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Auswärtssieg

Mi 28.03.2012
Fünf lange Jahre mussten sie warten, 14mal in Folge das Parkett als Verlierer verlassen, doch gestern Abend durften die BR Volleys endlich wieder in der ZF-Arena Friedrichshafen jubeln. Mit 3:1 (27:25, 25:16, 18:25, 25:22) gewannen die Berliner das dritte Play-off-Halbfinale (Modus „best of five“) gegen den Serienmeister VfB Friedrichshafen und haben nun am Sonntag (01.04. um 16 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle vor heimischer Kulisse die Möglichkeit, ins Finale um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen.

  
Coach Mark Lebedew schwört sein Team auf Sieg ein. 


„Der Sieg am Sonntag in Berlin hat uns das nötige Selbstbewusstsein gegeben. Wir wussten, dass wir Friedrichshafen schlagen können ... und wir haben es gemacht“, lautete der gewohnt lakonische Kommentar von BR Volleys Coach Mark Lebedew nach Spielende.

Und tatsächlich trat sein Team vom ersten Ballwechsel an wesentlich entschlossener auf als noch vor einer Woche, als das erste Spiel an gleicher Stelle mit 1:3 verloren ging. Zwar führten die heimstarken Gastgeber im Auftaktsatz ständig mit ein bis vier Punkten, doch die Berliner ließen sich davon nicht verunsichern, zogen beim 20:20 mit dem Gegner gleich, gingen bei 24:23 erstmals in Führung, wehrten beim Stand von 24:25 einen Satzball des VfB ab und nutzten wenig später ihren zweiten Satzball zum 27:25.

Die beiden Folgesätze waren jeweils klare Angelegenheiten für eine der beiden Mannschaften. Während die BR Volleys im zweiten Durchgang groß aufspielten (25:16), drückte der VfB Friedrichshafen dem dritten Abschnitt seinen Stempel auf (25:18).

  
Alle BR Volleys gingen für diesen wichtigen Auswärtssieg an ihre Grenzen.


Die Entscheidung fiel im vierten Satz, in dem sich die beiden Erzrivalen vor 1.800 Zuschauern in der ZF-Arena ein packendes Duell auf Augenhöhe lieferten. Ständig wechselte die Führung, jedoch konnte sich keine Mannschaft auf mehr als zwei Punkte absetzen. Beim Stand von 22:20 für die BR Volleys dann die vorentscheidende Szene: Ein Angriff des VfB wird vom Berliner Block touchiert und segelt scheinbar unerreichbar ins Seitensaus, doch Urpo Sivula (später zum MVP gewählt) hält das Spielgerät dank eines akrobatischen Hechtbaggers in der Luft, Paul Carroll (eigentlich nur zur Verstärkung des Blocks eingewechselt) passt den Ball hoch ins Feld zurück, von wo ihn Youngster Björn Höhne (feierte am Vortag seinen 21. Geburtstag) mit einem „Alles oder Nichts“ Angriff zum 23:20 verwandelt. Vier Ballwechsel später liegt sich das gesamte BR Volleys Team in den Armen und bejubelt das 25:22 sowie einen immens wichtigen Auswärtssieg.

  
Die BR Volleys gewinnen zum ersten Mal seit mehr als fünf Jahren am Bodensee.
Alle Fotos: Günter Kram, Friedrichshafen.


Für diesen zahlten die Hauptstädter jedoch einen hohen Preis. Bereits im ersten Satz musste Ricardo Galandi verletzt das Spielfeld verlassen, im zweiten Durchgang folgte ihm Scott Touzinsky. „Wir werden die beiden morgen direkt nach unserer Ankunft in Berlin intensiv untersuchen, erst dann ist eine Prognose für den Einsatz am Sonntag möglich“, beantwortete Mannschaftsarzt Dr. Oliver Miltner die zahlreichen Anfragen der Journalisten.

