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Der Star war das Team

So 29.08.2010
Schenkte man vor dem heutigen Play-off-Halbfinale der allgemeinen Medienberichterstattung und den Statistiken der letzten Spieljahre Glauben, ging der SCC BERLIN als klarer Außenseiter in das Semifinale gegen Vizemeister Evivo Düren. Die letzten vier Begegnungen hatte man im Dürener "Hexenkessel" meist deutlich verloren.

Und auch das heutige erste Match der "best of three"-Serie begann für die Hauptstädter wenig verheißungsvoll. Zwar zeigten sich beide Mannschaften in der Anfangsphase auf Augenhöhe, aber beim Stand von 18:14 sah Evivo schon wie der sichere Satzgewinner aus. Anschließend schlugen die Berliner die Gastgeber jedoch mit ihren eigenen Waffen. Das SCC-Team gab sich nie auf, kämpfte sich mit Moral und Geduld wieder heran, wehrte sogar bei 24:25 einen Satzball ab und konnte wenig später über den 27:25 Satzerfolg jubeln.

Die Rheinländer zeigten sich davon wenig beeindruckt. Schnell zog Evivo im zweiten Satz davon, führte bei den technischen Auszeiten 8:5 sowie 16:11 und feierte gemeinsam mit den 3.000 Zuschauern bei 25:21 den verdienten Satzausgleich. Jetzt waren Dramatik und Spannung in der Arena Kreis Düren fast greifbar. Ein Beleg für die aufgeheizte Atmosphäre: die gelbe Karte wegen Schiedsrichterkritik für Evivo-Coach Mirko Culic. Dessen Team lief im dritten Satz fast ständig einem Rückstand hinterher, konnte diesen zwar immer wieder verkürzen, den 25:23-Satzerfolg des SCC aber nicht verhindern.

Wieder steckte Evivo den Rückstand überraschend gelassen weg und spielte sich - auch dank der lautstarken Unterstützung von den Zuschauertribünen - in einen wahren Rausch. Konsequenz war ein deutliches 25:14 und der 2:2-Satzausgleich. Der Tie-break musste also die Entscheidung bringen. Und hier trotzten die Berliner nicht nur dem sich auf der Siegerstraße wähnenden Gegner, sondern auch der eindrucksvollen Kulisse. Kapitän Jaroslav Skach brachte sein Team mit einer Aufschlagserie 4:0 in Front, bei 8:3 wurden die Seiten gewechselt und wenig später brachen beim 15:8 auf Berliner Seite alle Dämme. Spieler, Trainer und Fans lagen sich vor Freude in den Armen. "Eine geschlossene Mannschaftsleistung", freute sich Manager Kaweh Niroomand, "wir verfügen zwar über keinen herausragenden Einzelspieler, aber über ein großartiges Team". Dies bestätigte auch sein Trainer Michael Warm: "Heute hat jeder Einzelne sein Steinchen zu einem tollen Mosaik beigetragen".

Trotz des Überraschungscoups in Düren warnt der SCC-Coach aber davor, den Vizemeister nun im Rückspiel zu unterschätzen. "Evivo ist dafür bekannt, sich aus schwierigen Situationen immer wieder herauszuspielen. Das Spiel am Mittwoch wird keineswegs einfacher als das heutige. Wir werden versuchen, unsere Außenseiterchance erneut zu nutzen, um gemeinsam mit unseren Fans den Traum vom Finale wahr werden zu lassen."

Das Rückspiel findet am kommenden Mittwoch (18. April) um 19.00 Uhr in der Charlottenburger Sömmeringhalle statt. Ein mögliches Entscheidungsspiel würde am Samstag (21. April) in Düren ausgetragen werden.

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