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Von Stars, Aufholjägern und Drahtseilkünstlern

So 29.08.2010
Beim Final Four des europäischen Challenge Cups trifft der SCC BERLIN im Halbfinale auf Gastgeber RPA Perugia / ITA. Das andere Semifinale bestreiten Dukla Liberec / CZE und Mladost Zagreb / CRO. Wir stellen Ihnen die Kontrahenten des SCC vor …

Der Topfavorit

"Das Losglück hat uns beim Finalturnier leider etwas im Stich gelassen. Denn im Halbfinale müssen wir gegen die Italiener spielen und das ist die vermeintlich stärkste Mannschaft unter den vier Teilnehmern", blickt SCC-Manager Kaweh Niroomand auf das Semifinale am Samstag (Spielbeginn: 16.30 Uhr) gegen den Topfavoriten RPA Perugia. Der Tabellen-Neunte der italienischen Serie A schaltete in den vorangegangenen KO-Runden Metallurg Zhlobin (BLR), Anorthosis Famagusta (ZYP), OK Kakanj (BIH) sowie Euphony Asse-Lennik (BEL) aus und blieb in allen acht Partien ungeschlagen. Allein diese herausragende Statistik unterstreicht die Ausnahmestellung des Starensembles aus der Region Umbrien. Aber auch ein Blick auf den Kader von Trainer Vincenzo Di Pinto lässt keinen Zweifel an der Favoritenrolle der Gastgeber. Namen wie Cristian Savani (ITA), Jan Stokr (CZE) und Stefan Hübner lassen das Herz eines jeden Volleyball-Experten höher schlagen. Der deutsche Mittelblocker freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Club: "Gegen Berlin, meinen letzten Verein in der Bundesliga, zu spielen, wird ein echtes Highlight für mich", weiß aber auch, dass er und sein Team als Topfavorit gelten: "Es wäre der erste Titel für unseren Verein und ist daher von Anfang an unser wichtigstes Ziel gewesen. Denn seit es kein Selbstläufer mehr ist, dass die italienischen Vereine europäische Titel gewinnen, ist der Stellenwert des Europacups hier deutlich gestiegen."

Die Nervenstarken
Dukla Liberec, das Team aus der Wintersportstadt im Norden Tschechiens startete zunächst im CEV-Cup, unterlag dort aber in der ersten Runde Selver Talinn (EST). Als "Trostpflaster" durften die Ex-Mannschaftskollegen von SCC-Libero Martin Krystof ab der 3. Runde in den Challenge Cup einsteigen und bewiesen hier bemerkenswerte Nervenstärke. Gegen Orion Doetinchem (NED) verlor man das Hinspiel vor heimischer Kulisse 2:3, siegte aber in den Niederlanden mit 3:1. Nerven wie Drahtseile stellten die Tschechen auch in den folgenden Runden unter Beweis. Im Achtelfinale gewann man vor eigenem Publikum gegen Remat Zalau (ROM), das neue Team von Ex-SCC-Trainer Michael Warm, sicher mit 3:0. Das Rückspiel endete allerdings ebenso deutlich zugunsten der Rumänen. Doch Liberec bewahrte die nötige Ruhe und entschied den "golden set" mit 15:12 für sich. Damit aber nicht genug. Im Viertelfinale gegen den Favoriten Stade Poitevin Poiters (FRA) wiederholte die Mannschaft von Trainer Michal Nekola dieses unglaubliche Kunststück. Nach einem 3:0 Sieg in Tschechien ließ man sich in Frankreich weder von einem 0:3 noch von 2.100 Zuschauern demoralisieren und qualifizierte sich dank eines 15:12 im "golden set" für das Finalturnier am kommenden Wochenende.

Die Kämpfer
Die Kroaten von Mladost Zagreb haben es vor allem ihrem unbändigen Kampfgeist zu verdanken, dass sie am Wochenende im Palasport Evangelisti von Perugia aufschlagen dürfen. In den ersten beiden Runden hatte die Mannschaft aus der kroatischen Hauptstadt leichtes Spiel. Zuerst wurde Chenois Genf (SUI) problemlos besiegt, dann konnte man dank eines Freiloses kraftsparend in das Achtelfinale einziehen. Diese Kraftreserven waren anscheinend Gold wert, um in den darauf folgenden Runden das drohende Aus jeweils im letzten Moment noch abwenden zu können. Zunächst musste Marchiol Prvacina (SLO) dem enormen Siegeswillen der Kroaten Tribut zollen. In Zagreb hatten die Slowenen bereits mit 3:2 gewonnen, so dass beim Rückspiel in Prvacina ein 3:0 oder 3:1 zum Weiterkommen gereicht hätte. Sicher und souverän gewannen die Gastgeber die ersten beiden Durchgänge mit 25:14 und 25:15 und waren somit nur noch einen Satzgewinn vom Einzug ins Viertelfinale entfernt. Doch plötzlich begann das kroatische Kämpferherz zu schlagen und Zagreb gewann nicht nur die nächsten drei Sätze, sondern auch den entscheidenden "golden set". Ähnlich verlief für die Kroaten das Viertelfinale gegen Lokomotive Kharkov (UKR). Zwar gewann man das Hinspiel in der Ukraine mit 3:2, doch im Rückspiel gingen die ersten beiden Abschnitte an Kharkov, so dass dem Gegner erneut nur ein Satzgewinn zum Weiterkommen fehlte. Wieder drehten die Kämpfer vom Balkan das Match, gewannen drei Durchgänge in Folge und zogen somit unter großem Jubel in das "Final Four" ein.

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