiel in der Max-Schmeling-Halle. Als Gegner kommen die VSG Coburg/Grub, CV Mitteldeutschland und der heutige Kontrahent VC Dresden in Frage.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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