Trainer Mark Lebedew sprach seiner Mannschaft vor diesem Hintergrund ein Sonderlob aus: „Wir haben heute trotz aller Rücksachläge große Geschlossenheit demonstriert. Die verschiedenen Wechsel haben uns nicht aus dem Rhythmus gebracht, jeder Spieler hat gute Arbeit geleistet.“ Im Hinblick auf das vierte Spiel der Play-off-Halbfinalserie am Sonntag in Berlin übt sich der Australier in Zurückhaltung: „Der Sieg in Friedrichshafen war natürlich wichtig. Wir haben nun in der Max-Schmeling-Halle eine große Chance. Aber wir dürfen nicht vergessen, wir haben erst zweimal gewonnen … und wir müssen Friedrichshafen dreimal schlagen, um ins Finale einzuziehen.“

Tickets für das Heimspiel der BR Volleys am Sonntag, den 01. April können >>> HIER <<< einfach gebucht und direkt ausgedruckt, unter der Ticket-Hotline 01805 288244 bestellt, sowie an allen TIXOO-Vorverkaufskassen oder an der Max-Schmeling-Halle erworben werden.
Der frühe Zeitpunkt - gute zwei Wochen vor dem vorgezogenen Ligaauftakt am 20. Oktober mit dem Derby gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen (19.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle) - und der Standort mit einem prächtigen Panoramablick über die Dächer der Sport- und Volleyball-Hauptstadt verdeutlich: Der SCC möchte (im Gegensatz zum Vorjahr) von Anbeginn das Ligatempo mitbestimmen und eher von oben als von unten auf die Konkurrenz schauen!

Besser zu sein als die beiden Bronzemedaillen in Bundesliga und Challenge Cup bedeutet: "In den Endspielen der Meisterschaft oder des Pokals dabei zu sein und um die beiden Titel mitzuspielen", wie der Manager auf Nachfrage präzisierte. Um dafür die Voraussetzungen zu schaffen, habe man im Sommer einiges investiert - in einen neuen Trainer, sowie in vier neue bzw. zurückgekehrte Spieler.  Niroomands Fazit: "Wir haben einen guten Trainer, der praxisorientiertes Training mit sportwissenschaftlicher Begleitung verbindet, wir haben eine gute Mannschaft und wir hatten eine gute Vorbereitung - all das stimmt zuversichtlich." Das  weiterführende Ziel sei ein Start in der europäischen Königsklasse Champions League, "wenn möglich nach dieser Saison oder aber 2012."

Ansprüche, die der neue Cheftrainer uneingeschränkt teilt. Mark Lebedew, gebürtiger Australier, Nationalspieler und Auswahlcoach in seiner Heimat, dann bei Klubs in Belgien, Italien und Polen sowie in der Bundesliga bei Bayer Wuppertal, SG Eltmann und VC Franken, bestätigte: "Es ist grundsätzlich richtig, sich hohe Ziele zu setzen. Nur dann kann man auch hohe Ziele erreichen. Insbesondere vor dem Hintergrund der Sportstadt Berlin und der hervorragenden Infrastruktur beim SCC."



Stephan Hartramph vom Hauptsponsor Berlin Recycling versprach, längerfristig mit dem SCC zusammenarbeiten und mithelfen zu wollen, "die Marke SCC weiter nach vorn zu bringen. Weil die Stimmung in der Max-Schmeling-Halle mit dem Liga-Rekordbesuch so einzigartig sei, möchten wir zukünftig dort noch mehr Spiele präsentieren." Zehn oder mehr Begegnungen sind in der seinerzeit für Olympia 2000 konzipierten Arena für die neue Saison geplant.

Beispielsweise auch im CEV-Cup, der zweiten Europacup-Kategorie, in dem der SCC im November zum Auftakt auf die spielstarke Mannschaft Tomis Constanta (Rumänien) trifft. Im Erfolgsfalle wäre ein Vergleich mit dem neuen Klub von Georg Grozer,  Resovia Rzeszow (Polen) denkbar. Sollte die Auftakthürde zu hoch sein, würde auf die Berliner das Mitwirken im nachgeordneten Challenge Cup zukommen.

