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BR Volleys rocken das Tollhaus

Mi 26.11.2014

Im schwierigen Auswärtsspiel beim TV Rottenburg haben die BR Volleys am Mittwochabend ihre aufsteigende Formkurve bestätigen und einen trotz Satzverlust souveränen 3:1 (25:18, 25:17, 21:25, 25:14) Sieg einfahren können. Zeit zum Verschnaufen bleibt dem Team um Kapitän Scott Touzinsky jedoch nicht, denn schon am Samstag wartet mit der Partie gegen den starken Aufsteiger SVG Lüneburg die nächste nationale Aufgabe in der Berliner Max-Schmeling-Halle.


2014-11-26n

Paul Carroll und die BR Volleys feierten am Mittwoch in der Paul-Horn-Arena einen wichtigen 3:1-Erfolg.
Foto: Klaus Hirsch, Rottenburg


Im „Tollhaus“ der Bundesliga schickte BR Volleys Coach Mark Lebedew folgendes Personal in die Partie gegen den bis dato noch ungeschlagenen Gastgeber: Kapitän Scott Touzinsky und Robert Kromm im Außenangriff, Felix Fischer und Rob Bontje für den Mittelblock, Paul Carroll als Diagonalangreifer und Erik Shoji als Libero. Auf der Zuspiel-Position übernahm dessen Bruder Kawika Shoji die Regie.

In den ersten Spielminuten entwickelte sich in der Paul-Horn-Arena der  von den 2.015 Zuschauern erhoffte Schlagabtausch mit vielen langen und sehenswerten Ballwechseln. Erst in der Mitte des ersten Durchgangs brachte eine Aufschlagserie von Felix Fischer den Hauptstadtclub etwas deutlicher in Front, sodass sich TVR-Coach Hans-Peter Müller-Angstenberger gezwungen sah, nicht nur seine erste (14:10), sondern kurz darauf auch seine zweite Auszeit zu nehmen (17:12). Davon unbeirrt blieben die Berliner auch in der Folgezeit die spielbestimmende Mannschaft und ließen sich die Führung nicht mehr aus Hand nehmen. Der inzwischen für Kromm eingewechselte Francesco De Marchi vollendete gleich die erste Möglichkeit zum 25:18-Satzgewinn.

Der Italiener blieb im zweiten Satz in der Partie und trug seinen Teil dazu bei, dass die Hauptstädter ihr Spiel weiterhin konsequent durchzogen (8:6, 16:13). Zwar kämpften die Gastgeber – vom Publikum lautstark unterstützt – um jeden Ballwechsel, doch die BR Volleys eilten auch diesmal unaufhaltsam bis zum 25:17-Erfolg davon. Mit der 2:0-Satzführung im Rücken blieb der Deutsche Meister auch nach einer zehnminütigen Pause zunächst der „Herr im (Toll)Haus“ (8:5, 16:14). Doch zum Ende des dritten Durchgangs waren es plötzlich die Rottenburger, die ganz groß auftrumpften und unter dem tosenden Beifall ihrer Fans per 21:25 den Satzanschluss schafften.

Auf den – in Anbetracht des vorherigen Spielverlaufs – etwas überraschenden Satzverlust hatten die Berliner sofort die richtige Antwort parat und erspielten sich im vierten Durchgang mit präzise und druckvoll vorgetragenen Angriffen schnell eine komfortable Führung (8:3, 16:8), die man dank einer zu jeder Zeit konzentrierten Mannschaftsleistung bei 25:14 souverän ins Ziel brachte.

BR Volleys Trainer Mark Lebedew war zufrieden mit der Leistung seines gesamten Teams: „Das war vom Anfang bis zum Ende ein sehr gutes Spiel von uns. Leider mussten wir den dritten Satz aufgrund einer kurzzeitigen Konzentrationsschwäche noch abgeben, aber insgesamt darf man den heutigen Sieg sicher als verdient einstufen“, sagte der Australier nach dem Match.

Dem Coach und seinen Spielern bleibt nach dem wichtigen Auswärtserfolg jedoch weder Zeit zum Feiern noch zur ausgiebigen Regeneration, denn schon am Samstag (29. Nov um 18.30 Uhr) treffen die BR Volleys in der heimischen Max-Schmeling-Halle auf den Aufsteiger SVG Lüneburg, der nach dem heutigen 3:0-Sieg gegen CV Mitteldeutschland einen bemerkenswerten fünften Tabellenplatz belegt.

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