Erfolgreicher Play-off-Auftakt

Die BR Volleys sind mit einem Heimsieg in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 2014 gestartet: Im ersten Viertelfinalspiel überzeugte der Titelverteidiger vor 4.148 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und setzte sich mit einem klaren 3:0 (25:11, 25:16, 25:21) gegen CV Mitteldeutschland durch. Gewinnen die Hauptstädter in der „best of three“-Serie ein weiteres Mal, stehen sie im Play-off-Halbfinale.


2014-03-26

Mit einem 3:0-Heimsieg im Gepäck reisen die BR Volleys am Samstag zum Rückspiel nach Spergau.
Foto: Eckhard Herfet, Berlin


Ab jetzt geht es um alles oder nichts, das wusste am Mittwochabend auch die BR Volleys Startformation – Carroll, Kromm, Sikiric, Lisinac, Kmet, Shoji, Krystof – und legte einen furiosen Start hin. Dank einer starken Aufschlagserie von Paul Carroll setzten sich die Gastgeber sofort ab (8:0), die Chemie Volleys konnten gegen die Durchschlagkraft der Berliner zu diesem Zeitpunkt kaum etwas ausrichten. Durch ein Aufschlag-Ass von Zuspieler Kawika Shoji gingen die Hauptstädter mit einem deutlichen 10-Punkte-Vorsprung in die zweite Technische Auszeit (16:6) und hielten die Gegenwehr der Gäste dank guter Abwehr-und Blockaktionen unter Kontrolle. Nach nur 20 Minuten sicherte Roko Sikiric mit einem Block den 25:11-Satzgewinn. 

Der zweite Durchgang gestaltete sich zunächst weniger einseitig. Bei Kromm & Co wurde der zuvor noch sicher stehende Abwehrriegel etwas löchrig,  das Gästeteam von Trainer Ulf Quell fand dagegen immer besser ins Spiel, kam häufiger mit seinen Angriffen durch und behielt so während der ersten Ballwechsel den Anschluss an die Berliner (9:9). Erneut war es dann eine gelungene Aufschlagserie, diesmal von Shoji mit zwei Assen in Folge, die für einen Vorsprung der BR Volleys sorgte und die Fans im „Volleyballtempel“ in lautstarken Jubel ausbrechen ließ (15:9). Die Chemie Volleys versuchten zwar weiterhin, den Meister zu ärgern, durch zu viele Eigenfehler konnten sie die Hausherren aber nicht mehr stoppen und mussten sich diesmal 25:16 geschlagen geben.

Für die Berliner war der Matchgewinn jetzt nur noch eine Frage der Zeit. Mitteldeutschland gab sich zwar nicht kampflos geschlagen, hatte mit seinen Konteraktionen aber zu selten Erfolg, um die Hauptstädter, bei denen mit Fischer, Spirovski, Hecht und Schott jetzt einige Spieler von der Reservebank eingewechselt wurden, ernsthaft unter Druck zu setzen (8:4, 16:10). Gegen Ende des Durchgangs gelang es den Sachsen-Anhaltern, den Rückstand zu verkürzen (23:20), allerdings zu spät, um dem Spielgeschehen noch eine Wende zu geben. Ein Aufschlagfehler von Mittelblocker Artur Augustyn besiegelte das 25:21 und damit den 3:0-Heimsieg der Berliner.

„Man hat gemerkt, dass wir lange nicht mehr hier gespielt haben. Es gibt noch einiges, an dem wir in den nächsten Tagen und Wochen arbeiten müssen“, resümierte Robert Kromm, mit 12 Zählern erfolgreichster Punktesammler bei den Gastgebern. Wichtig war für den Außenangreifer aber vor allem eins: „Wir sind mit einem ordentlichen 3:0 in die Play-offs gestartet, das ist die Hauptsache.“

Auch wenn die BR Volleys als klarer Favorit in die Partie gegangen waren, konnte CVM-Trainer Ulf Quell seine Enttäuschung über den Spielverlauf nicht verbergen: „Wir haben es leider nicht geschafft, an unsere guten Leistungen der letzten Wochen anzuknüpfen. Wir hatten uns vorgenommen, im Aufschlag mehr Druck auszuüben, letztendlich ist es uns aber nicht gelungen, Berlin damit Probleme zu bereiten.“

Zufriedener zeigte sich sein Gegenüber Mark Lebedew: „Am Gesamtverlauf gibt es nicht viel zu meckern. Wir haben nicht perfekt gespielt, aber vor allem zu Beginn stark agiert und damit ein Zeichen gesetzt, was von uns zu erwarten ist. Das Wichtige ist, gegen einen solchen Gegner von Anfang an voll da zu sein und Druck aufzubauen. Das ist uns gelungen.“ Mit Blick auf die Fortsetzung am Samstagabend (29. März um 19.30 Uhr) in der Jahrhunderthalle Spergau sagt der Australier: „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Serie am Wochenende zu unseren Gunsten entscheiden können.“

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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