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SCC verliert Anschluss zur Spitze

So 29.08.2010
Wieder einmal konnten sich die SCC-Volleyballer am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle über eine großartige Kulisse freuen. Sportlich hingegen enttäuschten die Hauptstädter und verloren aufgrund der 0:3 (21:25, 20:25, 27:29) Niederlage gegen Düren den Anschluss an die Spitzengruppe der Liga.

Auch bei schlechten Witterungsbedingungen fanden 3.825 Zuschauer den Weg in die Arena im Prenzlauer Berg. Diese sahen allerdings zweieinhalb Sätze lang ein SCC-Team, das deutlich vom selbstbewusst und souverän vorgetragenen Spiel des Gegners entfernt war. Erst in der Endphase des dritten Durchgangs wurde es eine Partie auf Augenhöhe. Hier erreichte der SCC sogar mit 25:24 einen Satzball, den Düren aber erfolgreich abwehren und anschließend - durch den in dieser Phase immer wieder gesuchten Christian Dünnes - mit dem dritten Matchball zwei wertvolle Punkte verbuchen konnte.

"Es war aus unserer Sicht ein wichtiges, ein Vier-Punkte-Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollten", bestätigte Dürens Zuspieler und Ex-Berliner Ilja Wiederschein. Damit habe man sich in der Spitze hinter Friedrichshafen und Haching gemeinsam mit Rottenburg - alle drei Konkurrenten konnte Evivo in Liga oder Pokal bereits bezwingen - festgesetzt. Die Mannschaft habe sich seit der deutlichen 0:3-Saisonauftaktpleite gegen den SCC "absolut erfolgreich entwickelt, Ausfälle auf den Außenangriffspositionen kompensiert und bilde nun als Team eine sehr kompakte Einheit. Heute lagen unsere Vorteile vor allem im Bereich Block/Feldabwehr", so der 32jährige.

Eine Einschätzung, die SCC-Diagonalangreifer Sebastian Fuchs teilte: "Lange hatte man das Gefühl, gegen eine Gummiwand angreifen zu müssen. Immer wieder kam der Ball zurück und jeder Punkt musste hart erarbeitet werden. In einer solchen Situation versuchst du, den nächsten Ball unbedingt zu verwandeln und hast nicht mehr die nötige Lockerheit und Übersicht." In der Tat hatte Evivo nicht nur im erwähnten Block/Feldabwehr-Bereich an diesem Tag mehr Qualität. Auch in punkto Durchsetzungskraft war die starke Dürener Angriffsachse mit Christian Dünnes und Kapitän Jan Umlauft den Gastgebern überlegen.

"Denen mal wichtige Bälle abzunehmen, ist uns fast nie gelungen", monierte SCC-Manager Kaweh Niroomand. Dabei setzte SCC-Trainer Andrej Urnaut drei seiner insgesamt vier Mittelblocker ein. Und er begann jeden der drei Sätze mit einer anderen Startformation. Bis auf Libero Martin Krystof wurde beim SCC auf allen Positionen gewechselt. So starteten in der Annahme Allan van de Loo, der am Sonntag seinen 35. Geburtstag feierte, und Janis Smedins, im Angriff Sebastian Fuchs. Später kamen kurzzeitig Aleksandar Spirovski sowie mit einem längeren Einsatz der Kubaner Salvador Hidalgo Oliva. Im Block begannen Malte Holschen und Ricardo Galandi, der später durch Jaromir Zachrich ersetzt wurde. Und im Zuspiel musste Kapitän Jaroslav Skach bereits Mitte des zweiten Durchgangs dem 23-jährigen Christoph Schwarz Platz machen.

"Schwarz hat seine Sache gut gemacht und der Mannschaft noch einmal Schwung verliehen. Aber, da bis dahin keiner unser Spieler seine Normalform brachte, war das Spiel nicht mehr zu gewinnen", meinte Niroomand. Individuell sei der SCC in dieser Besetzung kaum schwächer als Evivo, "doch im kompakten Mannschaftsspiel, in dem die einzelnen Spielbereiche ineinander fließen, war heute keine richtige Linie bei uns zu erkennen." Dürens Fortschritte seien augenfällig, "während in unserem Spiel im Gegensatz zu Saisonbeginn vieles Stückwerk ist."

In der Bundesliga sei der SCC jetzt da angelangt, wo man ihn im Zuge der letzten Wochen befürchten musste: im Mittelfeld. Etwas, was man sich in der Sportstadt Berlin gegen die Konkurrenz anderer Sportarten wie Basketball, Eishockey oder Handball kaum erlauben könne, wie der Manager betont: "Besonders enttäuschend ist die Niederlage vor dem Hintergrund unserer Gesamtentwicklung. Wir haben Volleyball als Marke in der Hauptstadt etabliert und nicht zuletzt mit dem Wechsel in die Max-Schmeling-Halle attraktiver gemacht. Leider ist die sportliche Leistung derzeit nicht mitgewachsen." Wie man auf diese Konstellation reagieren könne, wollte der Manager unmittelbar nach Spielschluss nicht sagen. Das müsse man alles in Ruhe analysieren, um die richtigen Schlüsse zu ziehen.

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