FINAAALE! BR Volleys spielen um die Deutsche Meisterschaft 2014

Es ist geschafft: Die BR Volleys stehen im Finale um die Deutsche Meisterschaft 2014! Die Hauptstädter setzten sich auch im dritten Halbfinale mit 3:1 (25:17, 22:25, 25: 13, 25:21) gegen den TV Ingersoll Bühl durch und feierten vor 5.187 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle den vorzeitigen Einzug in die Endrunde um den Titelgewinn.


2014-04-13

Mit dem Sieg am Sonntag machten die BR Volleys nicht nur den Play-off-Finaleinzug,
sondern auch die Qualifikation für die CEV Champions League 2015 perfekt.
Foto: Eckhard Herfet, Berlin


BR Volleys Coach Mark Lebedew vertraute am Sonntagnachmittag zunächst seiner Stammformation mit
Scott Touzinsky und Robert Kromm im Außenangriff, Tomas Kmet und Srecko Lisinac im Mittelblock,
Zuspieler Kawika Shoji, Paul Carroll auf Diagonal und Martin Krystof als Libero. 

Für die mehr als 5.000 Besucher im „Volleyballtempel“ war die Spannung von der ersten Minute an
geradezu greifbar. Hochkonzentriert und -motiviert lieferten sich die beiden Kontrahenten schon zu
Beginn des ersten Satzes zahlreiche umkämpfte Ballwechsel, die das Publikum begeisterten.
Spektakuläre Abwehr- und Angriffsaktionen auf beiden Seiten sorgten für einen ausgeglichenen
Satzverlauf (6:6, 15:15). Nach und nach gelang es dann aber den Gastgebern, sich mit ihrem
sowohl cleveren als auch kraftvollen Spiel eine Führung herauszuarbeiten (20:17) und diese trotz
starker Gegenwehr nicht mehr abzugeben. Mit zwei Assen in Folge ebnete Lisinac seinem Team den
Weg zum Satzball (23:16, 24:16), den Kmet im zweiten Versuch über die Mitte zum 25:17 verwandelte.

Auch im zweiten Durchgang lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, der sich
schnell zu einem spannenden Kopf-an-Kopfrennen entwickelte (6:6, 12:12, 16:16). Beide Teams
schenkten sich nichts und ließen den Satzausgang lange Zeit offen (21:21). Erst Bühls Außenangreifer
Joseph Sunder sorgte mit einer starken Aufschlagserie für die Entscheidung und führte seine Mann-
schaft mit zwei Assen auf die Siegerstraße. Auf diese Weise glichen die Gäste mit 25:22 zum 1:1 aus.

Die BR Volleys fühlten sich davon offenbar gewarnt und erhöhten nun deutlich den Druck, während
die Gäste nach dem Satzgewinn deutlich nachließen. Die zuvor noch sicher stehende Annahme der
Bühler geriet jetzt ins Wanken, was die  Hausherren – lautstark unterstützt von ihren Fans –
gnadenlos ausnutzten (8:3, 12:4). Mit einer geschlossenen Teamleistung bauten die Hauptstädter
ihre Zehn-Punkte-Führung zur zweiten Technischen Auszeit (16:6) kontinuierlich aus und setzten
schließlich durch den inzwischen eingewechselten Spirovski den 25:13-Schlusspunkt hinter diesen
wichtigen Durchgang.

Der TV Ingersoll Bühl wollte sich in seinem möglichen letzten Saisonspiel aber keineswegs kampflos
geschlagen geben und so entwickelte sich im vierten Abschnitt erneut ein ausgeglichenes Kräfte-
messen (4:4, 10:9, 15:15). Am Ende waren es jedoch die BR Volleys, die ihren Heimvorteil nutzten,
trotz zahlreicher Wechsel (Spirovski für Carroll, Sikiric für Touzinsky, Fischer für Lisinac) die Konzen-
tration immer hoch hielten und in den wichtigen Ballwechseln auch dank ihrer Erfahrung punkteten.
Auf diese Weise sicherten sich die Berliner beim Stand von 24:19 den ersten Matchball des Tages.
Zwei Mal wehrte Bühl noch ab, dann aber punktete MVP Robert Kromm zum 25:21 und machte damit
den Finaleinzug perfekt.