Begegnungen, die Matthias Klee, Leitung Geschäftsstelle und Marketing, sowie Frank Bachmann, Kaufmännische Leitung und Sponsoring, wieder voll fordern werden. Ihrem Einsatz vor allem ist es zu verdanken, dass der SCC erstmals Bundesliga-Primus hinsichtlich der Zuschauerresonanz werden konnte. Unter anderem soll eine attraktiver gestaltete SCC-Webseite weitere Anhänger und Partner für "Berlins Volleyballteam Nr. 1" gewinnen.

Der optimistisch und gut gestimmte Manager Kaweh Niroomand betrachtete es als gutes Omen, dass die Mannschaft auf der nächtlichen Rückfahrt von Testspielen gegen den polnischen Pokalsieger KS Jastrzebski Wegiel (ein Sieg und eine Niederlage) eine Kollision mit einem Wildschwein dank der Bus-Steuerkünste von Teammanager Matthias Klee unbeschadet überstanden hat. Da hätten alle: "buchstäblich Schwein gehabt..."!    

epo
Der frühe Zeitpunkt - gute zwei Wochen vor dem vorgezogenen Ligaauftakt am 20. Oktober mit dem Derby gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen (19.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle) - und der Standort mit einem prächtigen Panoramablick über die Dächer der Sport- und Volleyball-Hauptstadt verdeutlich: Der SCC möchte (im Gegensatz zum Vorjahr) von Anbeginn das Ligatempo mitbestimmen und eher von oben als von unten auf die Konkurrenz schauen!

Besser zu sein als die beiden Bronzemedaillen in Bundesliga und Challenge Cup bedeutet: "In den Endspielen der Meisterschaft oder des Pokals dabei zu sein und um die beiden Titel mitzuspielen", wie der Manager auf Nachfrage präzisierte. Um dafür die Voraussetzungen zu schaffen, habe man im Sommer einiges investiert - in einen neuen Trainer, sowie in vier neue bzw. zurückgekehrte Spieler.  Niroomands Fazit: "Wir haben einen guten Trainer, der praxisorientiertes Training mit sportwissenschaftlicher Begleitung verbindet, wir haben eine gute Mannschaft und wir hatten eine gute Vorbereitung - all das stimmt zuversichtlich." Das  weiterführende Ziel sei ein Start in der europäischen Königsklasse Champions League, "wenn möglich nach dieser Saison oder aber 2012."

Ansprüche, die der neue Cheftrainer uneingeschränkt teilt. Mark Lebedew, gebürtiger Australier, Nationalspieler und Auswahlcoach in seiner Heimat, dann bei Klubs in Belgien, Italien und Polen sowie in der Bundesliga bei Bayer Wuppertal, SG Eltmann und VC Franken, bestätigte: "Es ist grundsätzlich richtig, sich hohe Ziele zu setzen. Nur dann kann man auch hohe Ziele erreichen. Insbesondere vor dem Hintergrund der Sportstadt Berlin und der hervorragenden Infrastruktur beim SCC."



Stephan Hartramph vom Hauptsponsor Berlin Recycling versprach, längerfristig mit dem SCC zusammenarbeiten und mithelfen zu wollen, "die Marke SCC weiter nach vorn zu bringen. Weil die Stimmung in der Max-Schmeling-Halle mit dem Liga-Rekordbesuch so einzigartig sei, möchten wir zukünftig dort noch mehr Spiele präsentieren." Zehn oder mehr Begegnungen sind in der seinerzeit für Olympia 2000 konzipierten Arena für die neue Saison geplant.

Beispielsweise auch im CEV-Cup, der zweiten Europacup-Kategorie, in dem der SCC im November zum Auftakt auf die spielstarke Mannschaft Tomis Constanta (Rumänien) trifft. Im Erfolgsfalle wäre ein Vergleich mit dem neuen Klub von Georg Grozer,  Resovia Rzeszow (Polen) denkbar. Sollte die Auftakthürde zu hoch sein, würde auf die Berliner das Mitwirken im nachgeordneten Challenge Cup zukommen.

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