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"Ich bin sehr zuversichtlich"

So 29.08.2010
Michael Warm konnte in den vier Jahren als SCC-Cheftrainer immer das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft erreichen. Mit zwei Dritten Plätzen und einer Vizemeisterschaft spielte Berlins Volleyballteam Nr. 1 unter seiner Leitung regelmäßig um den Titel mit.
Kurz vor Beginn der Halbfinalserie ("best of three") gegen den VfB Friedrichshafen (Hinspiel 15. April / 20 Uhr / ZF-Arena Friedrichhafen) sprach scc-volleyball.de mit ihm über die aktuelle Personalsituation, die restliche Vorbereitung und seine Vorfreude auf das Rückspiel in der Max-Schmeling-Halle.

scc-volleyball.de: Wie feiert Michael Warm in Mitten der Play-offs das Osterfest?
Michael Warm: Da ist keine Zeit für Osterhasen. Dafür hat Christoph Eichbaum am Sonntag eine kleine Geburtstagsfeier in der Halle organisiert, das war eine schöne Idee. Ostern fällt also weitgehend aus, doch mich trifft das wenig, denn wir haben ein Ziel, und der Weg dorthin macht im Augenblick richtig Spaß!

scc-volleyball.de:
Und wie werdet Ihr die restlichen Tage bis zum ersten Halbfinale nutzen?

Michael Warm: Wir haben zuerst sehr viel trainiert und jetzt arbeiten wir vor allem im taktischen und mentalen Bereich. Am Ende müssen wir aber auch mit der nötigen Ruhe und Lockerheit nach Friedrichshafen fahren. Mehr ist in diesem Falle eben nicht unbedingt auch "besser"!

scc-volleyball.de: Am Mittwoch beginnt das Halbfinale. Dabei treffen die Finalisten des Vorjahres aufeinander. In dieser Saison ist die Bilanz mit jeweils einem Sieg ausgeglichen. Wie stehen die Chancen für den SCC ins Finale einzuziehen?

Michael Warm: Grundsätzlich bin ich sehr zuversichtlich, obwohl sich der VfB natürlich nach einer unruhigen Phase und einigen ungewohnten Niederlagen - darunter auch gegen uns - mittlerweile wieder völlig anders präsentiert. Man scheint das Tief gut überwunden zu haben und im Augenblick zeigen sie schon wieder ein sehr hochklassiges Spiel. Doch ich bin auch mit unserer Performance zufrieden und wir werden den Kampf aufnehmen.

scc-volleyball.de: Du sprichst es an. Warum verlor der VfB Friedrichshafen in dieser Saison bereits vier Spiele. Wo siehst Du beim Rekordmeister die Gründe für den Leistungsunterschied zur letzten Saison?
Michael Warm: Auch der VfB hatte in dieser Saison mit etlichen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Somit wurde die Mannschaft häufig umgestellt und fand lange Zeit nicht zu ihrem Rhythmus. Dazu kam dann die eine oder andere Niederlage und dadurch konnte sich das gewohnte Selbstvertrauen auch nicht so einfach aufbauen. Erst jetzt in der Endphase der Saison scheint sich das Team gefunden und wieder an Stabilität gewonnen zu haben.

scc-volleyball.de:
Aleksandar Spirovski wird für die restliche Spielzeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Wie schwer wiegt der Ausfall?

Michael Warm: Das ist natürlich mehr als ärgerlich! Irgendwie kennen wir das ja nun schon. Wir sind in guter Form und dann müssen wir einen wichtigen Spieler ersetzen, weil dieser sich schwer verletzt. Oft haben wir diese Situationen gut meistern können, das ist auch diesmal unser Ziel. Dennoch: Spiro war in etlichen Spielen unser Top-Angreifer und solche Spieler sind normalerweise nicht zu ersetzen. Haching ohne Liefke, Düren ohne Quero oder aber der VfB ohne Grozer hätten in einer solchen Situation sicherlich auch schwer zu kämpfen.

scc-volleyball.de: Mit Sebastian Fuchs steht ein junger Vertreter auf der Diagonalposition bereit. Was traust Du Ihm zu?
Michael Warm: Ich vertraue ihm völlig. Das gilt übrigens für die gesamte Mannschaft. Sonst würde ich ihn jetzt auch nicht ins kalte Wasser werfen. Doch so kalt ist das Wasser ja auch wieder nicht, schließlich hat er in dieser Saison schon ziemlich viel Spielpraxis bekommen und für sein erstes Jahr bei einem Top-Club der Bundesliga einen bewundernswerten Sprung gemacht. Ihm traue ich absolut zu, dass er auch jetzt eine Top-Leistung bringen wird. Bislang konnten wir uns bei seinen Einsätzen auf ihn verlassen, warum sollte sich das ändern?

scc-volleyball.de: Jaroslav Skach bestätigte mit zwei starken Vorstellungen gegen Düren seine Rolle als Schlüsselspieler. Was erwartest Du von Jaro in seiner Funktion als Kapitän für die kommenden Partien?

Michael Warm: Da verändert sich meiner Meinung nach nichts. Jaro ist der Chef auf dem Feld, wir kommunizieren sehr gut und er führt das Team in einer tollen Art und Weise. Das wird er sicher auch in den nächsten Partien tun. Und auf seine spielerische Leistung können wir uns darüberhinaus sowieso verlassen!

scc-volleyball.de: Am 18. April wird der SCC für das Rückspiel wieder in die Max-Schmeling-Halle ziehen. Welche Erinnerungen werden bei dem Gedanken in Dir wach?

Michael Warm: Das war mit Sicherheit das schönste Volleyball-Erlebnis, das ich bislang hatte. An diesem Abend hat wirklich Alles gepasst! Ich habe mir aber vorgenommen, diesen Abend nie als Vergleich herzunehmen, denn so etwas ist nicht zu kopieren. Die Erinnerung daran wird aber immer bleiben, die kann uns niemand mehr nehmen! Es gab uns im Viertelfinale gegen Düren natürlich viel Energie, da wir wussten, dass die Max-Schmeling-Halle die Belohnung für einen Sieg sein würde.

scc-volleyball.de: Welchen Einfluss kann eine große Kulisse wie beim Rekordbesuch im Februar (7.700 Zuschauer) auf den Ausgang einer Partie nehmen?
Michael Warm: Da Volleyball ja bei jedem einzelnen Spielzug auch Emotionen beim Publikum weckt, überträgt sich die Stimmung natürlich schnell auf das Team, gibt zusätzliches Selbstvertrauen. Außerdem muss ich sagen, dass es damals perfekt gelungen ist, diese Zuschauer auch in ein grandioses Fan-Publikum zu verwandeln. Hierfür müssen wir unseren Moderatoren und dem Management noch ein großes Kompliment machen. Das war schon großartig! Zuerst einmal müssen wir aber leider in Friedrichshafen gegen eine volle Halle anspielen, erst danach können wir uns auf unsere Fans freuen.

scc-volleyball.de: Wie schläfst Du eigentlich in der Nacht vor solchen entscheidenden Spielen?
Michael Warm: Eigentlich immer sehr gut. Der Fokus auf das Spiel wird von Tag zu Tag klarer und normalerweise habe ich da sehr ruhige Nächte, in denen ich noch einmal viel Energie tanken kann. Viel schwieriger ist immer die Nacht nach dem Spiel, egal wie es ausgeht. Da brodelt noch so viel Adrenalin im Körper, so dass an Schlaf kaum zu denken ist. Erst am nächsten Tag kommt man meist wieder in der Realität an.

scc-volleyball.de: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg im Play-off-Halbfinale!

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