„Hinter uns liegt eine lange, anstrengende Saison und der Finaleinzug ist die beste Bestätigung für
unsere harte Arbeit“, freute sich Kapitän Scott Touzinsky nach der Partie. „Unsere Fans waren
heute einfach toll, ihre Unterstützung hat uns unheimlich motiviert. Ich hoffe, dass sie im Finale
genauso zahlreich und geschlossen hinter uns stehen“, so der US-Amerikaner.

Bühls Trainer Ruben Wolochin resümierte: „Es gibt immer Sachen, die man besser machen kann,
aber insgesamt haben wir heute gut gespielt und unser Maximum erreicht. Wir haben gegen ein
Team verloren, das einfach besser ist. Für uns ist es wichtig, aus solchen Spielen zu lernen.“ Trotz
der Niederlage zeigte sich der Argentinier zufrieden: „Wir sind glücklich über den dritten Platz.
Er zeigt, dass wir gute Arbeit leisten und Fortschritte machen.“

BR Volleys Coach Mark Lebedew bilanzierte das Match wie folgt: „Es war kein super schönes Spiel
von uns, aber was zählt, sind der Sieg und der Einzug ins Finale. Bühl ist eine gute Mannschaft und
kann uns demzufolge trotz unserer Favoritenrolle vor Probleme stellen. Wir haben zwischenzeitlich
einfach nicht konsequent genug agiert. Je ausgeglichener der Spielverlauf ist, desto mehr spürt der
Gegner, dass er Chancen hat.“ Trotz der kritischen Worte war dem Australier aber auch die Freude
über den wichtigen Sieg anzumerken: „Das Finale war unser Ziel und wir genießen den Erfolg. Wir
wissen, dass uns im Finale eine weitaus größere Herausforderung erwartet und
werden uns in den nächsten 14 Tagen bestmöglich darauf vorbereiten.“

Tickets für die Play-off-Finalserie gibt es ab sofort im BR Volleys Ticketshop.

 

In drei Wochen beginnt die neue Bundesliga-Spielzeit mit dem offiziellen DVL-Saisoneröffnungsspiel gegen Generali Haching in der Max-Schmeling-Halle. Mark, wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung und wo siehst Du noch „Baustellen“?

Mark Lebedew: Bis jetzt bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist konditionell gut drauf, arbeitet motiviert und intensiv.  Wir haben natürlich noch viel zu tun, vor allem unsere Organisation müssen wir verbessern. Außerdem gibt es das ein oder andere technische Detail, an dem wir arbeiten müssen.

 

Bei den ersten Testspielen in Polen gab es jeweils klare Niederlagen. Worauf legst Du bei solchen Vorbereitungsspielen besonders wert und welches Fazit ziehst Du aus dem Turnier in Olsztyn?

Lebedew: Diese Vergleiche sind wichtig, um zu sehen, wo wir gerade stehen und was wir noch zu tun haben.  Das hat uns das Turnier in Olsztyn aufgezeigt.  Wir haben am Wochenende wichtige Schritte gemacht und junge Spieler wie Ruben Schott und Florian Hecht haben die Möglichkeit bekommen, gegen hochklassige Mannschaften zu spielen. Das wird für die Zukunft wichtig sein.

 

Aufgrund von internationalen Aufgaben stehen Dir in der Vorbereitung nicht alle Spieler zur Verfügung. Kawika Shoji ist mit Team USA unterwegs, Tomas Kmet mit der Slowakei und Neuzugang Srecko Lisinac mit Serbien spielen bei der Europameisterschaft. Wie schwer wiegt dieses Problem und wie kompensiert Ihr die Ausfälle in der täglichen Trainingsarbeit?

Lebedew: Es ist normal, dass zu diesem Zeitpunkt einige Spieler fehlen und es Dinge gibt, die wir nicht trainieren können. Am meisten fehlt uns Kawika, weil wir im Training nur einen Zuspieler haben und so weniger Spielformen üben können.

 

Was sind Deine Erwartungen an das Saisoneröffnungsspiel am 15. Oktober gegen Pokalsieger Generali Haching und warum sollte man sich dieses Volleyball-Highlight nicht entgehen lassen?

Lebedew: Ich erwarte ein hochklassiges Spiel, ein tolle Atmosphäre, Leidenschaft, Spaß und hoffentlich am Ende drei Punkte für die BR Volleys.

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